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Endometriose
wird als das Vorkommen Endometrium- ähnlicher Wucherungen
ausserhalb des Uterus definiert, die, entsprechend der Vorstellung
von uns und anderen, meist ihren Ursprung von retrograd in die
Bauchhöhle menstruierten Stammzellen des eutopen Endometriums
nimmt. Histologisch bestehen diese Läsionen, wie das eutope
Endometrium, aus epithelialen Drüsenschläuchen und
mesenchymalem Stroma. Innerhalb der Läsion lassen sich
drei Zelltypen unterscheiden: Epitheliale, cytokeratin- und
E-cadherin-positive Zellen (CK+/Ecad+) im Epithel der Drüsenschläuche,
sowie, wesentlich seltener cytokeratin-positive, aber E-cadherin-negative
Zellen im Drüsenepithel (CK+/Ecad-). Das ganze wird von
den cytokeratin- und E-cadherin-negativen, mesenchymalen Zellen
des Stroma umgeben (CK-/Ecad-).
Da nur Primaten menstruieren, kann es kein leicht zugängliches,
autenthisches und für grösser angelegte Studien verwendbares
Tiermodell dieser Krankheit geben. Deswegen etabliert Andreas
Zeitvogel (Postdoc) ein Zellkulturmodell der Krankheit,
indem er primäre Zellen aus Endometriose-Biopsiematerial
gewinnt und daraus Zellinien herstellt. Bisher ist es gelungen,
Zellinien des epithelialen CK+/Ecad- und des stromalen CK-/Ecad-
Zelltyps herzustellen. Diese Zellinien werden mit zell- und
molekularbiogischen Methoden analysiert. Dadurch konnte bereits
ein E-Cadherin-negativer, aber N-Cadherin-positiver epithelialer
Zelltyp in Endometriose-Lesionen identifiziert werden. Es wird
postuliert, dass dies ein Zelltyp ist, der für die Streuung
der Endometriose verantwortlich ist, vergleichbar der Metastasierung
von Krebszellen.
Zur Zeit werden von Andreas Zeitvogel insbesondere die molekulare
Charakterisierung der Invasivität von Endometriosezellen
und die Entwicklung von in vitro Modellen zur Untersuchung von
Differenzierungsvorgängen und der Kommunikation von epithelialen
Drüsen- und Stomazellen vorgenommen.
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Postdoc
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