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Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis

 

INSTITUT FÜR ARCHÄOLOGISCHE WISSENSCHAFTEN

 

 

 

Sommersemester 2012

 

(10.04.2012 – 13.07.2012)

 

 

 

Abt. I:   Vorderasiatische und Klassische Archäologie.....................................................  2

              Studiengang Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients..............  3

  Studiengang Klassische Archäologie...................................................................  10

  BZG-Führungen...................................................................................................  19

 


 


Abt. I:

Vorderasiatische und Klassische Archäologie

Grüneburgplatz 1, Fach 146, 60626 Frankfurt am Main Telefon: (069) 798–32313

Telefax: (069) 798–32314    E-mail: arch.institut@uni-frankfurt.de

 

 

 

Allgemeine Informationen

 

Institutsräume

Grüneburgplatz 1 – Querbau 5 (Q5) und Verbindungsbau 5 (V5) im 5. Stock

V5 Räume 5.551 bis 5.557; Q5 Räume 5.511 bis 5.519

Prof. Dr. J.-W. Meyer: Raum 5.555, Tel. 069/798 32317

Prof. Dr. W. Raeck: Raum 5.513, Tel. 069/798 32301

Sekretariat: Raum 5.553, Tel. 069/798 32313 (Mo-Do 8.30-12.30 Uhr)

 

Seminarraum 5.501

 

Bibliothek: Integriert in das Bibliothekszentrum für Geisteswissenschaften (BzG), Q6. Standort der Bücher: Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients 7. Stock,

Klassische Archäologie 6. Stock; Zeitschriften 7. Stock.

Frau Dr. Pekridou: Zimmer Q6, 4.615, Tel. 798 32490

 

Letzte Daten sind im Internet abrufbar:

http://www.univis.uni-frankfurt.de

http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb09/archwiss/vorderklass

 

Sprechzeiten

Prof. Dr. Jan-Waalke Meyer: n. Vereinb.

Prof. Dr. Wulf Raeck: Di 15-17 Uhr und n. Vereinb.

PD Dr. Thomas Richter: n. Vereinb.

Dr. Nadin Burkhardt: Di 14-16 Uhr und n. Vereinb.

Dr. Axel Filges: Do 14-15 Uhr und n. Vereinb.

Dr. Ursula Mandel: Mo 14-16 Uhr und n. Vereinb.

 

Kolloquien

Neue Archäologische Funde und Forschungen

für Hörer aller FB, Di 18 Uhr c.t., Grüneburgplatz 1, Haupteingang (Q3), EG, Raum 311

Termine s. Aushang

Die meist auswärtigen Gäste berichten über neue Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Vorderasiatischen und Klassischen Archäologie. An die Vorträge schließen sich Diskussionen an.

 

Kolloquium zur Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients:

Do 8-10 Uhr, Raum 5.501, Termine s. Aushang

Es dient der Diskussion ausgewählter Spezialthemen aus dem Arbeitsgebiet der Magistranden und Doktoranden.

 

Kolloquium für Hauptfachstudierende: Aktuelle archäologische Themen, Neuerscheinungen und laufende Arbeiten

Mo 18-20 Uhr c.t., Raum 5.501, Termine s. Aushang

In dieser Veranstaltung sollen in Arbeit befindliche Forschungen aus dem Kreis der Studierenden, Doktoranden und Mitarbeiter des Instituts, ggf. auch auswärtiger Vortragender, vorgestellt und diskutiert werden. Wenn die Zeit es erlaubt, werden außerdem wichtige Neuerscheinungen aus dem Fach besprochen. Ein thematischer Rah­men hierfür wird in der ersten Sitzung vereinbart.


Studiengang Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients

 

Allgemeines

 

Mit Ende des Sommersemesters 2011 werden die bisherigen modularisierten Magisterstudiengänge Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients (Haupt- und Nebenfach [AKVO]) sowie Altorientalische Philologie (Nebenfach [AOP]) eingestellt. An deren Stelle tritt für Neuimmatrikulierte der Bachelorstudiengang Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients (Haupt- und Nebenfach [AKVO]); die Altorientalische Philologie ist integraler Bestandteil davon. Das Lehrangebot für die Magisterstudiengänge wird weiterhin aufrecht erhalten, in den Kommentierten Vorlesungs­verzeichnissen (und mittelfristig auch in anderen Darstellungen) aber (voraussichtlich) nicht mehr separat dargestellt.

 

Zur gefälligen Beachtung:

1)      Alle Studierenden müssen verpflichtend an einer Studienberatung vor oder in der ersten Woche des 1. Fachsemesters bei Prof. Dr. J.-W. Meyer und PD Dr. Thomas Richter teilnehmen. Für Termine usw. wenden Sie sich zunächst an PD Dr. Thomas Richter (Zi. 554, Tel.: 069-79832315, Mail: Thomas.Richter@em.uni-frankfurt.de).

2)      Der dafür erhältliche Teilnahmeschein ist Voraussetzung für die Anmeldung bei der Philosophischen Promotionskommission, die bereits im Verlauf des 1. Semesters durchzuführen ist (andernfalls droht die Aberkennung von Studienleistungen etc.).

3)      Für die jeweiligen Voraussetzungen zur Teilnahme an Lehrveranstaltungen sowie Prüfungsleistungen und -formen konsultieren Sie bitte die Studienordnung oder -beratung.

4)      Grundsätzlich steht es der/dem Dozente/in frei, Hausarbeiten und/oder andere Formen von Leistungen zusätzlich zu den in der Studienordnung vorgeschriebenen zu verlangen.

 

 

Semestereröffnung Di 10.04.2012, 10.15-11 Uhr, Raum 5.555

Diese einmalige Veranstaltung richtet sich insbesondere an die Studierenden im 1. Fachsemester. Sie dient dazu, das Institut einschließlich der wesentlichen Abläufe (z. B. Diabestellung, Lage und Organisation der Bibliothek) sowie die Lehrenden kennen zu lernen. Darüber hinaus ist Gelegenheit für Fragen allgemeinerer Art, die über den Rahmen einer Studienberatung hinausgehen.

 

 

PropaedeutiK

Prof. Dr. Fleur Kemmers u. a.

Propaedeuticum Archaeologicum II

Mo 18-20 Uhr, EG 311 (Beginn: 16.04.2012)

AKVO-BA-HF-M1

Ziel des Propädeutikums (und des begleitenden Tutoriums, s. dort) ist es, Fragestellungen, Zielsetzungen, Arbeitstechniken und Methoden der archäologischen Wissenschaften, soweit sie am Institut für Archäologische Wissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität vertreten sind, und der Archäometrie kennen zu lernen. In den Veranstaltungen werden demzufolge die folgenden Haupt- und Nebenfachstudiengänge vorgestellt: Archäologie und Kulturgeschichte des Alten Orients; Archäologie und Geschichte der Römischen Provinzen; Archäologie von Münze, Geld und von Wirtschaft in der Antike; Archäometrie; Klassische Archäologie; Vor- und frühgeschichtliche Archäologie (s. Kommentierte Vorlesungsverzeichnisse der Abt. II und III).

 

N.N.

Tutorium zum „Propaedeuticum Archaeologicum II

Termine und Raum s. Aushang

AKVO-BA-HF-M1

Die das Propaedeuticum Archaeologicum (s. dort) begleitenden Tutorien vertiefen die dort dargestellten Inhalte, geben Anleitungen zu ersten wissenschaftlichen Arbeiten und führen in die fachspezifischen Hilfsmittel ein. Aus diesem Grund wird dringend empfohlen, das Modul in den ersten beiden Semestern zu belegen (Teil I jeweils im Wintersemester, Teil II jeweils im Sommersemester).

Vorlesungen

Prof. Dr. Jan-Waalke Meyer

Einführung in die Kulturgeschichte des Vorderen Orients IV

Mo 10-12 Uhr, EG 311 (Beginn: 16.04.2012)

AKVO-MAG-HF-M1b; AKVO-MAG-NF-M4b; AKVO-BA-HF-M5; AKVO-BA-NF-M4

Die Vorlesung bietet eine Darstellung der historischen Entwicklung in den Ländern des Alten Orients anhand der Hinterlassenschaften der materiellen Kultur und der Textzeugnisse. In diesem Semester folgt der vierte Teil des viersemestrigen Zyklus der Einführung, die eine Pflichtveranstaltung für alle Haupt- und Nebenfachstudierenden ist. Der zeitliche Rahmen reicht von den Mitanni bis hin zum Aufstieg des assyrischen Reiches und dem Ausklang der altorientalischen Kultur. Dargestellt wird in dieser Vorlesung vor allem der historische Ablauf, wie er aus den archäologischen Funden und den Schriftzeugnissen erkennbar ist. Die materielle Kultur wird wiederum im Rahmen einer begleitenden Übung bearbeitet.

Literatur: W. Orthmann, Der Alte Orient (PKG 14, Berlin 1975); H.J. Nissen, Geschichte Altvorderasiens (München 1999); P. Matthiae, Geschichte der Kunst im Alten Orient (Stuttgart 1999).

 

PD Dr. Thomas Richter

Das Akkadische in seiner Entwicklung

Mo 16.15-17.45 Uhr, Raum 0.457 (Beginn: 16.04.2012)

AKVO-MAG-NF-M2; AOP-MAG-M2; AKVO-BA-HF-M8; ES-BA-Ao1b

Die akkadische Sprache prägt insbesondere die schriftliche Überlieferung des 2. und 1. Jts. v. Chr. im Vorderen Orient, und zwar weit über Mesopotamien hinaus (Verkehrs- und Diplomatensprache). In dieser Veranstaltung, die in Teilen Übungscharakter haben wird, werden einerseits die wichtigsten Textgruppen, Fundorte und Archive/Bibliotheken behandelt werden; andererseits sollen – exemplarisch, da eine historische Grammatik des Akkadischen nicht vorliegt – die wichtigsten Veränderungen, die die Sprache durchlaufen hat, dargestellt werden. Übungscharakter erhält die Veranstaltung dadurch, dass – ebenfalls in exemplarischer Weise und aufbauend auf bearbeiteten Texten oder auszugebenden Umschriften und Übersetzungen – Urkundenformulare u. dgl. erarbeitet werden sollen; dabei wird ein gewisser Schwerpunkt auf der altbabylonischen Überlieferung liegen. Sprachkenntnisse im Akkadischen sind nützlich, aber nicht zwingend erforderlich.

Literatur: Liste wird in der ersten Veranstaltung ausgegeben werden.

 

PD Dr. Thomas Richter

Geschichte des Vorderen Orients im 1. Jt. v. Chr.

Di 14-16.00 Uhr, Raum 0.457 (Beginn: 10.04.2012)

AKVO-MAG-NF-M1/3; AKVO-BA-HF-M5; AKVO-BA-NF-M4; AOP-MAG-M2

Ergänzend zu der Veranstaltung „Einführung in die Kulturgeschichte des Vorderen Orients IV“ wird in dieser Vorlesung die politisch-historische Entwicklung des Alten Orients in größerer Breite und Tiefe dargestellt werden. Unter allen historischen Perioden ist die erste Hälfte des 1. Jts. v. Chr. zweifellos diejenige, die – dank einer Vielzahl von Quellen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher Genres – am besten bekannt ist. Eine Reihe sich dabei zeigender Entwicklungen wird voraussichtlich nur in der begleitenden Übung thematisiert werden können. Der zeitliche Rahmen von Vorlesung und Übung reicht etwa vom 11. Jh. v. Chr. – dem Beginn des „Dunklen Zeitalters“ – bis zum Ende einer „Eigenstaatlichkeit“ Mesopotamiens durch die Eroberung des Königreiches Babylon durch die Perser im Jahre 539 v. Chr.; der geographische Rahmen umfasst vornehmlich die heutigen Länder Iran, Irak, Syrien, Libanon, Israel/Palästina und die Türkei. Für Studierende des Bachelorstudiengangs Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients ist die gleichzeitige Teilnahme an einer Übung verbindlich (s. dort).

Literatur: Wird in der ersten Veranstaltung ausgegeben werden.

 

 

Übungen

Prof. Dr. Jan-Waalke Meyer

Übung zur Vorlesung „Einführung in die Kulturgeschichte des Vorderen Orients IV“

Mo 12.15-13 Uhr, Raum 0.457 (Beginn: 16.04.2012)

AKVO-MAG-HF-M1b; AKVO-MAG-NF-M4b; AKVO-BA-HF-M5; AKVO-BA-NF-M4

Diese Übung dient als Vertiefung der in der Vorlesung behandelten Fragen; sie kann nur zusammen mit dieser besucht werden und ist gleichermaßen eine Pflichtveranstaltung für die Studierenden aller Studiengänge. Es werden ausführlich die maßgeblichen Funde aus allen Bereichen der materiellen Kultur der betreffenden Perioden vorgestellt und in einen regionalen bzw. überregionalen Kontext gestellt. Darüber hinaus sollen Besonderheiten der jeweiligen kulturellen Entwicklung herausgearbeitet werden.

Prof. Dr. Jan-Waalke Meyer / PD Dr. Thomas Richter

Vorbereitung einer Exkursion in den Iran

Blockveranstaltung (Termine s. Aushang, voraussichtlich 16.-20. Juli 2012)

AKVO-MAG-HF-M9; AKVO-BA-HF-M14.2

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt (Januar 2012) gibt es Planungen zur Durchführung einer mehrwöchigen Exkursion in die Islamische Republik Iran im September/Oktober. Falls sie zustande kommt, wird zu Beginn der vorlesungsfreien Zeit, voraussichtlich in der ersten Woche, eine vorbereitende Übung stattfinden. Beachten Sie die Aushänge.

 

PD Dr. Thomas Richter

Einführung in das Sumerische

n.V., Raum 5.554, (Beginn: s. Aushang)

AOP-MAG-M5; AKVO-BA-HF-M15.4; ES-BA-Ao2

Das Sumerische ist, neben dem Akkadischen, die am besten dokumentierte Sprache des altorientalischen Kulturkreises; die Zahl der veröffentlichten Texte dürfte derzeit bei ca. 50000 liegen. Seine Bedeutung ergibt sich allerdings nicht nur daraus, sondern auch durch die große Diversität der Textgattungen: Neben Verwaltungsurkunden, die den Hauptteil der Überlieferung ausmachen, gibt es eine größere Zahl von Rechtsurkunden, Briefen und Inschriften sowie, vor allem, literarischer Texte unterschiedlichster Genres (Hymnen, Gebete, Rituale, Epen, Mythen usw.). Das Sumerische prägt insbesondere die Textüberlieferung des 3. Jts. v. Chr. und ist unerlässlich, um einen Zugang zu diesen Kulturen zu erhalten. Auch nach dem „Aussterben“ des Sumerischen als gesprochene Sprache, das üblicherweise in die Zeit um 2000 v. Chr. datiert wird, blieb es aber – in unterschiedlichem Ausmaß und unterschiedlich lange – als Sprache der Verwaltung, Literatur und Religion bzw. Ritualistik noch in Gebrauch.

Dieses „Spätsumerisch“ wird hier allerdings nicht behandelt werden. Im Mittelpunkt steht vielmehr das „Klassische Sumerisch“ der Zeit des Gudea von Lagaš (um 2120 v. Chr.) und der III. Dynastie von Ur (ca. 2112-2004 v. Chr.), wie es sich vor allem in Inschriften darstellt.

Das Sumerische, das übrigens in typologischer Hinsicht völlig von allen anderen altorientalischen Sprachen abweicht, bietet noch eine Reihe von Schwierigkeiten; das betrifft alle Sprachbereiche (Phonetik, Lexikon, Morphologie, Syntax). Dies spiegelt sich in gewisser Weise darin wieder, dass es bis heute nur wenige brauchbare Grammatiken und kein Wörterbuch gibt, das den Wörterbüchern des Akkadischen vergleichbar wäre.

Literatur: Liste wird in der ersten Veranstaltung ausgegeben werden.

 

PD Dr. Thomas Richter

Übungen zur Vorlesung „Geschichte des Vorderen Orients im 1. Jt. v. Chr.“

Mo 13.00-13.45 Uhr, Raum 0.457 (Beginn: 16.04.2012)

AKVO-BA-HF-M5; AKVO-BA-NF-M4

Begleitend zu der „Geschichte des Vorderen Orients im 1. Jt. v. Chr.“ werden in dieser Veranstaltung Einzel­fragen behandelt werden, die in der Vorlesung nicht oder nicht in gebührender Ausführlichkeit dargestellt werden können. Grundlage dafür sind Referate von jeweils ca. 20-25 Minuten Dauer (d. h. ein Referat pro Termin). Je nach Teilnehmerzahl/Zahl der Referate müssen Zusatztermine vereinbart werden, die voraussichtlich in der vorlesungsfreien Zeit liegen werden. Die Bereitschaft zur Teilnahme daran wird generell vorausgesetzt. Für Studierende des Bachelorstudiengangs Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients ist die gleichzeitige Teilnahme an der Vorlesung verbindlich (s. dort); für andere Studiengänge ist die Übung nicht anrechenbar.

Literatur: Liste wird in der ersten Veranstaltung ausgegeben werden.

 

Anne Binder M.A.

Einführung in das Syrisch-Arabische II

Fr 12-13.30 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 13.04.2012)

AKVO-MAG-HF-M5; AKVO-BA-HF-M6

Einführung in den syrischen Dialekt des Arabischen zur Vorbereitung einer Teilnahme an Orient-Grabungen. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Hörverstehen und einer aktiven Sprachbeherrschung.

 

 


Proseminare

Dr. Christian Falb

Einführung in die Kunst des Alten Orients

Mi 12-14 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 11.04.2012)

AKVO-MAG-NF-M3; AKVO-BA-HF-M5; AKVO-BA-NF-M4

In der Veranstaltung werden die in der Vorderasiatischen Archäologie maßgeblichen Hauptfundgattungen des Zeitraums von der Uruk-Zeit (Ende 4. Jt. v. Chr.) bis zur Achämenidischen Zeit (5./4. Jh. v. Chr.) behandelt. Ziel ist hierbei die Vermittlung eines Grundverständnisses altorientalischer Kunst in ihrer Entwicklung als Basis für die kunstgeschichtlichen Aspekte des Studiums. Zur Erlangung eines Studiennachweises oder einer Prüfungs­leistung sollen die Teilnehmer/innen jeweils eine der Fundgattungen Rundbild, Flachbild, Glyptik und Terrakotten sowie ggf. Keramik für einen Zeitabschnitt in ihrer Ausprägung darstellen. Eine Note ergibt sich aus der Präsentation des entsprechenden Themas im Referat sowie einer schriftlichen Ausarbeitung. Je nach Anzahl der Interessenten können Themenbereiche auch auf mehrere Referenten aufgeteilt werden. Die Vergabe der Referatsthemen erfolgt in der ersten Sitzung.

 

Angela Koppel M.A.

Islamischer Baudekor unter den Umayyaden und Abbasiden (7.-10. Jh.)

Do 12-14 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 12.04.2012)

AKVO-MAG-HF-M3; AKVO-MAG-HF-M11; AKVO-MAG-NF-M2; AKVO-BA-HF-M6; AKVO-BA-HF-M15.2; AKVO-BA-NF-M6.2

In diesem Seminar wollen wir den Dekor verschiedener Gebäudetypen (Moschee, Palast, Wohnhaus) behandeln. Zeitlich beschränken wir uns dabei auf die ersten beiden islamischen Dynastien der Umayyaden und Abbasiden. Aber nicht nur der direkt unter ihrer Herrschaft entstandene Baudekor soll besprochen werden, sondern auch solcher, der sich in ihrem erweiterten Einflussbereich entwickelte. Damit reicht das betreffende Gebiet von Spanien und Nordafrika bis in den Iran.

Während unter den Umayyaden der Baudekor noch wenig einheitlich war und sich stark an der antiken und byzantinischen Kunst orientierte, entstand unter den Abbasiden ein eigener, islamischer Stil. Die Entwicklung und Verfestigung dieser neuen Formensprache sowie ihre Verbreitung sollen dargestellt werden.

Literatur: R. Ettinghausen/O. Grabar: The Art and Architecture of Islam 650-1250 (New Haven-London 1987); H.G. Franz: Von Baghdad bis Córdoba (Graz 1984); ders.: Palast, Moschee und Wüstenschloß (Graz 1984); O. Grabar: Die Entstehung der islamischen Kunst (Köln 1977); M. Hattstein/P. Delius (Hrsg.): Islam. Kunst und Architektur (Köln 2000); R. Hillenbrand: Kunst und Architektur des Islam (Tübingen 2005); ders.: Islamic Architecture. Form, Function & Meaning (Edinburgh 1994); G. Michell (Hrsg.): Architecture of the Islamic World (London 1978); J. Sourdel-Thomine/B. Spuler (Hrsg.): Kunst des Islam (Berlin 1973)

 

 

Proseminare / SeminarE

Prof. Dr. Jan-Waalke Meyer

Bilder und Bildprogramme

Mo 14-16 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 16.04.2012)

AKVO-MAG-HF-M4/7; AKVO-MAG-NF-M3

Zu den forschungsgeschichtlich frühesten und wichtigsten Funden aus dem Alten Orient gehören die assyrischen Palastreliefs. Zweifellos stellen sie das größte Erbe dar, das die altorientalischen Kulturen unserer Welt hinterlassen haben. Sie bilden nicht nur den Dekor der Wände assyrischer Paläste, sondern stellen zugleich ein Abbild des Selbstverständnisses assyrischer Könige und deren Politik dar. Die umfangreichen Bildzyklen sind inzwischen so gut bekannt, dass sie kritisch bewertet werden können, und die festen Verbindungen im Bereich der Kunst mit den Verwaltungsorganisationen erlauben es außerdem, eine Reihe von wichtigen Elementen für die Kunstgeschichte zu rekonstruieren.

Vergleichend dazu befasst sich das Seminar mit der späthethitischen Reliefkunst. Während die zeitliche Abgrenzung des Begriffs „späthethitisch“ wenig Schwierigkeiten bereitet (ab etwa 1200), ist die geographische Abgrenzung deutlich problematischer. Anhand von stilistischen Untersuchungen soll versucht werden, diese Grenzen deutlicher zufassen. Anhand einer typengeschichtlichen Untersuchung der Darstellungen soll einerseits der jeweilige Anteil der hethitischen, syrischen und nordmesopotamischen Kunst des 2. Jts. v. Chr. an der Ausbildung des Repertoires der späthethitischen Kunst definiert werden; dabei spielen die Neufunde von der Zitadelle in Aleppo sowie die gerade erschienene Publikation der Reliefs aus Karatepe eine wichtige Rolle. Andererseits sollen die Bildinhalte der späthethitischen Kunst und deren Bedeutung mit denen der neu­assyrischen Herrscher verglichen werden.

Literatur: P. Matthiae, Geschichte der Kunst im Alten Orient. Die Großreiche der Assyrer, Neubabylonier und Achämeniden (Stuttgart 1999 [mit weiterführender Literatur zu den einzelnen Themenbereichen]); W. Orth­mann, Untersuchungen zur späthethitischen Kunst (SBA 8, Bonn 1971 [mit weiterer Literatur]); D. Bonatz, Das syro-hethitische Grabdenkmal. Untersuchungen zur Entstehung einer neuen Bildgattung in der Eisenzeit im nordsyrisch-südostanatolischen Raum (Mainz 2000)

 

Prof. Dr. Jan-Waalke Meyer

Hethiterzeitliches Anatolien

Di 12-14 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 10.04.2012)

AKVO-MAG-HF-M2/6; AKVO-MAG-NF-M1; AKVO-BA-HF-M7; AKVO-BA-HF-M15.1; AKVO-BA-NF-M6.1

Seit der Mitte des 3. Jts. v. Chr. gelangten von Norden her entweder über die Dardanellen oder über den Kaukasus indoeuropäische Stämme nach Anatolien: die späteren Hethiter, Luwier und Palaer – der anatolische Sprachzweig des Indoeuropäischen hat sich erst in Anatolien zu Hethitisch, Luwisch und Palaisch auseinander entwickelt. Etwa zur gleichen Zeit dringen die Hurriter aus den Gegenden zwischen Tigris und Vansee in den Nordosten Mesopotamiens ein. Es entstehen auf der Basis reicher Metallvorkommen, die für alle Nachbarn von großem Interesse waren, die ersten wohl schon städtischen Zentren. Ab dem 2. Jt. v. Chr. etabliert sich das Reich der Hethiter in Anatolien als großer Widerpart der mesopotamischen Kulturen.

In dieser Veranstaltung sollen einerseits die inzwischen recht zahlreichen Belege für die hethitische Baukunst behandelt werden; anderseits soll, anhand von Reliefs, Plastik, Kleinkunst und Glyptik ein Überblick über die materielle Kultur im anatolischen Hochland bis zum Ende des hethitischen Großreichs erworben werden.

Literatur: E. Akurgal, Die Kunst der Hethiter (1961); H. Klengel, Geschichte des hethitischen Reiches (Leiden/ Boston 1999 [Handbuch der Orientalistik I/34]); A. Schachner, Hattuscha. Auf den Spuren nach dem sagen­haften Großreich der Hethiter (München 2011); Katalog Ausstellung Bonn: Die Hethiter und ihr Reich (2002)

 

Prof. Dr. Jan-Waalke Meyer

Malerei

Do 10-12 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 12.04.2012)

AKVO-MAG-HF-M3/6/7; AKVO-MAG-NF-M2; AKVO-BA-HF-M7; AKVO-BA-NF-M6.2

In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Belege für Werke der Malkunst so sehr verdichtet, dass es jetzt möglich ist, ihre Geschichte vom präkeramischen Neolithikum bis zum Ende der altorientalischen Kulturen zu rekonstruieren. Einen Schwerpunkt des Seminars bilden die Beispiele der Wandmalerei, die im Wesentlichen aus Palast- und Tempelanlagen stammen. Neben den verwendeten Bildmotiven sollen auch die unterschiedlichen Techniken angesprochen werden. Grundsätzlich geht es jedoch um einen Versuch, die Bildwerke in ihrem ursprünglichen gesellschaftlichen Kontext zu betrachten.

Einen zweiten Schwerpunkt bilden die Beispiele des Keramik- und Emailledekors. Während die Gefäßmalerei nach einer zunächst etwas intensiveren Verwendung im Neolithikum und Chalkolithikum (Halaf/Ubaid-Zeit) nur noch gelegentlich auftritt (u. a. Ninive-5/Karababa, Scarlett Ware, Nuzi), setzt ab Mitte des 2. Jts. v. Chr. die Verzierung von Gefäßen (u. a. Assur) und Wänden (u. a. Kar Tukulti-Ninurta, Babylon) mit Emaillefarben ein. Auch in diesem Zusammenhang sollen die jeweils verwendeten Motive behandelt werden. Darüber hinaus wird aber auch die Frage nach einer möglichen Verbindung der Bildthemen aller hier angesprochenen Gruppen der Malerei sowie deren Funktion im Rahmen gesellschaftlicher Prozesse gestellt.

Literatur: A. Moortgat, Alt-Vorderasiatische Malerei (Berlin 1959); A. Nunn, Die Wandmalerei und der glasierte Wandschmuck im alten Orient (Handbuch der Orientalistik : Abt. 7, Kunst und Archäologie: Bd. 1, Der alte Vordere Orient: Abschn. 2, Die Denkmäler: B, Vorderasien: Lfg. 6, Leiden 1988); A. Berlejung, Die Theologie der Bilder. Herstellung und Einweihung von Kultbildern in Mesopotamien und die alttestamentliche Bilderpolemik (OBO 162, Fribourg/Göttingen 1998); H. Belting, Bild und Kult. Eine Geschichte des Bildes vor dem Zeitalter der Kunst (München 1990)

 

PD Dr. Thomas Richter

Akkadische Lektüre für Anfänger: Das altbabylonische Gilgameš-Epos

Mo 8.00-9.30 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 16.04.2012)

AOP-MAG-M1; AKVO-MAG-HF-M12; AKVO-BA-HF-M8; ES-BA-Ao 1b

Aus der altbabylonischen Zeit sind die ersten akkadischsprachigen Texte des später zu einer umfangreichen Dichtung ausgebauten Gilgameš-Epos bekannt. Es handelt sich dabei um Einzeltexte,  die die Stringenz der späteren Version nicht aufzuweisen scheinen; gleichwohl sind mehrere der „großen Themen“ bereits klar erkennbar bzw. belegt, u.a. das Aufeinandertreffen von Gilgameš und Enkidu, das Motiv der Lebenssuche usw. In der ersten Sitzung wird ein Überblick über die sumerisch- und anderssprachigen Gilgameš-Erzählungen gegeben werden. In den anschließenden Sitzungen steht das Textverständnis der altbabylonisch-akkadischen Texte im Mittelpunkt der Veranstaltung, die zu etwa gleichen Teilen anhand von auszugebenden Umschriften und anhand von Autographien von Keilschrifttexten durchgeführt werden wird.

Die Veranstaltung ist vor allem als erste, vergleichsweise einfache Lektüreübung für solche Studierenden gedacht, die noch über wenig Erfahrung im Umgang mit akkadischen Texten verfügen. Eine Liste mit Umschriften der ersten Texte wird ab ca. Mitte März beim Dozenten erhältlich sein.

Literatur: Liste wird zu Beginn der Vorlesungszeit ausgegeben werden.

 

PD Dr. Thomas Richter

Akkadische Lektüre für Fortgeschrittene: Die Inschrift des Agum-kakrime und weitere Texte zu „Kult und Religion“ vom Ende des 2. Jts. v. Chr.

Do 8-9.30 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 12.04.2012)

AOP-MAG-M4; ES-BA-Ao4/5

Die Inschrift des Agum-kakrime, bei dem es sich um einen der ersten „Kassitenkönige“ handeln könnte, ist nur aus zwei Textvertretern, deren einer sehr fragmentarisch ist, aus der Bibliothek des neuassyrischen Königs Assurbanipal (668-627) bekannt. Obwohl sie in Teilen der Forschung als apokryph gilt bzw. ihre Authentizität nicht bestätigt werden kann – ebenso wenig wohl wie die Existenz des Herrschers –, gibt sie faszinierende Einblicke in Fragen der Geschichte, der Religion und des Kultes. Darüber hinaus ist sie für die Frage nach der Bedeutung sogenannter Mischwesen, wie sie auch in der darstellenden Kunst des Alten Orients auftreten, von grundlegender Wichtigkeit. Hintergrund bzw. Ausgangspunkt des Berichtes ist die Rückführung der Statue des Gottes Marduk nach ihrer Verschleppung durch den hethitischen Großkönig Muršili I. am Ende der altbabylonischen Zeit (1595 v. Chr. nach Mittlerer Chronologie). Ähnliche, aber im Detail natürlich anders gelagerte Überlegungen können anhand anderer, zweifellos authentischer Texte aus dem späten 2. Jt. v. Chr. gestellt werden, die gleichfalls – ggf. ausschnittsweise – betrachtet werden sollen. – Eine Umschrift der Agum-kakrime-Inschrift ist ab ca. Mitte März beim Dozenten erhältlich.

Literatur: Liste wird in der ersten Veranstaltung ausgegeben werden.

 

PD Dr. Thomas Richter

Sumerische Lektüre: Auszüge aus der Dichtung „Fluch über Akkade“

Di 8-9.30 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 10.04.2012)

AOP-MAG-M5; ES-BA-Ao4/5

Der „Fluch über Akkade“, der – in kurzen Worten – eine Ätiologie für den Untergang des altakkadischen Großreiches aufgrund der Hybris des Narām-Sîn darstellt, gehört zu den umfangreichsten Erzählungen/ Dichtungen in sumerischer Sprache; er ist durch eine Reihe von Textzeugnissen insbesondere aus dem altbabylonischen Nippur überliefert. Es wird nicht möglich sein, den Text in toto zu bearbeiten, so dass längere Abschnitte nur in Übersetzung (und eher kursorisch) behandelt werden können. Im Vordergrund steht das sprachliche Verständnis. Der historische Hintergrund und andere Fragen können/sollen auch durch Referate abgedeckt werden. – Eine Umschrift der ersten zu behandelnden Textabschnitte wird ab ca. Mitte März beim Dozenten erhältlich sein.

Literatur: Liste wird in der ersten Veranstaltung ausgegeben werden.

 

 

seminar

PD Dr. Thomas Richter

Hurritische Lektüre: Probleme der (alt)hurritischen Grammatik

n.V., Raum 5.554 (Beginn: s. Aushang)

AOP-MAG-M5

Nachdem in den letzten Semestern die Textlektüre und eine eher oberflächliche Erschließung hurritischer Texte und Textabschnitte im Mittelpunkt mehrerer Veranstaltungen standen, sollen in „Probleme der (alt)hurritischen Grammatik“ Einzelfragen behandelt werden. Voraussichtlich werden wir uns dabei gezielt mit offenen Fragen aus dem Bereich der Morphologie – insbesondere Verbalmorphologie – befassen. Trotz mancher offener, grundsätzlicher Fragen zur Zuverlässigkeit der Übersetzung usw. wird uns dabei die Bilingue „Freilassung“ als Ausgangspunkt dienen müssen.

Allerdings kann das Seminar nur sinnvoll durchgeführt werden, wenn die Teilnehmer/innen bereit sind, die Forschungsliteratur in größerer Breite und Tiefe wahrzunehmen bzw. durchzuarbeiten. Eine entsprechende Literaturliste sowie ein hurritisches Wörterverzeichnis und ein Glossar werden voraussichtlich ab ca. Mitte März beim Dozenten erhältlich sein. Angesichts einer zu vermutenden, anderweitig verursachten Terminhäufung im SoSe 2012 wird terminliche Flexibilität vorausgesetzt; eine teilweise Verschiebung des Kurses in die vorlesungsfreie Zeit (Juli 2012) erscheint möglich.

 


KOLLOQUIUM

Prof. Dr. Jan-Waalke Meyer / PD Dr. Thomas Richter

Kolloquium für Hauptfachstudierende zur Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients

Do 8-10 Uhr, Raum 5.501, Termine s. Aushang

AKVO-MAG-HF-M8

Vorstellung laufender oder kürzlich abgeschlossener Magister- und Promotionsarbeiten. Der Besuch der Veranstaltung durch alle an der Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients Interessierten wird erwartet.

 

 

Exkursionen

Prof. Dr. Jan-Waalke Meyer / PD Dr. Thomas Richter

Exkursion in den Iran

(voraussichtlich September/Oktober 2012)

AKVO-MAG-HF-M9; AKVO-BA-HF-M14.2

s. Bemerkung zur Übung

 

Prof. Dr. Jan-Waalke Meyer / PD Dr. Thomas Richter

Kurzexkursionen

AKVO-MAG-HF-M9; AKVO-BA-HF-M14.2/14.3; AKVO-BA-NF-M5

Eintagesexkursionen zu Museen oder Ausstellungen vor allem der näheren Umgebung, s. Aushang.

 

 

Grabung

Prof. Dr. Jan-Waalke Meyer

Orientgrabung

Termin/Beginn: s. Aushang

Mod. Studiengänge: AKVO-MAG-HF-M10; AKVO-BA-HF-M14.4

Die Teilnahme an einer Grabung im Vorderen Orient ist für alle Hauptfachstudierende verpflichtend. Bei Interesse und für genauere Informationen wenden Sie sich an den Dozenten.

 

 

 


Studiengang Klassische Archäologie

 

Vorbemerkungen

 

-              Vorlesungen sind unverzichtbare Instrumente der Orientierung im Fach. Die in ihnen behandelten Themen werden in Zukunft verstärkt bei der Auswahl von Prüfungsstoffen berücksichtigt.

 

-              Der Besuch der Vorträge im Rahmen des Kolloquiums „Neue archäologische Funde und Forschungen“ sollte für Hauptfachstudierende selbstverständlich sein. Hier besteht oft die Gelegenheit, Themen und Methoden kennenzulernen, die im Rahmen des Studiums nicht oder nur am Rande zur Sprache kommen, und auswärtige Vortragende persönlich kennenzulernen.

 

-              Bachelorstudiengang: Mit Ende des Sommersemesters 2011/2012 wird der bisherige modularisierte Magisterstudiengang Klassische Archäologie für Studienanfänger eingestellt. An dessen Stelle tritt für Neuimmatrikulierte der Bachelorstudiengang Klassische Archäologie. Das Lehrangebot für die Magisterstudiengänge wird weiterhin aufrecht erhalten

 

 

Semestereinführung für Studienanfänger Klassische Archäologie:

Studierende der Klassischen Archäologie (‚Institutsgruppe‘, stud. Hilfskräfte)

Mi 18. April 2012, 12.00 Uhr, Raum 5.551

Ziel der Veranstaltung ist es, dem Studienanfänger einen ersten Einblick in die Gegebenheiten des Instituts und des Studiums zu geben. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt.

 

 

Obligatorische Studienberatung möglichst vor Semesterbeginn oder in der ersten Vorlesungswoche: Alle Studienanfänger müssen zu Beginn des Grundstudiums eine Studien­beratung in Anspruch nehmen und sich bescheinigen lassen (bei Dr. Burkhardt, Dr. Filges oder Dr. Mandel); das Gleiche gilt zu Beginn des Hauptstudiums.

 

 

 

B.A.-Studiengang

 

PropaedeutiK

Prof. Dr. Fleur Kemmers u. a.

Propaedeuticum Archaeologicum II

Mo 18-20 Uhr, EG 311 (Beginn: 16.04.2012)

B.A.: Einführungsmodul KLA-BA-HF-M1

Ziel des Propädeutikums (und des begleitenden Tutoriums, s. dort) ist es, Fragestellungen, Zielsetzungen, Arbeitstechniken und Methoden der archäologischen Wissenschaften, soweit sie am Institut für Archäologische Wissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität vertreten sind, und der Archäometrie kennen zu lernen. In den Veranstaltungen werden demzufolge die folgenden Haupt- und Nebenfachstudiengänge vorgestellt:  Archäologie und Kulturgeschichte des Alten Orients; Archäologie und Geschichte der Römischen Provinzen; Archäologie von Münze, Geld und von Wirtschaft in der Antike; Archäometrie; Klassische Archäologie; Vor- und frühgeschichtliche Archäologie (s. Kommentierte Vorlesungsverzeichnisse der Abt. II und III).

 

N.N.

Tutorium zum „Propaedeuticum Archaeologicum II

Termine und Raum s. Aushang

B.A.: Einführungsmodul KLA-BA-HF-M1

Die das Propaedeuticum Archaeologicum (s. dort) begleitenden Tutorien vertiefen die dort dargestellten Inhalte, geben Anleitungen zu ersten wissenschaftlichen Arbeiten und führen in die fachspezifischen Hilfsmittel ein. Aus diesem Grund wird dringend empfohlen, das Modul in den ersten beiden Semestern zu belegen (Teil I jeweils im Wintersemester, Teil II jeweils im Sommersemester).

Vorlesung

Prof. Dr. Wulf Raeck

Die augusteische Epoche in archäologischer Perspektive

Mi 10-12 Uhr, Raum 311 (Beginn: 18.04.2012)

B.A.: Grundlagen III. Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Themen aus der Lebens- und Regierungszeit des Augustus (63 v. Chr. – 14 n. Chr.) sind immer wieder und auch in den letzten Jahren Gegenstand archäologischer Seminare gewesen. Diese können aber immer nur einen kleinen Ausschnitt aus der Gesamtproblematik behandeln; der Kontext, aus dem heraus die einzelnen Denkmäler und Themen verständlich werden, ist allenfalls skizzenhaft deutlich. In der Vorlesung sollen nun die wichtigsten archäologischen Fragen im historischen und kulturellen Gesamtkontext beschrieben und der jeweilige Forschungsstand skizziert werden. Die Kernfragen, die über die augusteische Epoche hinaus von exemplarischer Bedeutung sind, gelten z. B. der Funktion von Kunst als Träger politischer Aussagen, der Kunst als Gegenstand obrigkeitlicher Reglementierung und in diesem Zusammenhang besonders dem vielzitierten augusteischen Klassizismus. Dabei stehen solche Bereiche im Vordergrund, die zum Gegenstand der in diesem Semester anste­henden Lehrmodule gehören, d. h. topographische und architektonische Themen sowie Malerei und Reliefs aller Formate.

Die Vorlesung gehört zum Gegenstand der Modulabschlussprüfungen. Zur Vorbereitung wird wieder eine Zu­sammenfassung auf der Lehrplattform OLAT eingestellt.

Einführende Literatur: P. Zanker, Augustus und die Macht der Bilder (München 1987); H. von Hesberg, Römische Archäologie und Kunstgeschichte 1.8 Augustus, in: F. Graf (Hrsg.), Einleitung in die lateinische Philologie (Stuttgart 1997) 621-626. – Zusammenfassend zur politischen Geschichte: F. Bernstein, Der Anfang: Das vermeintliche Kaisertum des Augustus, in: H. Leppin u. a. (Hrsg.), Kaisertum im ersten Jahrtausend (Regensburg 2011) 17-54.

 

 

Proseminare

Dr. Nadin Burkhardt

Topographie Nordgriechenlands

Mi 14.15-15.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 11.04.2012)

B.A.: Grundlagen III. Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Das Wissen um die Lage und das Aussehen antiker Ortschaften sowie um ihre Entwicklung und Vernetzung innerhalb einer Region gehört zu den für Archäologen wichtigen Orts- und Denkmälerkenntnissen. Mit dem hier ausgewählten Bereich wird ein wichtiger Teil des antiken Griechenland ins Auge gefasst.

Zu den frühesten wichtigen Fundorten gehören die neolithischen Siedlungen Sesklo und Dimini nahe Volos, aus mykenischer Zeit stammen die Überreste bei Iolkos, und für die archaische und klassische Zeit liefern die Insel Thasos, Dodona und die Chalkidiki mit Olynth und Stagiros reiche Funde. In Olynth können wir uns zudem mit dem Phänomen der geplanten Stadterweiterung beschäftigen. Im 4. und 3. Jh. v. Chr. prägen vor allem die Residenzen des makedonischen Königshauses und der Nachfolger Alexanders, der Diadochen, die Städtelandschaft Makedoniens und Thessaliens wie in Aiani, Aigai/Edessa, Florina, Beroia, Pella, Thessaloniki und Demetrias. In römischer Zeit führt eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen, die Via Egnatia durchs Land, quer durch Epirus, Makedonien und Thrakien. Die an ihr gelegenen Orte erleben eine neue Blüte, vor allem in der Spätantike: Edessa, Thessaloniki, Amphipolis und Philippi.

Wir werden in den Sitzungen nicht Ort für Ort behandeln, sondern chronologisch vorgehen. So können wir uns zum einen die Entwicklung Nordgriechenlands erarbeiten und zum anderen zugleich jeweils zeittypische Bauten wie klassische Theater, hellenistische Peristylhäuser oder Festungen, römische Ehrenbögen und Palastanlagen und frühchristliche Basiliken kennenlernen.

Teilnahmebedingung: Studienberatung, Einführungsmodul

Studienleistungen: regelmäßige und aktive Teilnahme, eigenes Kurzreferat mit Präsentation, einmaliges Stundenprotokoll

Einführende Literatur: Chr. Mee – A. Spawforth, Greece: An Oxford Archaeological Guide (Oxford 2001); M. H. Hansen – Th. H. Nielsen (Hrsg.), An Inventory of Archaic and Classical Poleis (Oxford 2004); M. B. Sakellariou, Macedonia. 4000 Years of Greek History (Athen 1983); P. Valavanis (Hrsg.), Great Moments in Greek Archaeology (Athen 2007) 184-195. 256-271. 322-325.

F. Stählin, Das hellenische Thessalien (Stuttgart 1995); E. Winter, Stadtspuren. Zeugnisse zur Siedlungs­geschichte der Chalkidiki (Wiesbaden 2006).

 


Dr. Axel Filges

Antike Monumentalaltäre

Mo 10-12 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 16.04.2012)

B.A: Grundlagen III. Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Altäre als funktional und weniger typologisch definierte Bauform markieren die Zentren von Opferhandlungen und sind feste Bestandteile u. a. von Heiligtümern. In der Veranstaltung soll ein Überblick über die gebräuch­lichen Altarformen von der mykenischen Herdstelle im Megaron über geometrische Aschenaltäre bis zu den Altartischen in frühbyzantinischen Kirchen geboten werden. Schwerpunkt sind die architektonischen Prunkaltäre im griechischen Raum, deren Vorläufer seit dem 6. Jh. v. Chr. nachzuweisen sind (Samos, Ephesos, Kyrene), und die besonders in der hellenistischen Zeit (Syrakus, Magnesia, Pergamon, Priene) erstaunliche Ausmaße und skulpturale Dekorationselemente aufweisen konnten. Auch in der römischen Kultur waren Altäre seit dem 6./5. Jh. v. Chr. gebräuchlich (Ara Maxima Herculis); bedeutende mit Reliefs verzierte Anlagen sind etwa die Domitius-Ara und die Ara Pacis aus dem 1. Jh. v. Chr. Aus den östlichen Provinzstädten der Kaiserzeit (Milet, Ephesos, Hierapolis) sind ebenfalls zahlreiche Beispiele für Großaltäre erhalten.

Im Proseminar sollen in chronologischer Folge die wichtigen Altäre in ihrer Ausstattung und im baulichen Kon­text vorgestellt werden. Dies geschieht durch Gruppenreferate mit Bildpräsentationen und aktivierenden Fragen an das Plenum. Lernziele sind die Erweiterung der Denkmälerkenntnis, das Nachvollziehen von Veränderungs­prozessen in der baulichen Ausgestaltung von Heiligtümern sowie das Entwickeln von Fragen und Interpreta­tionen zu den übergeordneten Botschaften dieser Monumentgruppe.

Literatur: Der Neue Pauly 1 (Stuttgart, Weimar 1996) 550-555 s. v. Altar (Chr. Höcker – F. Prayon); C. G. Yavis, Greek Altars (Saint Louis/Mo. 1949); M. C. Şahin, Die Entwicklung der griechischen Monumental-Altäre (Bonn 1972).

 

Prof. Dr. Wulf Raeck

Römische öffentliche Bauten

Do 14-16 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 19.04.2012)

B.A.: Grundlagen III. Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Im Proseminar sollen zum einen die Typologie und Terminologie von Leitformen öffentlicher Architektur im römischen Reich (z. B. von Tempeln, Thermen oder Amphitheatern) vermittelt und ferner nach der Funktion der Bauten gefragt werden (was geschah in ihnen?).

Einführende Literatur: H. von Hesberg, Römische Baukunst (München 2005).

 

PD Dr. Eva Winter

Von Blüten und Blättern – Einführung in die antike Bauornamentik

Blockveranstaltung (Termine 20.4., 11.5., 25.5., 6.7. 2012)

B.A.: Grundlagen III. Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Architektonische Schmuckformen begegnen nicht nur in vielfältiger Weise an zahlreichen Gebäudetypen der Antike, sondern werden auch in anderen Objektgruppen, z. B. für Möbel und Gerät, eingesetzt. Aufgrund der extrem hohen Anzahl und weiten Verbreitung antiker Architekturdekoration eignet sich dieses Material besonders gut zur Untersuchung von relativen zeit- und regionalspezifischen Entwicklungen, von denen v. a. Rückschlüsse auf die Datierung des Ornamentträgers abgeleitet werden.

Im Blockseminar sollen deshalb die grundlegenden Möglichkeiten und Grenzen der form- und stilgeschicht­lichen Systematisierung an ausgewählten Beispielen erprobt werden. Ziel der Veranstaltung soll sein, den Teilnehmern einen Überblick im Umgang mit dieser wichtigen Materialgruppe zu vermitteln, die der Forschung als Ausgangspunkt für zahlreiche weiterführende kulturgeschichtliche Fragestellungen dient.

In den einzelnen Sitzungen der Blockveranstaltung werden die Themenkomplexe über Einzel- und Gruppen­referate mit anschließender Diskussion vorgestellt; in einer Klausur am Ende wird das gesamte Modul abgeprüft.

Literatur: S. Altekamp, Zur griechischen Architekturornamentik im 6. und 5. Jh. v. Chr. (Frankfurt am Main 1991); H. von Hesberg, Römische Baukunst (München 2005); F. Mattern, Gesims und Ornament. Zur stadt­römischen Architektur von der Republik bis Septimius Severus (Münster 2001); W. Müller-Wiener, Griechisches Bauwesen in der Antike (München 1988); F. Rumscheid, Untersuchungen zur kleinasiatischen Bauornamentik des Hellenismus (Mainz 1994), A. Schmidt-Colinet, Antike Architektur und Bauornamentik. Grundformen und Grundbegriffe (Wien 2004).

 

 


ÜBUNGEN

Dr. Axel Filges

Mit Pausanias durch Griechenland

Fr 8.30-10 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 20.04.2012)

B.A.: Grundlagen III. Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Die niedergeschriebenen Beobachtungen des Pausanias, der im 3. Viertel des 2. Jhs. n. Chr. die griechischen Landschaften bereiste, stellen noch heute eine wesentliche Informationsquelle für die Kenntnis und Rekonstruktion griechischer Städte, Heiligtümer und Monumente dar. Das Interesse des Pausanias an der Vergangenheit hilft, nicht nur unsere Kenntnisse des kaiserzeitlichen Griechenland zu vervollständigen, sondern mehr noch die früheren Zeiten mit ihren Denkmälern, Personen und religiös-kultischen Praktiken zu verstehen.

In der Übung werden Passagen der Beschreibung Griechenlands heute noch existenten antiken Monumenten gegenüber gestellt; dabei können sich Übereinstimmung oder Abweichungen ergeben. Am ertragreichsten ist der Text-Objekt-Vergleich sicher bei positiven Befunden. Hier soll im Einzelnen überprüft werden, mit welchen Worten und Mitteln der Autor Stellungnahme bezieht, was erwähnt wird, was übergangen wird.

So wird durch den Vergleich das Fundament für eine gute archäologische Topographie- und Denkmälerkenntnis geschaffen, gattungsimmanente Spezifika erhalten ihre Bedeutung und das Hinterfragen antiker Quellen und ihrer Aussageabsichten wird als Methode der Altertumswissenschaften verständlich.

Die Studierenden werden in Gruppen für einzelne Sitzungen verantwortlich sein und das entsprechende Bildmaterial gemeinsam mit dem Übungsleiter vorbereiten. Vorbereitende Leseaufgaben gehören weiterhin zu den Studienleistungen.

Literatur: Pausanias Reisen in Griechenland, 3 Bd., hrsg. von F. Eckstein (Zürich/München 1986);Chr. Habicht, Pausanias und seine “Beschreibung Griechenlands” (München 1985); Der Neue Pauly 9 (2000) 445-449 s. v. Pausanias, der Perieget (A. A. Donohue); K. W. Arafat, Pausanias’ Greece. Ancient Artists and Roman Rulers (Cambridge 1996).

 

Ulrike Wolf M.A.

Griechische Architektur

Di 16-18 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 18.04.2012)

B.A.: Grundlagen III. Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Hört man den Begriff ‚Griechische Architektur‘, so denkt man schnell an die großen Tempel der klassischen Zeit oder auch an die bekannten antiken Theater. Doch wie gestaltete sich der Weg dorthin? Wann begann eine funktionale Differenzierung von Bauwerken? Welche Gebäudeformen sind uns aus der Antike bekannt und in welchem Kontext stehen Sie? Lassen sich private, öffentliche und sakrale Bauten im Befund immer eindeutig unterscheiden? Diese Fragen werden die erste Hälfte der Übung bestimmen.

Im zweiten Teil werden einzelne öffentliche und sakrale Bauwerke exemplarisch vorgestellt. Was sind Alleinstellungsmerkmale und was Unterscheidungskriterien zu anderen Gebäuden desselben Kontexts? Lassen sich funktionale Änderungen am veränderten Befund ablesen, bzw. wie bestimmt die Funktion die Architektur?

Die Studienleistung ergibt sich durch vorbereitende Leseaufgaben und die schriftliche Beantwortung von Fragen als Hausaufgabe.

Literatur: T. Hölscher (Hrsg.), Grundwissen Klassische Archäologie (2002); W. Müller-Wiener, Griechisches Bauwesen in der Antike; F. Kolb, Die Stadt im Altertum (2005).

 

 

eXkursion

Prof. Dr. Wulf Raeck

Kurz-Exkursionen B.A.

(s. Aushang)

B.A.: KLA-BA-HF-M6

Die Termine und Ziele der Kurz-Exkursionen als obligatorischen Bestandteilen (je 1 Kurz-Exkursion) der Grundstudiumsmodule werden zu Beginn des Sommersemesters bekanntgegeben (Aushänge!).

 

 


MAG-Studiengang

 

Vorlesung

Prof. Dr. Wulf Raeck

Die augusteische Epoche in archäologischer Perspektive

Mi 10-12 Uhr, Raum 311 (Beginn: 18.04.2012)

MAG: Grundlagen der antiken Architektur und Urbanistik KLA-MAG-HF-M4; KLA-MAG-NF-M4

Flächenkunst KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9

Themen aus der Lebens- und Regierungszeit des Augustus (63 v. Chr. – 14 n. Chr.) sind immer wieder und auch in den letzten Jahren Gegenstand archäologischer Seminare gewesen. Diese können aber immer nur einen kleinen Ausschnitt aus der Gesamtproblematik behandeln; der Kontext, aus dem heraus die einzelnen Denkmäler und Themen verständlich werden, ist allenfalls skizzenhaft deutlich. In der Vorlesung sollen nun die wichtigsten archäologischen Fragen im historischen und kulturellen Gesamtkontext beschrieben und der jeweilige Forschungsstand skizziert werden. Die Kernfragen, die über die augusteische Epoche hinaus von exemplarischer Bedeutung sind, gelten z. B. der Funktion von Kunst als Träger politischer Aussagen, der Kunst als Gegenstand obrigkeitlicher Reglementierung und in diesem Zusammenhang besonders dem vielzitierten augusteischen Klassizismus. Dabei stehen solche Bereiche im Vordergrund, die zum Gegenstand der in diesem Semester anste­henden Lehrmodule gehören, d. h. topographische und architektonische Themen sowie Malerei und Reliefs aller Formate.

Die Vorlesung gehört zum Gegenstand der Modulabschlussprüfungen. Zur Vorbereitung wird wieder eine Zu­sammenfassung auf der Lehrplattform OLAT eingestellt.

Einführende Literatur: P. Zanker, Augustus und die Macht der Bilder (München 1987); H. von Hesberg, Römische Archäologie und Kunstgeschichte 1.8 Augustus, in: F. Graf (Hrsg.), Einleitung in die lateinische Philologie (Stuttgart 1997) 621-626. – Zusammenfassend zur politischen Geschichte: F. Bernstein, Der Anfang: Das vermeintliche Kaisertum des Augustus, in: H. Leppin u. a. (Hrsg.), Kaisertum im ersten Jahrtausend (Regensburg 2011) 17-54.

 

 

Proseminare

Dr. Nadin Burkhardt

Topographie Nordgriechenlands

Mi 14.15-15.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 11.04.2012)

MAG: Grundlagen der antiken Architektur und Urbanistik KLA-MAG-HF-M4; KLA-MAG-NF-M4

Das Wissen um die Lage und das Aussehen antiker Ortschaften sowie um ihre Entwicklung und Vernetzung innerhalb einer Region gehört zu den für Archäologen wichtigen Orts- und Denkmälerkenntnissen. Mit dem hier ausgewählten Bereich wird ein wichtiger Teil des antiken Griechenland ins Auge gefasst.

Zu den frühesten wichtigen Fundorten gehören die neolithischen Siedlungen Sesklo und Dimini nahe Volos, aus mykenischer Zeit stammen die Überreste bei Iolkos, und für die archaische und klassische Zeit liefern die Insel Thasos, Dodona und die Chalkidiki mit Olynth und Stagiros reiche Funde. In Olynth können wir uns zudem mit dem Phänomen der geplanten Stadterweiterung beschäftigen. Im 4. und 3. Jh. v. Chr. prägen vor allem die Residenzen des makedonischen Königshauses und der Nachfolger Alexanders, der Diadochen, die Städtelandschaft Makedoniens und Thessaliens wie in Aiani, Aigai/Edessa, Florina, Beroia, Pella, Thessaloniki und Demetrias. In römischer Zeit führt eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen, die Via Egnatia durchs Land, quer durch Epirus, Makedonien und Thrakien. Die an ihr gelegenen Orte erleben eine neue Blüte, vor allem in der Spätantike: Edessa, Thessaloniki, Amphipolis und Philippi.

Wir werden in den Sitzungen nicht Ort für Ort behandeln, sondern chronologisch vorgehen. So können wir uns zum einen die Entwicklung Nordgriechenlands erarbeiten und zum anderen zugleich jeweils zeittypische Bauten wie klassische Theater, hellenistische Peristylhäuser oder Festungen, römische Ehrenbögen und Palastanlagen und frühchristliche Basiliken kennenlernen.

Teilnahmebedingung: Studienberatung, Einführungsmodul

Studienleistungen: regelmäßige und aktive Teilnahme, eigenes Kurzreferat mit Präsentation, einmaliges Stundenprotokoll

Einführende Literatur: Chr. Mee – A. Spawforth, Greece: An Oxford Archaeological Guide (Oxford 2001); M. H. Hansen – Th. H. Nielsen (Hrsg.), An Inventory of Archaic and Classical Poleis (Oxford 2004); M. B. Sakellariou, Macedonia. 4000 Years of Greek History (Athen 1983); P. Valavanis (Hrsg.), Great Moments in Greek Archaeology (Athen 2007) 184-195. 256-271. 322-325.

F. Stählin, Das hellenische Thessalien (Stuttgart 1995); E. Winter, Stadtspuren. Zeugnisse zur Siedlungs­geschichte der Chalkidiki (Wiesbaden 2006).

 

Dr. Axel Filges

Antike Monumentalaltäre

Mo 10-12 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 16.04.2012)

MAG: Grundlagen der antiken Architektur und Urbanistik KLA-MAG-HF-M4; KLA-MAG-NF-M4

Altäre als funktional und weniger typologisch definierte Bauform markieren die Zentren von Opferhandlungen und sind feste Bestandteile u. a. von Heiligtümern. In der Veranstaltung soll ein Überblick über die gebräuch­lichen Altarformen von der mykenischen Herdstelle im Megaron über geometrische Aschenaltäre bis zu den Altartischen in frühbyzantinischen Kirchen geboten werden. Schwerpunkt sind die architektonischen Prunkaltäre im griechischen Raum, deren Vorläufer seit dem 6. Jh. v. Chr. nachzuweisen sind (Samos, Ephesos, Kyrene), und die besonders in der hellenistischen Zeit (Syrakus, Magnesia, Pergamon, Priene) erstaunliche Ausmaße und skulpturale Dekorationselemente aufweisen konnten. Auch in der römischen Kultur waren Altäre seit dem 6./5. Jh. v. Chr. gebräuchlich (Ara Maxima Herculis); bedeutende mit Reliefs verzierte Anlagen sind etwa die Domitius-Ara und die Ara Pacis aus dem 1. Jh. v. Chr. Aus den östlichen Provinzstädten der Kaiserzeit (Milet, Ephesos, Hierapolis) sind ebenfalls zahlreiche Beispiele für Großaltäre erhalten.

Im Proseminar sollen in chronologischer Folge die wichtigen Altäre in ihrer Ausstattung und im baulichen Kon­text vorgestellt werden. Dies geschieht durch Gruppenreferate mit Bildpräsentationen und aktivierenden Fragen an das Plenum. Lernziele sind die Erweiterung der Denkmälerkenntnis, das Nachvollziehen von Veränderungs­prozessen in der baulichen Ausgestaltung von Heiligtümern sowie das Entwickeln von Fragen und Interpreta­tionen zu den übergeordneten Botschaften dieser Monumentgruppe.

Literatur: Der Neue Pauly 1 (Stuttgart, Weimar 1996) 550-555 s. v. Altar (Chr. Höcker – F. Prayon); C. G. Yavis, Greek Altars (Saint Louis/Mo. 1949); M. C. Şahin, Die Entwicklung der griechischen Monumental-Altäre (Bonn 1972).

 

Prof. Dr. Wulf Raeck

Römische öffentliche Bauten

Do 14-16 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 19.04.2012)

MAG: Grundlagen der antiken Architektur und Urbanistik KLA-MAG-HF-M4; KLA-MAG-NF-M4

Im Proseminar sollen zum einen die Typologie und Terminologie von Leitformen öffentlicher Architektur im römischen Reich (z. B. von Tempeln, Thermen oder Amphitheatern) vermittelt und ferner nach der Funktion der Bauten gefragt werden (was geschah in ihnen?).

Einführende Literatur: H. von Hesberg, Römische Baukunst (München 2005).

 

PD Dr. Eva Winter

Von Blüten und Blättern – Einführung in die antike Bauornamentik

Blockveranstaltung (Termine 20.4., 11.5., 25.5., 6.7. 2012)

MAG: Grundlagen der antiken Architektur und Urbanistik KLA-MAG-HF-M4; KLA-MAG-NF-M4

Architektonische Schmuckformen begegnen nicht nur in vielfältiger Weise an zahlreichen Gebäudetypen der Antike, sondern werden auch in anderen Objektgruppen, z. B. für Möbel und Gerät, eingesetzt. Aufgrund der extrem hohen Anzahl und weiten Verbreitung antiker Architekturdekoration eignet sich dieses Material besonders gut zur Untersuchung von relativen zeit- und regionalspezifischen Entwicklungen, von denen v. a. Rückschlüsse auf die Datierung des Ornamentträgers abgeleitet werden.

Im Blockseminar sollen deshalb die grundlegenden Möglichkeiten und Grenzen der form- und stilgeschicht­lichen Systematisierung an ausgewählten Beispielen erprobt werden. Ziel der Veranstaltung soll sein, den Teilnehmern einen Überblick im Umgang mit dieser wichtigen Materialgruppe zu vermitteln, die der Forschung als Ausgangspunkt für zahlreiche weiterführende kulturgeschichtliche Fragestellungen dient.

In den einzelnen Sitzungen der Blockveranstaltung werden die Themenkomplexe über Einzel- und Gruppen­referate mit anschließender Diskussion vorgestellt; in einer Klausur am Ende wird das gesamte Modul abgeprüft.

Literatur: S. Altekamp, Zur griechischen Architekturornamentik im 6. und 5. Jh. v. Chr. (Frankfurt am Main 1991); H. von Hesberg, Römische Baukunst (München 2005); F. Mattern, Gesims und Ornament. Zur stadt­römischen Architektur von der Republik bis Septimius Severus (Münster 2001); W. Müller-Wiener, Griechisches Bauwesen in der Antike (München 1988); F. Rumscheid, Untersuchungen zur kleinasiatischen Bauornamentik des Hellenismus (Mainz 1994), A. Schmidt-Colinet, Antike Architektur und Bauornamentik. Grundformen und Grundbegriffe (Wien 2004).

 


Dr. Axel Filges

Vorbereitung der München-Exkursion

Do 12-14 Uhr, Raum 0.457 (Beginn: 19.04.2012)

MAG: KLA-MAG-HF-M6

Um die einwöchige Langexkursion im September 2012 nach München (Glyptothek, Antikensammlung, Abguss-Sammlung) erfolgreich durchführen zu können, sollen in dem vorbereitenden Proseminar die wichtigsten Münchner Objekte der Gattungen Skulptur, Porträt und Relief wie auch der Vasenmalerei und Kleinkunst in Form von Einzelreferaten vorgestellt und in gemeinsamen Diskussionen erschlossen werden. Vor Ort in München soll versucht werden, aus der Kenntnis der Einzelstücke und ihrer Charakteristika in individueller Auseinandersetzung und Gruppengesprächen Grundzüge der Entwicklung von Formen, Stilen, Typen und Inhalten der genannten Objektgattungen zu erarbeiten.

Literatur: D. Ohly, Die Antikensammlungen am Königsplatz in München (Waldsassen 1975); D. Ohly, Glyptothek München. Griechische und römische Skulpturen (München 1977); M. Maaß, Griechische und römischen Bronzewerke der Antikensammlungen (München 1979); R. Wünsche, Glyptothek München. Meisterwerke griechischer und römischer Skulptur (München 2005)

 

 

Seminare

Dr. Axel Filges

Antike Mosaike

Mi 16-18 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 18.04.2012)

MAG: Flächenkunst KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9

Mosaike sind in der Antike v. a. als luxuriöse Bodenbeläge verwendet worden, die in Häusern einzelne Räume hervorhoben. Die Entwicklung verlief von Böden aus Kieselsteinen (frühestes bekanntes Beispiel Gordion, 8. Jh. v. Chr.) zu denen mit zugeschnittenen Steinen (Tesserae). Auch andere Materialien wie Ton, Glaspasten oder Muscheln wurden als trittfeste Bestandteile verwendet. Wesentliche Unterscheidungskriterien sind neben den Steinformen (Kiesel- und Tessellatböden) Motive und Farben: Schwarzweiße Böden mit geometrischen oder floralen Mustern waren in bestimmten Regionen und zu fixen Zeiten beliebter als polychrome figürliche Varianten. Neben diesen formalen Aspekten sind es besonders die Bilder aus Mythen und der Alltagswelt, die Interesse wecken. In aktuellen Forschungen wurde der Zusammenhang von Bildthemen und Raumkontexten verstärkt untersucht und erstmals eine ambientale Wirkungsweise der Mosaikbilder postuliert, die als Entwürfe von Ideenwelten und Mentalitäten bewertet und als gliedernde Elemente innerhalb baulicher Strukturen angese­hen werden.

Im Seminar soll in jeder Sitzung eine geographische und zeitliche Einheit (etwa Kieselböden Griechenland 4. Jh. v. Chr. oder kaiserzeitliche Mosaike der Provinz Africa Proconsularis oder spätantike Mythenbilder aus Klein­asien und Syrien) durch Referate vorgestellt werden. So wird einerseits ein Gesamtüberblick über die Gattung geboten, andererseits kommen Detailprobleme wie Datierung, Themenwahl und Deutung sowie raumkontex­tuelle Verwendung zur Sprache.

Die Präsentationen werden vorab mit dem Dozenten besprochen, ferner ist eine Referatskritik obligatorisch. Eine Hausarbeit einschließlich der Beantwortung von Fragen aus weiteren Veranstaltungen des Moduls stellt die Prüfungsleistung dar.

Literatur: Der Neue Pauly 8 (Stuttgart, Weimar 2000) 405-412 s. v. Mosaik (A. M. Panayides); R. Ling, Ancient Mosaics (London 1998); S. Muth, Erleben von Raum – Leben im Raum (Heidelberg 1998); K. M. Dunbabin, Mosaics of the Greek and Roman World (Cambridge 1999); B. Andreae, Antike Bildmosaiken (Mainz 2003).

 

Dr. Ursula Mandel

Griechische Wand- und Tafelmalerei

Fr 10-12 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 13.04.2012)

MAG: Flächenkunst KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9

Wand- und Tafelmalerei war eine gängige Bildgattung in der antiken griechischen Kultur, die mit den künstlerischen Errungenschaften der Klassik in den Rang großer Kunst aufstieg. Ihre Überlieferung ist leider noch weit mehr von Verlusten betroffen und mit Problemen behaftet als diejenige der griechischen Plastik und Skulptur. Im Seminar werden wir versuchen, die Entwicklung der griechischen Malerei von den Anfängen bis zum Hellenismus zu überschauen, soweit sie aus den Resten und aus sekundären Quellen zu rekonstruieren ist. Intensiv beschäftigen werden wir uns mit den gut erhaltenen Originalen im spätklassischen und hellenistischen Makedonien, die mit spektakulären Neufunden unterirdischer Kammer- und Kistengräber bekannt geworden sind.

Die Themen im Einzelnen: Auf eine Einführung zur hochrangigen minoischen Wandmalerei, die mit dem Fall der bronzezeitlichen Palastkulturen vollständig verschwand, folgt eine Spurensuche nach dem Wiederbeginn der Malerei auf schlichtem Niveau im frühen Griechenland sowie nach den weitgehend verlorenen Werken des 5. Jhs. v. Chr. Die makedonischen Gräber in Vergina, (‚Philippsgrab‘; ‚Prinzengrab‘; ‚Persephone-Grab‘; ‚Eurydike-Grab‘; Grab im Bella-Tumulus), bei Lefkadia (‚Großes Grab‘; ‚Palmettengrab‘; Grab des Lyson und Kallikles), bei Aghios Athanasios, in Pella und Potideia werden in chronologischer Reihenfolge behandelt.

Jedem Thema/ Objekt wird eine zweistündige Seminarsitzung mit 40-minütigem Referat (Studienleistung) und anschließender gemeinsamer Diskussion gewidmet, wobei technische, funktionale, inhaltliche und ästhetische Fragen erörtert werden. Die Prüfungsleistungen bestehen in Hausarbeiten.

Literatur: I. Scheibler, Griechische Malerei der Antike (München 1994); M. A. Tiverios (Hrsg.), Color in Ancient Greece (Thessaloniki 2002); S. Descamps-Lequime (Hrsg.), Peinture et couleur dans le monde grec antique (Paris 2007); H. Brecoulaki, La peinture funéraire du Macédonie. Emplois et fonctions de la couleur IVe-IIe s. av. J.-C. (Paris 2006)

 

Prof. Dr. Wulf Raeck

„Politische“ Reliefs der Kaiserzeit in Rom und Kleinasien

Di 9.30-12 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 17.04.2012)

Mod. MAG: Flächenkunst KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9

Unter „politischen Reliefs“ werden hier solche Denkmäler verstanden, die meistens unzutreffend als „historische Reliefs“ oder „Staatsreliefs“ bezeichnet werden. Im Vergleich zwischen stadtrömischen und italischen auf der einen sowie kleinasiatischen Beispielen auf der anderen Seite soll das Seminar der Frage nachgehen, wie sich die Gratwanderung zwischen lokaler Identitätssuche und Orientierung an der Zentralmacht in Rom im Relief­schmuck öffentlicher Räume des kaiserzeitlichen Kleinasien darstellt, z. B. durch die Auswahl der dargestellten Themen. Ein weiterer Schwerpunkt soll ferner auf dem Vergleich der stilistischen Ausdrucksmittel im Osten und im Zentrum des Reiches liegen. An kleinasiatischen Denkmälerkomplexen werden u. a. das Partherdenkmal aus Ephesos oder verschiedene Reliefensembles aus Aphrodisias behandelt.

Literatur zur Vorbereitung: Es existieren nur Einzelpublikationen. Zu den im engeren Sinne römischen Staatsreliefs usw.: N. Hannestad, Roman Art and Imperial Policy (Aarhus 1986). – Zur politischen Situation im kaiserzeitlichen Kleinasien: E. Schwertheim, Kleinasien in der Antike (München 2005) 104-110.

 

Dr. Nadin Burkhardt / Dr. Ursula Mandel

Vorbereitung der Kampanien-Exkursion

Di 14-16 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 17.04.2012)

MAG: KLA-MAG-HF-M12

In diesem Seminar werden wir uns gemeinsam auf eine Exkursion nach Kampanien vorbereiten. Diese Landschaft Italiens bietet quer durch die Zeiten reichhaltige archäologische Stätten und Funde. Kyme und Dikaiarchaia/Puteoli stehen für den Beginn der griechischen Kolonisation im Westen. In Poseidonia/Paestum stehen archaische und klassische griechische Tempel noch weitgehend aufrecht. Hier treffen wir aber auch auf Spuren und Einflüsse der Osker, Samniten und Lukaner, z. B. in der spätklassischen Grabmalerei. Gleiches gilt auch für das hellenistische Pompeji. Die Prägung der Stadtkultur durch (die) Etrusker fassen wir in Capua, den Prozess der Romanisierung in Puteoli. Herculaneum und Pompeji gewähren nicht nur Einblicke in römische Haus- und Stadtstrukturen sowie Wirtschaftsanlagen, sondern vor allem in die (späthellenistisch-)römische Wohnkultur mit ihrer Bilderausstattung in Wandmalerei und Plastik. Im gesamten Vesuvgebiet können wir anhand ausgewählter Beispiele auch dem Phänomen der römischen Villeggiatura nachgehen. Die Museen in Neapel, in Baiae und in Paestum beherbergen eine Fülle von bedeutenden Originalen aller Fundgattungen, mit denen wir gemeinsam arbeiten werden.

Durch den Seminarbesuch und die Autopsie archäologischer Denkmäler, Bauten und Grabungsplätze können Sie Ihre Denkmäler- und Ortskenntnisse erweitern und vertiefen und auf eine ganz neue Realitätsebene heben. Außerdem bekommen Sie in einen Einblick in Aspekte der Denkmalpflege, der Restaurierung und der Präsentation.

Teilnahmebedingung: abgeschlossenes Grundstudium einschließlich Sprachnachweis bis zum Seminarbeginn, regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit, Referat im Seminar und Referat vor Ort

Prüfungsleistung: Klausur

Einführende Literatur: DNP 2 (Stuttgart, Weimar 1997) s. v. Campania S. 955-957 (U. Pappalardo); P. G. Guzzo u. a. (Hrsg.), The National Archaeological Museum of Naples Guide (Verona 2010); G. Pugliese Caratelli (Hrsg.), Italia. Omnium terrarum alumna (Mailand 1988) 531-589.

 

 


Kolloquium für Hauptfachstudierende

Prof. Dr. Wulf Raeck

Aktuelle archäologische Themen, Neuerscheinungen und laufende Arbeiten

Mo 18-20 Uhr c.t., Raum 5.501, Beginn 17.04.12 (Termine s. Aushang)

MAG: Kolloquia KLA-MAG-HF-M13; alte MAG: Hauptstudium

In dieser Veranstaltung sollen in Arbeit befindliche Forschungen aus dem Kreis der Studierenden, Doktoranden und Mitarbeiter des Instituts, ggf. auch auswärtiger Vortragender, vorgestellt und diskutiert werden. Wenn die Zeit es erlaubt, werden außerdem wichtige Neuerscheinungen aus dem Fach besprochen. Ein thematischer Rahmen hierfür wird in der ersten Sitzung vereinbart.

 

 

Exkursionen

Dr. Axel Filges

München-Exkursion

(s. Aushang)

MAG: KLA-MAG-HF-M6

Die Termine und Ziele der Lang-Exkursion als obligatorischem Bestandteil des Grundstudiumsmoduls KLA-MAG-HF-M6 werden zu Beginn des Sommersemesters bekanntgegeben (s. Aushänge!).

 

Dr. Nadin Burkhardt / Dr. Ursula Mandel

Kampanien-Exkursion

(s. Aushang)

MAG: KLA-MAG-HF-M12

Die Termine der Lang-Exkursion als obligatorischem Bestandteil des Hauptstudiumsmoduls KLA-MAG-HF-M12 werden zu Beginn des Sommersemesters bekanntgegeben (s. Aushänge!).

 

 

 

 

Bildbeschaffung für Referate

 

Benutzung der Bilddatenbank

-          Digitale Bilder stehen über die Instituts-Bilddatenbank ArKuBiD zur Verfügung: http://archaeologie-bilder.uni-frankfurt.de Sie bietet die Bildersuche, den Download und die Bestellung von neuen Abbildungen.

-          Für die Benutzung ist der Browser Firefox notwendig!

-          Vor Benutzung ist eine Anmeldung nötig: Die Registrierung erfolgt auf der Startseite an einem Rechner in der Diathek oder bei einem der Dozenten. Die Freischaltung kann ein bis zwei Tage dauern, dann ist Suche und Download sofort möglich.

-          Andere an der Goethe-Universität verfügbare Bilddatenbanken sind PROMETHEUS (freier Zugang im Uni-Netz über die Campuslizenz): http://prometheus.uni-koeln.de und ARACHNE (kostenfrei, Registrierung per e-Mail): http://www.arachne.uni-koeln.de

-          Sollte das gesuchte Bild weder in ArKuBiD noch in den anderen Bilddatenbanken vorhanden sein, kann man es anfertigen lassen: Das entsprechende Buch muss herausgesucht, die Abbildungen im Buch durch eingelegte beschriftete Zettel mit Seitenzahl und Abbildungsnummer gekennzeichnet und ein Zettel mit Namen, Seminar und Referatstermin hinzugelegt werden. Stammt das Buch aus der BzG-Bibliothek, wird es dort ins Bildstellenregal (Raum 6.621) gelegt. Bei bibliotheksexternen Werken oder UB-Büchern kann es in der Diathek (Raum 5.551) abgegeben werden.

-          Die Anfertigung und Einstellung in die Datenbank dauert ca. 2-3 Wochen; danach ist der Download aus ArKuBiD möglich.

 

Ausleihe von Dias

-          Die Öffnungszeiten der Diathek Raum 5.551 sind dem HiWi-Dienstplan neben der Zimmertür zu entnehmen.

-          Die Dias werden gemeinsam mit einer studentischen Hilfskraft ausgesucht.

-          Sollten die gewünschten Dias noch nicht vorhanden sind, ist eine rechtzeitige Bestellung und Neuanfertigungen notwendig: schwarz-weiß Dias 2 Wochen vor Referatstermin; Farbdias 3 Wochen.

-          Dias können nicht nach Hause ausgeliehen werden, sie verbleiben stets im Institut.

-          Dias dürfen nicht mit Punkten beklebt oder gar beschriftet werden.


Führungen im BzG

 

Wie finde ich die Bücher und Aufsätze, die ich fürs Studium brauche? Wo stehen die Bücher für mein Fach? Wie leihe ich Bücher aus? Welche Texte und Datenbanken kann ich online benutzen? Wo finde ich Hilfe bei Problemen?

 

All diese Fragen beantworten wir in unseren Führungen, zu denen wir Sie herzlich einladen.

 

Wann:                   Mittwoch,             07.05.12,              14.00 Uhr

Mittwoch,             30.05.12,              14.00 Uhr

Dienstag,               19.06.12,              10.00 Uhr

Montag,                02.07.12,              14.00 Uhr

 

Wo: Treffpunkt ist die Infotheke

 

Anmeldung: Bitte melden Sie sich vorher an der Infotheke im 3. Stock zu den Führungen an.

 

Online-Katalog und Datenbanken

 

Wir bieten zum Online-Katalog, verschiedenen Datenbanken sowie zur Recherche von Zeit­schriftenaufsätzen Schulungen an.

Termine für Gruppen (ab 3 Personen) können an den Infotheken (Tel.: 798-32500 oder 798-32653) verabredet werden.

 

Themenangebot:

-          Wie finde ich Zeitschriftenaufsätze?                                

-          Geschichte online

-          Theologisches und Philosophisches im Internet

-          Recherchieren für Linguisten – "Bibliography of Linguistic Literature DataBase (BLLDB) etc."

-          Germanistik: Literatursuche mit der „Bibliographie der deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft online“ (BDSL)   

-          Von Anglistik bis Skandinavistik – Literatursuche zu allen neueren Philologien aus Zeitschriften und Büchern von 1926 bis vor einem Monat mit der „MLA International Bibliography“    

 

Mit dem Audioguide durchs BzG

Eine allgemeine Führung durch das BzG steht auch als Audioguide zum Download auf der Homepage bereit. An den Infotheken kann der Audioguide auch auf einem MP3-Player ausgeliehen werden.

NEU: fachspezifischer Audioguide für die Archäologischen Wissenschaften: http://www.archaeologie.uni-frankfurt.de/Audioguide.html

Die Dateien lassen sich auf einen MP 3-Player oder ein Mobiltelephon herunterladen und können während des Rundgangs in der Bibliothek gehört werden.

 

Öffnungszeiten der Bibliothek

Öffnungszeiten während des Semesters:

Lesesäle                                                                               Mo – Fr                   8-22 Uhr

                                                                              Sa                           10-18 Uhr

Infotheken                                                          Mo – Fr                 10-17 Uhr

Ausleihtheken                                                     Mo – Fr                   9-17 Uhr

                                                                              Do                            9-19 Uhr

 

Öffnungszeiten in den Semesterferien:                        

Lesesäle                                                                               Mo – Fr                   8-20 Uhr

Infotheken                                                          Mo – Fr                 11-15 Uhr

Ausleihtheken                                                     Mo – Fr                   9-17 Uhr

 

Internetadresse: www.ub.uni-frankfurt.de/bzg/

 

Mailadresse: info@bzg.uni-frankfurt.de

 

Änderungen werden durch Aushänge und auf der Homepage bekanntgegeben.