Kommentiertes
Vorlesungsverzeichnis
INSTITUT
FÜR ARCHÄOLOGISCHE WISSENSCHAFTEN
Sommersemester 2010
(12.04.2010 – 16.07.2010)
Abt. I: Vorderasiatische und Klassische Archäologie..................................................... 2
Studiengang Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients.............. 3
Studiengang Altorientalische Philologie (Nebenfach)........................................ 6
Studiengang Empirische Sprachforschung: Altorientalische Sprachen
(Schwerpunkt oder Nebenfach)............................................................................ 6
Studiengang Klassische Archäologie................................................................... 9
BZG-Führungen..................................................................................................... 14
Abt. I:
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Vorderasiatische und Klassische Archäologie
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Grüneburgplatz 1, Fach
146, 60626 Frankfurt am Main Telefon:
(069) 798–32313 Telefax: (069) 798–32314
E-mail:
arch.institut@uni-frankfurt.de |
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Grüneburgplatz 1 – Querbau 5 (Q5) und Verbindungsbau 5 (V5) im 5. Stock
V5 Räume 5.540 bis 5.557; Q5 Räume 5.511 bis 5.519
Prof. Dr. J.-W. Meyer: Raum 5.555, Tel. 069/798 32317
Prof. Dr. W. Raeck: Raum 5.513, Tel. 069/798 32301
Sekretariat: Raum 5.553, Tel. 069/798 32313 (Mo-Do 8.30-12.30 Uhr)
Bibliothek: Integriert in das Bibliothekszentrum für Geisteswissenschaften (BzG), Q6. Standort der Bücher: Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients 7. Stock,
Klassische Archäologie 6. Stock; Zeitschriften 7. Stock.
Frau Dr. Pekridou: Zimmer Q6, 4.615, Tel. 798 32490
Letzte Daten sind im Internet abrufbar:
http://www.univis.uni-frankfurt.de
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb09/archwiss/vorderklass
Sprechzeiten
Prof. Dr. Jan-Waalke Meyer: n. Vereinb.
Prof. Dr. Wulf Raeck: Di 15-17 und n. Vereinb.
Prof. Dr. Haritini Kotsidu: n. Vereinb. (H.Kotsidu@em.uni-frankfurt.de)
PD Dr. Thomas Richter: n. Vereinb.
Dr. Nadin Burkhardt: Di 14-16 Uhr
Dr. Axel Filges: Do 14-15 Uhr und n. Vereinb.
Dr. Ursula Mandel: Mo 15-17 Uhr
Neue Archäologische Funde und Forschungen
für Hörer aller FB, Di 18 Uhr c.t., Grüneburgplatz 1, Haupteingang (Q3), EG, Raum 311
Termine s. Aushang
Die
meist auswärtigen Gäste berichten über neue Forschungsergebnisse auf dem Gebiet
der Vorderasiatischen und Klassischen Archäologie. An die Vorträge schließen
sich Diskussionen an.
Do 8-10 Uhr, Raum
5.501, Termine s. Aushang
Es
dient der Diskussion ausgewählter Spezialthemen aus dem Arbeitsgebiet der
Magistranden und Doktoranden.
Kolloquium für Hauptfachstudierende: Aktuelle archäologische Themen, Neuerscheinungen und laufende Arbeiten
Mo 18-20 Uhr c.t., Raum 5.501, Termine s. Aushang
In
dieser Veranstaltung sollen in Arbeit befindliche Forschungen aus dem Kreis der
Studierenden, Doktoranden und Mitarbeiter des Instituts, ggf. auch auswärtiger
Vortragender, vorgestellt und diskutiert werden. Wenn die Zeit es erlaubt,
werden außerdem wichtige Neuerscheinungen aus dem Fach besprochen. Ein
thematischer Rahmen hierfür wird in der ersten Sitzung vereinbart.
Studiengang Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen
Orients
Zur gefälligen Beachtung:
1) Alle Studierenden des Haupt- und Nebenfaches „Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients“ müssen verpflichtend an einer Studienberatung vor oder zu Beginn des 1. Fachsemesters teilnehmen. Für Termine usw. wenden Sie sich zunächst an PD Dr. Thomas Richter (Zi. 554, Tel.: 069-79832315, Mail: Thomas.Richter@em.uni-frankfurt.de). Die Studienberatung ist darüber hinaus ein permanentes Angebot.
2) Für die jeweiligen Voraussetzungen zur Teilnahme an Lehrveranstaltungen sowie Prüfungsleistungen und -formen konsultieren Sie bitte die Studienordnung oder -beratung. Prüfungsleistungen erfordern eine separate, schriftliche Anmeldung zu Semesterbeginn (bis ca. 30.04.2010) beim Modulbeauftragten, PD Dr. Thomas Richter (Zi. 5.554, 069-79832315, Thomas.Richter@em.uni-frankfurt.de).
3) Grundsätzlich steht es der/dem Dozentin/en frei, Hausarbeiten und/oder andere Formen von Leistungen zusätzlich zu den in der Studienordnung vorgeschriebenen zu verlangen.
Prof. Dr. Jan-Waalke
Meyer
Einführung in die
Kulturgeschichte des Vorderen Orients IV
Mo 10-12 Uhr, EG 311
(Beginn: 12.04.2010)
Mod. Studiengänge: AKVO-MAG-HF-M1b; AKVO-MAG-NF-M4b sowie sonstige Interessierte.
Eine Darstellung der historischen Entwicklung in den
Ländern des Alten Orients anhand der Hinterlassenschaften der materiellen
Kultur und der Textzeugnisse. In diesem Semester folgt der vierte Teil des
viersemestrigen Zyklus der Einführung, die eine Pflichtveranstaltung für alle
Studierenden ist. Ausgangspunkt sind die Nachfolgestaaten von Hammurabi,
beginnend mit den Kassiten und den Mittani bis hin zum Aufstieg des assyrischen
Reiches. Den Ausklang bildet schließlich die neubabylonische Zeit, und die
Vorlesung endet mit dem Sieg der Perser.
Dargestellt wird in dieser Vorlesung vor allem der
historische Ablauf, wie er aus den archäologischen Funden und den
Schriftzeugnissen erkennbar ist. Die materielle Kultur wird wiederum im Rahmen
einer begleitenden Übung bearbeitet, deren Besuch verpflichtend ist. Im Rahmen
dieses Vorlesungszyklus ist eine schriftliche Klausur abzulegen.
Literatur: W. Orthmann, Der Alte Orient (PKG 14); H.-J.
Nissen, Geschichte Altvorderasiens (München 1999); P. Matthiae, Geschichte der
Kunst im Alten Orient (Stuttgart 1999)
Übungen
Prof. Dr. Jan-Waalke
Meyer
Übung zur Vorlesung
„Einführung in die Kulturgeschichte des Vorderen Orients IV“
Mo 12.15-13 Uhr, Raum
5.501 (Beginn: 12. 04.2010)
Mod. Studiengänge: AKVO-MAG-HF-M1b; AKVO-MAG-NF-M4b
Diese Übung dient als
Vertiefung des in der Vorlesung behandelten Zeitraums (Mitte des 2. Jts. v.
Chr. bis Mitte des 1. Jts. v. Chr.); sie ist eine Pflichtveranstaltung für alle
Studierenden. Es werden ausführlich die maßgeblichen Funde aus allen Bereichen
der materiellen Kultur der betreffenden Perioden vorgestellt und in einen
regionalen bzw. überregionalen Kontext gestellt. Darüber hinaus sollen
Besonderheiten der jeweiligen kulturellen Entwicklung herausgearbeitet werden.
Literatur: W. Orthmann, Der Alte Orient (PKG 14); H.-J.
Nissen, Geschichte Altvorderasiens (München 1999); P. Matthiae, Geschichte der
Kunst im Alten Orient (Stuttgart 1999)
Dr. Christian Falb
Einführung in die
Kunst des Alten Orients
Do 12-14 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 15.04.2010)
Mod. Studiengänge: AKVO-MAG-HF-M3; AKVO-MAG-NF-M3
In der
Veranstaltung werden die in der Vorderasiatischen Archäologie maßgeblichen
Hauptfundgattungen des Zeitraums von der Uruk-Zeit (Ende 4. Jt. v. Chr.) bis
zur Achämenidischen Zeit (5./4. Jh. v. Chr.) behandelt. Ziel ist hierbei die
Vermittlung eines Grundverständnisses altorientalischer Kunst in ihrer
Entwicklung als Basis für die kunstgeschichtlichen Aspekte des Studiums. Zur
Erlangung eines Studiennachweises oder einer Prüfungsleistung sollen die
Teilnehmer/innen jeweils eine der Fundgattungen Rundbild, Flachbild, Glyptik
und Terrakotten sowie ggf. Keramik für einen Zeitabschnitt in ihrer Ausprägung
darstellen. Die Note ergibt sich aus der Präsentation des entsprechenden Themas
im Referat sowie einer schriftlichen Ausarbeitung. Je nach Anzahl der
Interessenten können Themenbereiche auch auf mehrere Referenten aufgeteilt
werden. Die Vergabe der Referatsthemen erfolgt in der ersten Sitzung.
Dr. Ulrike Stohrer
Einführung in das
Syrisch-Arabische II
Fr 12-14 Uhr, Raum
5.501 (Beginn: 16.04.2010)
Mod. Studiengänge: AKVO-MAG-HF-M5 1.-4. Sem.
Einführung
in den syrischen Dialekt des Arabischen zur Vorbereitung einer Teilnahme an
Orient-Grabungen. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Hörverstehen und einer
aktiven Sprachbeherrschung.
Prüfungsleistung, -formen: Es steht der Dozentin frei, Hausarbeiten und/oder andere Formen von Leistungen zu verlangen. Am Ende des Kurses ist eine mündliche Prüfung abzulegen.
Proseminar/ ÜBUNG
Federico Buccellati M.A.
Die
Archäologie und das Internet
Fr 14-16 Uhr (30.4.),
Sa 10-16 Uhr (8.5., 22.5., 12.6.), Raum 5. 501 (Beginn: 30. 04.2010)
Mod. Studiengänge: AKVO-MAG-HF-M4; AKVO-MAG-HF-M7; AKVO-MAG-NF-M3
Blockveranstaltung,
entsprechend 2 SWS (s.u.); 3 CP; Raum: 5.501; Termine: s. oben
Das Internet spielt in unserer globalen Gesellschaft
eine sehr wichtige Rolle. Auch im Bereich der Wissenschaft nutzen immer mehr
Disziplinen das Internet für die Forschung, die Veröffentlichung ihrer
Ergebnisse und den Informationsaustausch. Die Archäologie liegt dabei
vergleichsweise weit zurück.
In der Veranstaltung werden wir hauptsächlich
Internetseiten von Ausgrabungen, aber auch von Institutionen wie dem DAI und
verschiedenen Museen sowie Internetplattformen wie Wikipedia, YouTube und
„Virtual Communities“ wie „Second Life“ analysieren und miteinander
vergleichen. Im Mittelpunkt der Analyse steht dabei immer die Frage, inwiefern
das Internet eine konstruktive Rolle in der archäologischen Forschung spielen
kann. Oder anders: Welche Vorteile, aber auch welche Einschränkungen bietet das
Internet im Vergleich zu herkömmlichen Wegen der Wissensvermittlung bzw. Publikation?
Hinsichtlich
der Ablegung von Studiennachweisen oder Prüfungsleistungen wenden Sie sich an
die Studienberatung.
Proseminare/
SeminarE
Prof. Dr. Jan-Waalke
Meyer und PD Dr. Thomas Richter
Assyrische
Bauinschriften und archäologischer Befund
Di 12-14 Uhr, Raum
5.501 (Beginn: 13.04.2010)
Mod. Studiengänge: AKVO-MAG-HF-M2; AKVO-MAG-HF-M3; AKVO-MAG-HF-M4; AKVO-MAG-HF-M6; AKVO-MAG-HF-M7; AKVO-MAG-NF-M1;
AKVO-MAG-NF-M2; AKVO-MAG-NF-M3
In diesem Seminar soll von archäologischer Seite der
Baubefund der mittelassyrischen Zeit aus Assur untersucht und mit den
Inschriften vor allem in Bezug auf deren Architekturhinweise verglichen werden.
Im Mittelpunkt stehen dabei die öffentlichen Bauten des 13. Jhs. v. Chr. – wie
der Alte Palast, der Neue Palast (Tukulti-Ninurta I.), der Ištar-
(Tukulti-Ninurta I.) und Assur-Tempel (Salmanassar I.) sowie die
Befestigungsanlagen (Adad-nirari I.) – und des 12. Jhs. v. Chr. – wie der Palast und der Anu-Adad-Tempel (Tiglatpilesar
I.). Außerdem bietet sich ein Vergleich mit Kar-Tukulti-Ninurta an. Eventuell
mit einbezogen werden soll zudem die Stelenstraße.
Die Veranstaltung steht in engem Zusammenhang mit
einer entsprechenden Lektüreübung aus dem Bereich der Altorientalischen
Philologie; alle Hauptfachstudierenden müssen daran verpflichtend
teilnehmen.
Literatur: Die Assur-Endpublikationen (Bibliothek
unter OA/IRAQ/ASSUR)
Prof. Dr. Jan-Waalke Meyer
Topographie
und Architektur von Uruk
Mo 13-15 Uhr, Raum
5.501 (Beginn: 12.04.2010)
Mod. Studiengänge: AKVO-MAG-HF-M3 2-3;AKVO-MAG-NF-M2 ab 2. Sem.
Die größte Stadtruine in Südbabylonien ist Warka,
das altorientalische Uruk. In über 40 Grabungskampagnen konnten zahlreiche
bedeutende Bauwerke erforscht werden: der bis in das 5. Jt. v. Chr.
zurückreichende Zentralbereich Eanna, die sogenannte Anu-Zikkurat, die im
frühen 3. Jt. zuerst gegründete Stadtmauer (Gilgamesch), im Westen der
ausgedehnte Palast des altbabylonischen Herrschers Sinkaschid, im Osten
seleukidische und parthische Bauten. Ausgedehnte Oberflächenbegehungen haben
darüber hinaus Hinweise auf die Siedlungsstruktur erbracht.
Besonders behandelt werden soll die Architektur,
aber darüber hinaus werden in gewissem Umfang auch die Glyptik sowie alle
weiteren Fundgruppen, einschließlich der Anfänge der Schriftentwicklung
thematisiert.
Literatur:
Die Uruk-Vorberichte (UVB) und Endpublikationen (AUWE) (Bibliothek unter
OA/IRAQ/URUK)
Prof. Dr. Jan-Waalke Meyer
Elfenbeinarbeiten des
2. und 1. Jts. v. Chr.
Do 10-12 Uhr, Raum
5.501 (Beginn: 15. 04.2010)
Mod. Studiengänge: AKVO-MAG-HF-M3; AKVO-MAG-HF-M4; AKVO-MAG-HF-M7; AKVO-MAG-NF-M2; AKVO-MAG-NF-M3
Besprechung in der 1. Sitzung.
KOLLOQUIUM
Do 8-10 Uhr, Raum
5.501, Termine s. Aushang
Mod. Studiengänge:
AKVO-MAG-HF-M8
Vorstellung und Diskussion laufender
Abschlußarbeiten (Magister, Dissertation). Der Besuch zweier Kolloquien – davon
einmal mit eigenem Vortrag – ist für Hauptfachstudierende im Hauptstudium
verpflichtend (d.h.: während jeweils eines ganzen Semesters). Darüber hinaus
wird erwartet, daß alle Studierenden aller Studiengänge teilnehmen.
Exkursionen
Prof. Dr. Jan-Waalke
Meyer
Kurzexkursionen
s. Aushang
Mod. Studiengänge: AKVO-MAG-HF-M9 ab 2
Kurzexkursionen in Museen und zu Ausstellungen in
der näheren Umgebung.
Grabung
Prof. Dr. Jan-Waalke Meyer
Orientgrabung
ca. 2 Monate,
Termin/Beginn: s. Aushang
Mod. Studiengänge: AKVO-MAG-HF-M10 ab 2
Die Teilnahme an einer Grabung im Vorderen Orient
ist für alle Hauptfachstudierende verpflichtend. Bei Interesse und für genauere
Informationen wenden Sie sich an den Dozenten.
Studiengang Altorientalische Philologie
(Nebenfach)
Altorientalische
Sprachen
Zur gefälligen Beachtung:
1) Alle Studierenden des Haupt- und Nebenfaches „Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients“ müssen verpflichtend an einer Studienberatung vor oder zu Beginn des 1. Fachsemesters teilnehmen. Für Termine usw. wenden Sie sich zunächst an PD Dr. Thomas Richter (Zi. 554, Tel.: 069-79832315, Mail: Thomas.Richter@em.uni-frankfurt.de). Die Studienberatung ist darüber hinaus ein permanentes Angebot.
2) Für die jeweiligen Voraussetzungen zur Teilnahme an Lehrveranstaltungen sowie Prüfungsleistungen und -formen konsultieren Sie bitte die Studienordnung oder -beratung. Prüfungsleistungen erfordern eine separate, schriftliche Anmeldung zu Semesterbeginn (bis ca. 30.04.2010) beim Modulbeauftragten, PD Dr. Thomas Richter (Zi. 5.554, 069-79832315, Thomas.Richter@em.uni-frankfurt.de).
3) Grundsätzlich steht es der/dem Dozentin/en frei, Hausarbeiten und/oder andere Formen von Leistungen zusätzlich zu den in der Studienordnung vorgeschriebenen zu verlangen.
VOrlesungen
PD Dr. Thomas Richter
Di 8.00-9.30 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 13.04.2010)
Die Veranstaltung versucht einen Überblick über die
Sprachen des Alten Orients zu geben. Im Mittelpunkt stehen dabei die
Großkorpussprachen Sumerisch, Akkadisch und Elamisch (das Hurritische wird im
Rahmen der „Einführung in das Hurritische“ behandelt werden [s.u.]), aber auch
die weniger gut bezeugten (bspw. Kassitisch) werden skizziert. Die in
Alphabetschriften überlieferten Sprachen, bspw. das Ugaritische und
Altpersische, werden, falls überhaupt, nur kursorisch dargestellt werden
können; andere Sprachen des altorientalischen Kulturkreises, die üblicherweise
auch nicht Gegenstand der „Altorientalischen Philologie“, sondern der
Semitistik (bspw. Byblisch, Aramäisch) oder Indogermanischen Sprachwissenschaft
(bspw. Phrygisch, Lydisch) sind, können nicht behandelt werden. Gegenstand der
Darstellung werden v.a. der Sprachbau (d.i. Phonetik, Grammatik, Syntax) und
die Sprachüberlieferung (Fundorte, Textgenres usw.) sein, daneben das Lexikon
(Lehn-/Fremdwortschichten u.ä.).
Unterrichtsmaterialien: Eine Bibliographie wird
als Kopiervorlage ab ca. Mitte März im Sekretariat (Zi. 5.553) oder beim
Dozenten (Zi. 5.554) erhältlich sein.
PD Dr. Thomas Richter
Di 14.15-15.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 12.04.2010)
Neben Babylonien im Süden des heutigen Iraq gehört
Assyrien in dessen Norden (mit dem Zentrum etwas südlich des heutigen Mossul)
zu den Kerngebieten der altorientalischen Kultur. Diese Veranstaltung
behandelt, nach einer Einleitung zu Topographie/Geographie und
Überlieferungslage, die wechselvolle Entwicklung des „Staates“ Assyrien von den
Anfängen am Ende des 3. Jts. v. Chr. bis zu seinem Untergang 609 v. Chr., wobei
insbesondere die Zeit ab ca. 1320 v. Chr. im Vordergrund steht (mittel- und
neuassyrisches Reich), für die die beste und detaillierteste Überlieferung
vorliegt.
Die Vorlesung komplementiert teilweise die
Lektüreübung „Bauinschriften aus Assur“ (s.u.) sowie das (Pro)Seminar
„Assyrische Bauinschriften und archäologischer Befund“ (s.o. zur Archäologie
und Kulturgeschichte des Vorderen Orients).
Unterrichtsmaterialien: Eine Bibliographie wird
als Kopiervorlage ab ca. Mitte März im Sekretariat (Zi. 5.553) oder beim
Dozenten (Zi. 5.554) erhältlich sein.
Dr. Daliah Bawanypeck
Schule und
Schreiberausbildung in Mesopotamien
Di 16.15-17.45 Uhr,
Raum 4.401 (Beginn: 13. 04.2010)
Mod. Studiengänge: AKVO-MAG-HF-M1a; AKVO-MAG-NF-M4a (3CP)
Mit der Erfindung der Keilschrift ging das Lehren
des Schreibens einher. Die Ausbildung konnte mehrere Jahre dauern und wurde von
Fachleuten vermittelt, die neben ihrer Schreibkundigkeit über weitere
Spezialkenntnisse verfügten. Sie waren z.B. Priester, Beschwörer, Ärzte,
Astrologen und Eingeweideschauer.
Einen Einblick in die mesopotamische
Schreiberausbildung gewähren ausgewählte Keilschrifttexte (z.B. Fachtexte aus
Gelehrtenbibliotheken, Schülertafeln mit Schreibübungen und Schultexte), die in
Übersetzung gelesen werden.
Die Übung wendet sich an Studierende aller Fächer,
insbesondere aber der Geschichte und der Philosophie. Vorkenntnisse sind nicht
erforderlich.
Anmerkung: Die Veranstaltung findet im FB 08 statt, kann aber
angerechnet werden; wenden Sie sich in jedem Fall an die Studienberatung.
Literatur
(in Auswahl): J.A. Black/W.J. Tait, „Archives and Libraries
in the Ancient Near East“, in J.M. Sasson (Hrsg.): Civilizations of the Ancient
Near East 4. New
York: Scribner, 1995, 2197-2210; E. Cancik-Kirschbaum, „Die Keilschrift“, in J.
Marzahn/G. Schauerte (Hrsg.): Babylon. Wahrheit. Katalog zur Ausstellung des
Vorderasiatischen Museums. München, 2008, 335-358; L.E.
Pearce, „The scribes and scholars of ancient Mesopotamia“, in J.M. Sasson
(Hrg.): Civilizations of the Ancient Near East 4. New York: Scribner, 1995,
2265-2278.
PD Dr. Thomas Richter
Mi 8.00-9.30 Uhr, Do 8.00-9.30, Raum 5.501 (Beginn: 14.04.2010)
Mod. Studiengänge: AOP-MAG-M2 ab 1. Sem.; ES-BA-Ao 4 4.-5. Sem. (6 CP)
Das Hurritische ist – nach dem Sumerischen,
Akkadischen und Hethitischen – die im Hinblick auf die Textgenres
bestdokumentierte Sprache des Alten Orients. Seine Bedeutung mag man daran
ermessen, daß es aus einer Vielzahl von Fundorten des vorderasiatischen Raumes
überliefert ist. In der Altorientalischen Philologie ist die Erforschung
hurritischer Sprache und „Kultur“ namentlich deshalb von besonderer
Wichtigkeit, weil die Hurriter den Norden des „Fruchtbaren Halbmondes“ in
historischen Zeiten (ca. 2500-1000 v. Chr.) prägten und der
mesopotamisch-anatolische Kulturkontakt (großteils) über ihre Vermittlung
erfolgte. Daneben zeigt es sich, daß sie fremde Einflüsse in vielfältiger Weise
adaptierten.
Die Sprache weist eine – im Rahmen der
Altorientalischen Sprachen – außergewöhnliche Struktur auf, sieht man vom
verwandten Urartäischen ab. Es handelt sich um eine Ergativsprache (wie das
Sumerische); eine genauere typologische Entsprechung besteht allerdings wohl
nur zu der Aborigine-Sprache Dyirbal. Genetische Sprachverwandtschaften, die
die Erschließung des Hurritischen (bzw. Hurro-Urartäischen) erleichtern könnten
(bspw. zu Kaukasussprachen), sind nicht gesichert.
Trotz wichtiger Neufunde ist der sog. Mittani-Brief
nach wie vor das wichtigste Dokument; demgemäß steht das Mittani-Hurritische im
Mittelpunkt jeder Spracheinführung. Weder dieser Text noch irgendein anderer
können aber derzeit als vollständig erschlossen gelten. Für alle Sprachbereiche
– Phonetik, Morphologie, Syntax und Lexikon – bestehen noch erhebliche
Forschungslücken bzw. kontroverse Ansichten, die namentlich durch eine
insgesamt unzureichende und zudem sehr disparate Textüberlieferung bedingt
sind. Dies schlägt sich auch in der zur Verfügung stehenden Forschungsliteratur
nieder: Seit 1941 wurde keine umfassende Grammatik publiziert (diese, von E.A.
Speiser, wird dem heutigen Forschungsstand in keinster Weise mehr gerecht), ein
Wörterbuch existiert ebenso wenig wie sonstige Referenzwerke. Die erfolgreiche
Teilnahme setzt daher in besonderer Weise eine aktive Mit- und Nacharbeit
voraus. Die Einübung des Stoffes erfolgt außerdem anhand von Beispielen und
Hausaufgaben.
Unterrichtsmaterialien: werden kursbegleitend
ausgegeben.
Proseminare/Seminare
PD Dr. Thomas Richter
Mo 15.15-16.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 12.04.2010)
Diese Lektüreübung komplementiert das (Pro)Seminar
„Assyrische Bauinschriften und archäologischer Befund“ (s.o. zu Archäologie und
Kulturgeschichte des Vorderen Orients).
Assyrische Bauinschriften - bzw. assyrische
Inschriften insgesamt - gehören zu den wichtigsten Textquellen überhaupt des
Alten Orients, auch in forschungsgeschichtlicher Hinsicht: Sie bildeten,
vereinfachend ausgedrückt, das erste bekanntgewordene Großkorpus innerhalb der
Überlieferung des Akkadischen überhaupt (u.a. bedingt durch ihre Anbringung auf
Inschriftenträgern wie Reliefs, die seit ca. der Mitte des 19. Jh. n. Chr. in
den assyrischen Hauptstädten gefunden worden sind). Da die Texte, von
gelegentlichen Fällen abgesehen, in babylonischer Sprache abgefaßt worden sind,
bieten sie sich auch als Lektüre für diejenigen Studierenden an, die bisher
lediglich Babylonisch machten.
Unterrichtsmaterialien: Die ersten Texte werden als
Kopiervorlage ab ca. Mitte März im Sekretariat (Zi 5.553) oder beim Dozenten
(Zi 5.554) erhältlich sein.
PD Dr. Thomas Richter
Mo 8.00-9.30 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 12.04.2010)
Mod. Studiengänge: AOP-MAG-M1 1.-2. Sem.; AKVO-MAG-HF-M12
ab 1. Sem.; ES-BA-Ao 1 1.-2. Sem.; ES-BA-Ao 2 3. Sem.; ES-BA-Se1.1 1.-2. Sem.;
ES-BA-Se1.2 3. Sem. (3 CP)
Diese Veranstaltung bietet sich insbesondere für
Studierende im zweiten Semester an; Voraussetzung ist natürlich der
erfolgreiche Besuch einer „Einführung ins Akkadische“. Im Anschluß an eine
kurze Einführung werden größere, zusammenhängende Abschnitte des
Paragraphenwerkes (auch in Keilschrift) sowie von Teilen des Prologs und des
Epilogs gelesen werden. Diese Abschnitte sind im sog. Hymnisch-epischen
Dialekt gehalten, einer literarischen Sprachform, die - gegenüber den
Paragraphen - einige Besonderheiten aufweist. Dazu wird eingeführt werden. Es
werden nicht nur der Text der Stele, sondern auch die diversen
Tontafelabschriften, die von der altbabylonischen bis in die neubabylonische
Zeit datieren, behandelt werden sowie ggf. die Reste der übrigen Stelen.
Im Vordergrund steht die sprachliche Erschließung
des Textes. Im Rahmen von Kurzreferaten werden daneben andere, juristische und
kulturgeschichtliche Fragestellungen behandelt werden (Handout verpflichtend).
Unterrichtsmaterialien: Die ersten Texte werden
als Kopiervorlage ab ca. Mitte März im Sekretariat (Zi 5.553) oder beim
Dozenten (Zi 5.554) erhältlich sein.
PD Dr. Thomas Richter
Sumerische Lektüre:
Auszüge aus „Inanas Gang in die Unterwelt“
Mi 10-12 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 14.04.2010)
Die Erzählung Inanas Gang in die Unterwelt
kann als eine der bekanntesten und - bereits in alter Zeit - beliebtesten
„Dichtungen“ in sumerischer Sprache gelten. Zwar ist keine der zahlreichen
Tontafelabschriften vollständig; trotzdem kann der Text nahezu zur Gänze
rekonstruiert werden. Dabei ist es indes notwendig, die verschiedenen Textvertreter
heranzuziehen und ggf. abzugleichen.
Inanas Gang in die Unterwelt handelt vermutlich von dem
Wunsch der Göttin, ihren Machtbereich auf die Unterwelt, das Ressort ihrer
Schwester Ereškigala, auszudehnen ... und von ihrem Scheitern. Die Erzählung ist
relativ gut erschlossen, wenngleich keine aktuelle Bearbeitung vorliegt. Sie
gehört zu den leichteren Texten. Trotz ihrer ca. 400 Zeilen Umfang erscheint es
möglich, sie annähernd vollständig zu behandeln, da sie zahlreiche (wörtliche)
Wiederholungen aufweist, die nur kursorisch behandelt werden müssen. Im
Vordergrund steht die sprachliche Erschließung des Textes.
Unterrichtsmaterialien: Die ersten Textabschnitte
werden als Kopiervorlage ab ca. Mitte März im Sekretariat (Zi 5.553) oder beim
Dozenten (Zi 5.554) erhältlich sein.
Führungen im BzG
Wie finde ich die Bücher und Aufsätze, die ich fürs Studium brauche? Wo stehen die Bücher für mein Fach? Wie leihe ich Bücher aus? Welche Texte und Datenbanken kann ich online benutzen? Wo finde ich Hilfe bei Problemen?
All diese Fragen beantworten wir in unseren Führungen, zu denen wir Sie herzlich einladen.
Wann: Mittwoch, 03.05.10, 14.00 Uhr
Mittwoch, 26.05.10, 14.00 Uhr
Freitag, 25.06.10, 10.00 Uhr
Wo: Treffpunkt ist die Infotheke
Anmeldung: Bitte melden Sie sich vorher an der Infotheke im 3. Stock zu den Führungen an.
Wir bieten zum Online-Katalog, verschiedenen Datenbanken sowie zur Recherche von Zeitschriftenaufsätzen Schulungen an.
Termine für Gruppen (ab 3 Personen) können an den
Infotheken (Tel.: 798-32500 oder 798-32653) verabredet werden.
Themenangebot:
- Wie finde ich Zeitschriftenaufsätze?
- Geschichte online
- Theologisches und Philosophisches im Internet
-
Recherchieren für Linguisten
– "Bibliography of Linguistic Literature DataBase (BLLDB) etc."
- Germanistik: Literatursuche mit der „Bibliographie der deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft online“ (BDSL)
- Von Anglistik bis Skandinavistik – Literatursuche zu allen neueren Philologien aus Zeitschriften und Büchern von 1926 bis vor einem Monat mit der „MLA International Bibliography“
Öffnungszeiten der Bibliothek:
Öffnungszeiten während des Semesters:
Lesesäle Mo – Fr 8-22 Uhr
Sa 10-18 Uhr
Infotheken Mo – Fr 10-17 Uhr
Ausleihtheken Mo – Fr 9-17 Uhr
Do 9-19 Uhr
Öffnungszeiten in den Semesterferien:
Lesesäle Mo – Fr 8-20 Uhr
Infotheken Mo – Fr 11-15 Uhr
Ausleihtheken Mo – Fr 9-17 Uhr
Internetadresse: www.ub.uni-frankfurt.de/bzg/
Mailadresse: info@bzg.uni-frankfurt.de
Änderungen werden durch Aushänge und auf der Homepage bekanntgegeben.