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Unterabschnitte


Einbettung und Anfertigen von Dünnschnitten


Paraplastschnitte

Die Präparate sind fixiert und liegen im Fixans vor. Die Präparate können jedoch nicht allzulange im Fixans verbleiben, da ansonsten das Gewebe zerstört wird. Deswegen empfiehlt es sich, sofort Dauerpräparate herzustellen. Sollen die Präparate zu Schnittserien aufbereitet werden, bettet man sie in Paraplast \ensuremath{^\copyright}ein. Paraplast \ensuremath{^\copyright}besteht aus niedrigschmelzendem Paraffin. Damit das Gewebe mit dem lipophilen Stoff durchtränkt werden kann, muß zunächst das Wasser entzogen werden. Dies geschieht mit einer Alkoholreihe. Der Alkohol wird mit Rotihistol \ensuremath{^\copyright}entfernt, einem Ersatz für das früher verwendete Xylol (der stark cancerogene Aromat muß bei manchen Färbemethoden noch immer eingesetzt werden. Im Praktikum wird er jedoch nicht eingesetzt.) Rotihistol \ensuremath{^\copyright}ist ein Terpen, das nach dem Stand der Dinge ungefährlich ist, jedoch entfettet und stark riecht. Paraplast \ensuremath{^\copyright}wird in Wärmeschränken verflüssigt, in Gefäße geeigneter Form und Größe verfüllt und die Präparate hinein gelegt. Während der flüssigen Paraplast \ensuremath{^\copyright}- Phase verbleiben die Gefäße im Wärmeschrank. Vorgehensweise zur Einbettung in Paraplastblöcken:
  1. Entwässerung:
    1 h 70 % Ethanol
    1 h 80 % Ethanol
    1 h 96 % Ethanol
    0,5 h 100 % Isopropanol
    0,5 h 100 % Isopropanol
  2. Entfernen des Alkohols:
    1 h Methylbenzoat I
    1 h Methylbenzoat II
    über Nacht Methylbenzoat III
    5 min Rotihistol I
    5 min Rotihistol II
    5 min Rotihistol III
  3. Einbettung (bei 60 \ensuremath{^\circ}C im Wärmeschrank):
    3 h Paraplast I
    3 h Paraplast II
    1-3 h Paraplast III
    Paraplastblöckchen mit dem Objekt erkalten lassen.
  4. Schneiden und Aufziehen:
    Schnitte von 10-20 \(\mu\)m Dicke werden mit einem Motor-Mikrotom hergestellt und auf mit Eiweißglycerin beschichtete Objektträger aufgezogen. Über Nacht im Wärmeschrank trocknen lassen.
Die Präparate müssen vor Staub, Licht und Wärme geschützt aufbewahrt werden.

Gefrierschnitte

Die Präparate sollen mit Glutaraldehyd (siehe Glutaraldehyd) fixiert werden. Vorbereitung des Präparates:
2h 0,1 M Phosphat-Puffer (PBS), 2-3x wechseln
über Nacht in PBS mit Sucrose (20% )
Schnitte von 50-100 \(\mu\)m werden mit einem Gefriermikrotom hergestellt und auf Chromalaun-Gelatine beschichtete Objektträger aufgezogen. Anschließend 2-3 Stunden bei Raumtemperatur trocknen lassen.
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Hans-Peter Rangol