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Graduiertenkolleg |
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"Wert und Äquivalent" Wert und Äquivalent sind grundlegende Konzepte in allen Gesellschaften in
Vergangenheit und Gegenwart. Wert ist zudem eine fundamentale Eigenschaft
materieller Dinge, deren Einbettung in eine Kultur vielfach überhaupt erst
dadurch möglich wird. Mit Archäologie und Ethnologie widmen sich zwei
Fächergruppen diesen Fragen, die eine hohe Kompetenz in der Untersuchung von
Objekten und ihren gesellschaftlichen Kontexten, also im Studium materieller
Kultur mitbringen. Ausgehend von genau umrissenen empirischen Feldern in verschiedensten
Räumen und Epochen verfolgt das Graduiertenkolleg das Ziel, ein vertieftes
Verständnis von Wert und Äquivalent zu erlangen. Konzepte zur
gesellschaftlichen Bestimmung von Wert haben in der internationalen Fachdebatte
in den letzten Jahren zunehmende Aufmerksamkeit erfahren. Das
Graduiertenkolleg wird einen Beitrag zur Internationalisierung der
beteiligten Fächer leisten, indem seine Mitglieder auf der Grundlage eigener
Forschungsergebnisse aktiv an dieser Fachdebatte teilnehmen. Die geplanten
Dissertationen gruppieren sich um die Frage (A), wie Werte erzeugt werden und
in einer Gesellschaft zirkulieren Im Mittelpunkt des Graduiertenkollegs steht die Verknüpfung von
methodischen Kompetenzen im Feld der materiellen Kultur mit aktuellen
theoretischen Debatten über die Beschreibung von Werten als Eigenschaft von
Dingen. Erzeugung, Zirkulation sowie die Transformation von Werten können in
vielen Fällen durch das Prinzip des Äquivalents nachvollzogen werden. Wie
dies geschehen ist, untersuchen Archäologie und Ethnologie anhand von
geeigneten Fallstudien. Die gemeinsame Klammer ist mithin der theoretische
Ertrag der einzelnen materialbezogenen Vorhaben und die interdisziplinäre
Arbeit an einem erweiterten Konzept von Wert und Äquivalent. Die Kollegiaten/innen werden ihre
Dissertationen in einem Umfeld realisieren, in dem sowohl empirisch-methodische
als auch theoretische Fähigkeiten gefordert sind. Sie werden durch ein auf Archäologen
und Ethnologen zugeschnittenes Qualifizierungsprogramm gefördert, in dem auch
der für sie wichtige Praxisbezug in Form der Konzeptionalisierung und Ausarbeitung
einer Museumsausstellung vorgesehen ist. |