| Die Rittersternblüte verändert
sich |
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Bei genauem Hinsehen lassen sich an den Rittersternblüten
mehrere Entdeckungen machen.
- Das Aufspringen der Staubbeutel
Wenn die Staubbeutel reif sind, platzen sie auf,
kehren ihre mit Blütenstaub behaftete Innenseite
nach außen und schrumpfen auf etwa ein Drittel
ihrer ursprünglichen Länge zusammen. Die
nebenstehende Abbildung zeigt dies recht
deutlich.
Nach dem Aufspringen der Staubbeutel befindet
sich die Blüte in ihrem männlichen
Zustand. Ein nektarsaugender Kolibri kommt mit
den Staubblättern in Berührung und nimmt an
seinem Bauchgefieder Pollen mit:

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- Das Reifen der Narbe.
Nach dem Aufblühen reift innerhalb von 2 bis 4
Tagen die Narbe. Der Griffel krümmt sich nach
oben und die Narbe teilt sich in ihre drei
Narbenäste. Die Blüte befindet sich in ihrem weiblichen
Stadium.
An den klebrigen Narben haftet der Pollen sehr
gut

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Rittersternblüten sind also vormännlich (zuerst männlich,
dann weiblich; in der Fachwissenschaft spricht man von Proterandrie).
Auf diese Weise wird vermieden, daß eigener Pollen auf die
empfängnisfähige Narbe fällt und eine Selbstbestäubung
stattfindet. Die Bestäuber nehmen den Pollen von einer Blüte im
männlichen Zustand und übertragen ihn auf eine andere Blüte,
die schon im weiblichen Stadium ist und ihre reife Narbe
emporstreckt.