Kazuo Koike

 

* 1936 in Akita.- u.a. Autor von Crying Freeman, Dummy Oscar und Okami

 

Koike profilierte sich mit dem Aufkommen des Gekiga – Stils in Japan. Koikes erster großer Erfolg war die 1969 von Tokao Saito gezeichnete Serie Golgo 13, die für ihre realitätsnahe Darstellung des organisierten Verbrechens gerühmt wurde. Anfang der 70er Jahre machte er sich selbstständig und schrieb Kozure Okami, was ihm sofort einen legendären Ruf verschuf. Gezeichnet wurde Okami, wie auch die parallel dazu entstandenen Serien Shurayuki-hime/Prinzessin Höllenschnee und Goyokiba/Die Fänge des Shogunats, von Goseki Kojima. Alle drei Serien wurden fast gleichzeitig verfilmt. Okami (sechs Teile 1972 - 1974); Goyokiba (drei Folgen 1972 - 1974); Shurayuki-hime (zwei Teile 1973). 1973 kam es mit der Serie Aiueo Boy zu einer ersten Zusammenarbeit zwischen Kazuo Koike und Ryoichi Ikegami, der sich zu seinem zweiten Stammzeichner entwickeln sollte. Mit seinem ersten Stammzeichner Kojima arbeitete Koike im Allgemeinen nur bei Serien mit historischer Thematik zusammen, mit Ikegami dagegen bei Gegenwartsstoffen. Ihre zweifellos bekannteste gemeinsame Arbeit ist Crying Freeman. In den späten 70er Jahren gründete Kazuo Koike eine eigene Comic-Schule namens „Gekiga sonjuko“, die solche Talente hervorbrachte wie Rumiko Takahashi (Ranma 1/2, Maisson Ikkoku) und Tetsuo Hara (Hokuto no ken/Faust des Polarsterns). Außerdem leitet Koike ein eigenes Verlagshaus, Studio Ship Inc. Seit seinem Durchbruch mit Kozure Okami kontrolliert Koike als Produzent auch die Kinoadaptionen seiner Stoffe.

 

 

Werke: Kazuo Koike/ Ryoichi Ikegami: Crying Freeman.17 Bde. München: Schreiber & Leser 1993-1996; Kazuo Koike/ Seisaku Kanoh: Dummy Oscar. 5 Bde. München: Schreiber & Leser 1996-2001; Kazuo Koike/ Goseki Kojima: Okami. 8 Bde. Hamburg: Carlsen Verlag 1996-1997