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Unterabschnitte


Färbemethoden


Toluidinblau

(zur Darstellung des Visceralskelettes, Protokollversuch Neuralleiste)


Hämatoxylin-Eosin

(Übersichtsfärbung zur Augenentwicklung)


Pikroblauschwarz

(Übersichtsfärbung zur Herzentwicklung)


Färbung mit Boraxkarmin

Sind die Präparate auf einem Objektträger aufgeklebt, wird dieser auf den Boden einer Petrischale gelegt und mit den verschiedenen Lösungen überschichtet.


HRP-Markierungen retinaler Nervenfasern

Horseradish Peroxidase (HRP) ist ein retro- und anterograder neuronaler Tracer, der zur Markierung der Fasern des optischen Nerven benutzt werden soll.
  1. Vorbereitung:
    Xenopus-Larven der Stadien 45/46 werden in Niu Twitty/MS überführt und dort zur Betäubung 5 - 15 Minuten gelassen. Nicht länger, da die Larven sonst sterben könnten! In der Zwischenzeit wird ein kleines Petrischälchen mit Kleenex-Papier ausgelegt (Falten sind erwünscht) und mit Niu Twitty-Lsg. gefüllt. In 4 Tropfen des Tensids NonIdet wird soviel des kristallinen HRP's gelöst wie nur irgend möglich ist. Die Lösung muß nicht homogen sein. Die Larve wird mit einem Löffel in die Petrischale überführt und so in eine Falte gelegt, daß am Auge operiert werden kann.
  2. Durchführung:
    Mit ca. 4-facher Vergrößerung wird unter dem Binokular mit Glasnadeln die Epidermis über dem Auge entfernt. Mit den zugeschliffenen Operationspinzetten wird die Linse gefaßt und aus dem Augenbecher exstirpiert. Mit einer Kugelnadel werden aus der NonIdet/HRP-Lsg. besonders stark gesättigte Tröpfchen (dunkelbraun) aufgenommen und in den offenen Augenbecher gebracht. Hierbei ist darauf zu achten, daß möglichst kein Gewebe außerhalb des Augenbechers benetzt wird. Wenn dies gelungen ist, wird der Augenbecher mit dem Gewebekleber Histoacryl verschlossen. Hierzu wird eine Glasnadel an der Spitze abgebrochen und so eine Kapillare hergestellt, die auf den Mund-Saugschlauch gesteckt wird. Aus der Vorratsampulle mit Histoacryl wird ganz wenig in die Kapillare eingesogen.
    Vorsicht ! Unfallgefahr !
    Zum Verkleben des Augenbechers bewegt man die Kapillare in die Nähe des Larvenauges und tupft nur ganz wenig auf die Öffnung. Die Pipette sofort wegziehen! Ist der Verschluß geglückt, wird die Larve in frische Niu Twitty-Lösung überführt; hier soll sie wenigstens 30 min überleben, damit der Tracer bis in das Tectum vordringen kann. Anschließend wird die operierte Larve mit Glutaraldehyd für eine Stunde fixiert (siehe S. [*]).
  3. Vorbereitung des Präparates zum Nachweis der HRP mit der Co-DAB-Methode:
    Mit Pinzetten wird unter dem Binokular die Epidermis des Kopfes entfernt. Vom Gehirn wird die Pigmenthaut vorsichtig abgezupft. Der Schwanz des Präparates wird nach dem hinteren Rumpfteil abgeschnitten und der Darm vollständig herausgenommen.
Im Totalpräparat wird die HRP mit der Co-DAB-Methode nachgewiesen (Co-DAB).


Co-DAB-Methode

(Cobalt / Diaminobenzidin zum Nachweis von Peroxidasen)
Diaminobenzidin (DAB) ist extrem cancerogen!
Durchführung nur im Histolabor mit Betreuer !
  Totalpräparate Gefrierschnitte
Spülen in PBS (0,1 m) 3 x je 15 min 3 x je 2 min
Waschen in Tris/HCL 3 x je 2 min 3 x je 1 min
Beizen in CoCl2 13 min 10 min
(1g Kobaltchlorid in 200 ml Tris/HCl)    
Waschen in Tris/HCL 2 x je 6 min 2 x je 5 min
Waschen in PBS (0,1 m) 2 x je 6 min 2 x je 5 min
Präinkubation    
100 mg DAB in 5 ml Aqua dest. lösen, 8 min 5 min
dann 195 ml PBS zugeben.    
Inkubation    
Zugabe von 2 - 4 ml 0.3 % H2O2 30 min 25 min
Waschen in PBS (0,1 m) 3 x je 15 min 3 x je 10 min
Terpineol I und II je 2 min
Rotihistol I und II je 5 min
  in Rotihistol aufbewahren Eindecken
     
$\textstyle \parbox{12cm}{{\bf DAB wird durch Hypochlorit-L\uml {o}sung (z.B. Da...
...utzt werden, werden nach Gebrauch mit dieser L\uml {o}sung
gesp\uml {u}lt!}}$

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Hans-Peter Rangol