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Entfernen der Vitellinmembran
Das Entfernen der Vitellinmembran muß unbedingt in einer sterilen Schale mit frischer MH-Lösung erfolgen, da der Keim ohne Hüllen sehr infektionsgefährdet ist.
Das Auspellen der Keime erfolgt mit zwei sterilen Uhrmacherpinzetten. Beide Backen einer Pinzette müssen sehr scharf geschliffen sein und exakt aufeinanderpassen. Die Vitellinmembran kann frühestens im späten Blastulastadium ohne größere Verletzung des Keimes abpräpariert werden.
Bei fortschreitendem Entwicklungsstadium des Keimes wird das immer leichter. Leichtere Verletzungen heilen rasch.
Folgende Punkte sind zu beachten:
- Da die Vitellinmembran so eng anliegt, ist sie fast nicht zu sehen (höchstens durch Lichtreflexe), man präpariert ,blind`. Löcher in ihr sieht man nur, wenn der Keim an dieser Stelle etwas aus der Hülle tritt und Einkerbungen zeigt.
- Da es an der Stelle, wo die Vitellinmembran zuerst gefaßt wird, häufig zu Verletzungen kommt, sollte diese Stelle möglichst weit weg von den Keimteilen sein, an denen später operiert wird.
- Das erste Fassen der Vitellinmembran geschieht am besten dadurch, daß man mit beiden Pinzetten denselben Punkt der Membran faßt und die Pinzetten mäßig schnell auseinanderzieht. Dabei sollte man vermeiden, die Pinzettenspitzen gegen den Boden der Glasschale zu drücken, damit sie nicht verbiegen. Ist das Loch in der Membran erst groß genug, gelingt es manchmal, die eine Backe einer Pinzette unter die Membran zu schieben und sie so besser anzufassen.
Falls Keimteile aus dem Loch hervorquellen, rückt auf der Gegenseite der Keim soweit von der Membran ab, daß diese ohne Gefahr mit den Pinzetten gefaßt und abpräpariert werden kann.
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Hans-Peter Rangol