back to timetable                                                                publikationen jugend

Techno ist Krieg! Die Ausnahmesituation im Event

Einem Vortrag und einem Beitrag bewußt einen provokativen und mißverständlichen Titel zu geben, weist auf ein generelles Problem bei der Betrachtung von aktuellen Jugendkulturen hin: Das, was sich dort zeigt, ist keine bewußte und gezielte Konstruktion der Jugendlichen. Trotzdem machen sie in ihrer Kleidung, in ihren Medien und in ihrer Musik eine Aussage zu der gegenwärtigen Gesellschaft, die man aus ihren ästhetischen Äußerungen herauslesen kann.Also ist der Titel nicht nur als ziellose Provokation oder als Abwertung der Szene zu verstehen, da Techno und House als die Jugendkultur entpersonalisierter abstrahierter Liebe und das Event als Experimentierfeld für Kommunikation und friedliches Zusammenleben gelten. Die Techno-Szene ist nach wie vor eine Demonstration, daß ein kleinster sozialer Nenner nämlich ein friedliches zusammen Feiern auch heute möglich ist, aber nur in einer vom Alltag abgetrennten Laborsituation, aus der ein Transfer in den Alltag für die meisten Raver schwer möglich ist.Die Formulierung Techno ist Krieg, ist also nicht negativ zu interpretieren und damit eine Bestätigung der Medienvorurteile, sondern enthält zunächst die neutrale Feststellung, daß das Militärische, wie in allen anderen Jugendkulturen, auch ein Element der Techno und House Szene darstellt. Schon in der Bezeichnung Loveparade zeigt sich die Zwiespältigkeit des Stils, die sich auch in vielen anderen Elementen des Stils nachweisen läßt.Die partielle und punktuelle Besetzung von bedeutungsvollen Stadträumen die Paraden ziehen immer durch die Hauptverkehrsadern der jeweiligen Städte, wird von denen die die Bedeutung dieses Aktes erkennen bekämpft. Die Technokultur repräsentiert eine zeitgemäße künstliche Bewegung ohne bestimmten Ort, nicht fest gefügt und überrollt daher die Proteste einer überholten Form von Bewegung, nämlich der ökologischen, die jedes Mal pünktlich zur Parade die Technobewegung des Ökoterrorismus und der Zerstörung des Tiergarten anklagtthe movegleicher takt (durchbrochen durch die vielen Wagen, gleichschaltung abschlußkundgebung am sternDie hier zusammengetragenen Gedankensplitter basieren auf einer Beobachtung der Szene und der werkimmanenten Interpretation von Gegenständen des Jugendkulturarchivs (Quelle) z.B. Kleidung der Szene, nicht auf theoretischen Spekulationen über Plateaus und Revolution in der Popkultur des Postkapitalismus, die Theorien überstülpen ohne die empirische Basis je eingehender untersucht zu haben, aber den Diskurs der deutschen Cultural Studies verklebt haben.Spaßguerilla und Entweihung: Militärisches in JugendkulturenFür alle Jugendkulturen der Nachkriegszeit werden Uniformelemente zu wichtigen Bestandteilen des Stils. McRobbie setzt den Beginn der Nutzbarmachung von militärischen Kleidungsstücken mit den Hippies der 60er Jahre an. Eigentlich reicht die Verwendung sogar bis in die 50er Jahre zurück.„Military uniforms were first found alongside the overalls and great-coats in army surplus stores and on second-hand rails of shops... theme in the counter-culture suggesting interest  in the old , the used, the overtly cheap and apparently unstylish." (McRobbie 1995, 137)Die Uniform ist eine extreme Form von konventioneller Kleidung. Ihre ursprüngliche Absicht ist es, den Gegner in der direkten Auseinandersetzung zu beeindrucken oder zu erschrecken (Laver nach Lurie 1981, 20). Daher sind Uniformen bis zum ersten Weltkrieg zunächst grell und bunt, danach ist ausschließlich der Tarnungsaspekt wichtig.Militärische Kleidungsstücke werden von den Jugendkulturen, ähnlich wie die Arbeitskleidung, einmal aus finanziellen oder praktischen Gründen ausgewählt. Funktionalität und Haltbarkeit des Materials spielen dabei eine große Rolle. Der Tarnungsaspekt tritt in den Hintergrund, wichtig ist das Konnotationsnetz, in das ein Kleidungsstück militärischen Ursprungs eingewebt ist und seine direkte ästhetische Wirkung.Das Militärische steht für eine besonders starre Ordnung in der Gesellschaft. Mit der Verwendung bzw. die Enteignung ihrer Accessoires drücken Jugendkulturen ihre Oppositionshaltung zur Gesellschaft aus. Die militärische Kleidung wird durch direkte Veränderungen wie Einschreibungen, Risse oder die Kombination mit unpassenden Kleidungsstücken, wie Unterwäsche ihrer „ bedrohlichen Würde" beraubt. Die Hippies beschriften ihre Bundeswehrparkas mit Peace-Zeichen, also mit den Gegenzeichen zum staatlichem Autoritarismus und Militarismus. Beschriftung und Aufnäher entweihen das Uniformelement. Eine weitere Strategie ist das Unbrauchbarmachen für die eigentliche Funktion, z.B. durch die Veränderung der Farben bei Camouflage-Kampfanzügen. Lila-, rot- oder orange-farbige Muster dienen nicht mehr der Tarnung, sondern ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Das kann aber auch auf die militärische Strategie der Blendung des Gegners hinweisen.Grellfarbige Elemente verweisen auf die Prunkuniformen, wie sie z.B. bei den Beatles Sgt. Pepper Cover auftauchen. Nachfolgende Jugendkulturen rekurrieren vor allem auf das abweisende, aggressive und den Tarnaspekt militärischer Kleidung. Der Schmuckaspekt verschwindet.Jugendkulturen wählen die Kleidungstücke des einfachen Fußsoldaten, des Infanteristen (keine Generalsuniform immer der Lanzer oder die GI-Uniform, die getragen wird). Kittler: seit Erfindung der allgemeinen Wehrpflicht: die achtzehnjährigen sind die, die im Krieg am meisten fallen. Diese Pointe, daß Kulturen Kindermord an jungen Söhnen begehen können, weil es manchmal zu viele gibt, die können sich Jugendkulturen in metaphorischem Sinn von anziehen, (keine Ausbildungsplätze)Auffällig, aber nicht verwunderlich, ist im jugendkulturellen Gebrauch des Militärischen, daß es sich nur ganz selten um eine komplette Uniform eines höheren militärischen Ranges oder einen kompletten  „Combat Gear"  handelt. Dies wäre sofort mit militärischem Männlichkeitswahn und Gehorsam verbunden. Bezeichnenderweise werden diese Kleidungsstücke im rechten Spektrum der Jugendkultur, bei den Nazi-Skinheads, gerade aus diesem Grund ausgewählt. Die rechten Jugendlichen wollen Aggressität, nationale Gesinnung und patriachale Übermacht, Gruppenzugehörigkeit und ihre Rückkehr zu den „alten Werten" demonstrieren.Eine weitere Ausnahme zeigt Public Enemy´s Combat Style und die Aggressivität in der Bildsprache vieler Gangsta-Rapper, die bewußt mit militärischen Elementen arbeiten, um ihre Kampfbereitschaft im Sinne der Nation of Islam und der Fivepercenters zu unterstreichen.In den Gay-Kulturen dienen Uniform-Teile der Konnotation im Rahmen von sadomasochistischen Rollenspielen der Unterordnung und uneingeschränkten Machtausübung. Sie dienen der Übertreibung und Übererfüllung eines heterosexuellen Männlichkeitsbildes.Alle anderen Jugendkulturen spielen mit militärischen Versatzstücken, sie nehmen sie weder wörtlich, noch ernst. Dies zeigt sich im Folgenden in einem kurzen Überblick über die Formen der direkten Übernahme von militärischen Kleidungsstücken. Generell gibt es Accessoires wie z.B. die Sonnenbrille, heute ein Ausweis der Coolness, ob über den Augen oder auf dem Haar getragen (seit den 70er Jahren), die ursprünglich militärische Erzeugnisse sind. In den 20er Jahren wird eine Lichtschutzbrille entwickelt, die die Piloten in höheren Luftregionen vor der grellen Sonne, die Kopfschmerz und Übelkeit verursachte, schützen sollte. Der Vorläufer der legendären Ray Ban mit den grünen Bausch und Lomb Gläsern von 1937, wird für die US-Marines entwickelt.Die Halbstarken der 50er Jahre tragen nach Marlon Brandos Vorbild in dem Film „The Wild One", die Flieger Lederjacken des zweiten Weltkrieges, hergestellt von den Schott Brüdern aus N.Y., Modell Perfecto Bronx. Die englischen Mods bevorzugen in den 60er Jahren „oversize Parkas" mit US Airforce Emblem. Ihre Gegner, die Rocker, tragen Wehrmacht- Stahlhelme und -Embleme und -Orden. Die friedliebenden Hippies lassen in den 70er Jahren Bundewehr Parkas wiederaufleben. Die Punks tragen eine ganze Palette von militärischen Kleidungsstücke: BW Hosen (gefärbt) mit vielen Taschen, BW Stiefel und DocMartens Arbeitsschuhe, Camouflage, Patronengürtel, Gestapomäntel (lange dunkelgrüne Ledermäntel). Bei den Punks als Streetstyle, spielt der Aspekt der Funktionalität, des Preises und der Beständigkeit für das Leben auf der Straße eine große Rolle. Hinzu tritt die Funktion der Verstärkung einer abstandgebietenden Drohgebärde. Auch die aus dem Punk hervorgehenden Waver der 80er Jahre führen diesen Stil fort, sie tragen kurze, schwarze oder graue Filz Wolljacken der Schweizer Gebirgsjäger mit dem Kreuz auf den Knöpfen.Bei den männlichen Skinheads sind 18-Loch-DocMartens und Bomberjacken ein Hinweis auf Aggressivität und männliche Kampfbereitschaft, bei weiblichen Punks sind die halbhohen DocMartens und die BW-Hosen die praktische Demonstration einer anderen autonomen Frauenrolle. Weibliche Punks führen als erste die Kombination von grobem militärischem Schuhwerk und Rock oder Kleid ein. Heute ist dies nichts Außergewöhnliches mehr, Ende der 70er Jahre und in den 80er Jahren werden Frauen in hohen DocMartens aufgrund ihrer Unweiblichkeit verachtet. Militärische Accessoires drücken in den 90er Jahren direkte Aggressivität und Kampfbereitschaft von Mädchen, wie bei der Comicfigur des Tankgirl oder den „riot grrrls".Techno und MilitärWichtige gesellschaftlichen Bereiche, Arbeit, Freizeit, Sport, Kampf, Krieg, Exekutive, Notfall, Technologie werden verschoben bzw. verzerrt in einer ortsungebundenen Mikrogesellschaft dargestellt. Außerdem synthetisiert die Szene in der Kombination von primitiven und „zivilisierten" Formen, Gesellschaftsformen aus unterschiedlichen Epochen.Die Techno- und House Szene besitzt wie jede Gesellschaftsform Hierarchien und ist ein Zerrspiegel von Eigenschaften und Strukturen der Erwachsenengesellschaft.Die Szene verweist abstrakt über Symbole und Embleme auf Zukunft und Technologie. Blinkende Applikationen an der Kleidung, kleine Lampen, leuchtende Lutscher, Laserpointer und andere reflektierende, strahlenaussendende sind niederkomplexe Technologien. Dabei erstellt sie unbewußt ein Bild von neuen Technologien mit infantilen Mitteln. Sie erprobt die Bilder der Zukunft kindlich- naiv, spielerisch, sie geht auf Kindesbeinen auf zukünftige Entwicklungen zu. Wie oben beschrieben, werden in Form des Kasperletheaters Zukunft, Krieg (Pappmache Panzer, Pump-Guns) und das Böse (zottelige Plüschjacken und leuchtende Teufelshörner in Rot und Schwarz) aus einer einfachen  kindlichen Perspektive symbolisiert.Die Techno und House Szene stellt als eine ortsungebundene Mikrogesellschaft wichtige gesellschaftlichen Bereiche wie Arbeit, Freizeit, Sport, Kampf, Krieg, Exekutive, Notfall, Technologie verschoben bzw. verzerrt dar. Sie besitzt wie jede Gesellschaftsform Hierarchien und ist ein Zerrspiegel von Eigenschaften und Strukturen der Erwachsenengesellschaft.Ein Bereich der Darstellung findet, ist das Militärische. Neben der Auswahl von militärischer Kleidung aus funktionalen Gründen gibt es symbolische, weshalb das kriegerische Elemente immer wieder auftauchen.Wie in vielen anderen Jugendkulturen schreiben sich auch bei Techno und House die militärischen Diskurse ein und werden dort in ein ästhetisches Phänomen uminterpretiert. Die Camouflage Patterns, die in unterschiedlichen Mustern und Farben in vielen Jugendkulturen auftauchen (Punk, Skin, Techno, HipHop, Rastafari), sind in widersprüchlichen Bedeutungskontexten auch für die Techno-Szene wichtig. Der Tarnungsaspekt wird scheinbar dadurch umgedreht, daß die gesamte Farbpalette in dem Camouflage Muster angewendet und dieses auf alle Kleidungsstücke appliziert wird, auch auf Schuhe und Röcke. Besonders beliebt ist bis Mitte der 90er Jahre die Winter-Camouflage, die außerhalb einer verschneiten Umgebung besonders auffällig wird.Durch die Veränderung der Farben der Kampfanzüge in lila-, rot- oder orange-farbige Muster dienen diese nicht mehr der Tarnung, sondern ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Nicht verbergen, sondern sichtbar sein, ist eine der möglichen Devise auf dem Event. Neonfarben haben eine ähnliche Funktion wie die Signalfarben von Leuchtmunition, nämlich zu zeigen, wo sich eine Person im Raum aufhält, ein Zeichen von Präsenz zu senden.Mit einer bestimmten Farbigkeit und vor allem durch reflektierende Materialien kann auch das Gegenteil eintreten, nämlich das Unsichtbarwerden und Verschwinden in der tanzenden Masse auf der Tanzfläche. Hier gibt es Parallelen zur militärischen Strategie der Blendung des Gegners. Auch Blendung ist Tarnung sagt Friedrich Kittler. Wenn man selber zurückstrahlt, macht man sich nicht unbedingt sichtbarer, man irritiert den anderen, der einen sieht. (Dazzle Painting, einem Schutzanstrich für Schiffe im ersten Weltkrieg nicht das Ziel, das Schiff unsichtbar zu machen, sondern die Wahrnehmung des Gegners zu verwirren.)Bei Techno und House ist der aggressive Zug von Camouflage außer Kraft gesetzt. Der Einsatzraum ist das Party-Schlachtfeld. Die Aktionen sind Ausdruck einer Spaßguerilla, die der Party punktuell den Stadtraum erobert, getreu dem Beastie Boys Motto: „You gotta fight for your right to party!".Pappmaché-und echte Panzer (Berliner Ensemble 1997 und Raketen: Camel The Move 1994, Plattenlabel DJAX Up beats Loveparade 1997 und 1998) Militärfahrzeuge und Tarnnetze sind beliebte Wagenmotive auf den Umzügen wie der Street Parade in Zürich oder bei der LoveParade in Berlin, die nicht von ungefähr Paraden heißen. Große Raves, wie die seit 1995 stattfindende Nature One wählen als Location zuerst den Militärflughafen Haan und dann verwandelt sich sehr symbolträchtig die Raketenstation Pydna mitsamt den Hangars in denen einst die Cruise Missiles lagerten im Hunsrück in ein friedliches Partygelände.Militärische Bedrohung ist unsichtbar, sie zeigt sich nicht mehr in einer BunkerarchitekturSie stellen mit Camouflage, Wasser-Pumpguns (Supersoaker) einen überkommenen Bereich des Militärischen dar.Infantile Kriegstechnologie für die PartyBlinkende Elemente an der Kleidung, und Laserpointer zeigen die Richtung der Transformation des Militärischen an: Diese Form der sichtbaren Waffen ist zu Spielzeug geworden, die Waffen der Zukunft werden nicht mehr wahrnehmbar sein. Das Zeigen mit dem Laserpointer entspricht dem Zielen mit Infrarot- und Laserwaffen, die ihr Ziel nicht mehr durch ein Fadenkreuz, sondern durch einen roten Laserpunkt anvisieren und das „Opfer" markieren.Techno setzt die TänzerInnen extremen Bedingungen aus. Dies ist die ernste Seite des Trainings für neue Wahrnehmungswelten."Offenbar sind die Leute mit ihrer motorischen, sensorischen und intellektuellen Ausstattung gar nicht dafür gebaut, hochtechnische Kriege zu führen. Seit dem Ersten Weltkrieg zwingen Geschwindigkeit und Beschleunigung (um mit Virilio zu reden) zur Einrichtung spezieller Trainingslager, die den langsamen Leuten neue Wahrnehmungsformen beibringen.... In Zwischenzeiten, also wenn der Krieg nicht als Echtzeit verläuft, übernehmen wahrscheinlich Rockkonzerte oder Diskotheken die Rolle solcher Trainingslager für Wahrnehmungen, die die Wahrnehumgsschwelle unterlaufen."  S. 112Diese Beschreibung von Kittler läßt sich an verschiedenen ästhetischen und musikalischen Phänomenen festmachen: Der stampfende Rhythmus erinnert an Marschieren, Samples imitieren Gefechtslärm oder Geschützfeuer, das Ravesignal gleicht einer militärischen Alarmsirene. Dazu ganz spezielle Lichteffekte, eine Reduktion des Farbenspektrums und die Konzentration auf weißes Licht, entweder mit Stroboskop-Blitzen, die Blendraketen gleichenoder breiten Scheinwerfern, die einen Lichtteppich erzeugen, wie die hochgestellten Flakscheinwerfer von Albert Speers Lichtdom, die um 90 Grad gedreht und verkleinert wurden.Verschiedene ästhetische und musikalische Phänomenen verweisen auf einen derartigen Zusammenhang: der stampfende gleichförmige Rhythmus erinnert an Marschieren, Samples imitieren Gefechtslärm oder Geschützfeuer, das Ravesignal gleicht einer militärischen Alarmsirene.Das Techno-Event ist Erpro-bungsfeld zwischen narzißstischer Erfahrung des Körpers als Selbstverwirklichung und totaler Entäußerung, ein Training im kommerziellen Labo-ratorium für zukünftige Geschwindigkeiten und Wahrnehmungswelten. Für die Ausbildung neuer Wahrnehmungsstrukturen müssen alte Wahrnehmungsmuster abgetötet werden. (vgl. Greenfield für TV und Videospiele). Was bedeutet, daß sich zukünftige Generation überlebensfähig machen, indem sie sich auf die Anforderungen einer neuen elektronischen Welt vorbereiten.Beleuchtbare Uhren wie die Casio G-Shock verweisen auf die Zifferblätter der Fliegeruhren aus selbstleuchtendem Radium und können als Synchronisation der Massen interpretiert werden (absolut genau einen gemeinsamen Sturmangriff und der immer genau um 4.30 ). Um die Zeit im dunklen Raum der Party ablesen zu können, kommt es zu einer Renaissance digitaler Uhren mit fluoreszierenden Zifferblättern, z.B. in der G-Shock Uhr. Diese  verweisen auf die Zifferblätter der Fliegeruhren aus selbstleuchtendem Radium. Weitere militärische Elemente sind die Neonfarben, die eine ähnliche Funktion haben wie die Signalfarben von Leuchtmunition, nämlich zu zeigen, wo sich eine Person im Raum aufhält, ein Zeichen von Präsenz zu senden. Auch das Zielen mit Laserpointern, das Zeigen auf etwas, entspricht dem Zielen mit Infrarot- und Laserwaffen, die ihr Ziel nicht mehr durch ein Fadenkreuz, sondern durch einen roten Laserpunkt anvisieren und das „Opfer" markieren. Im Party-Kontext bedeutet es eine zusätzliche technische Kommunikationsmöglichkeit, einer Person immateriell, schon fast telepräsent, auf die Schulter zu tippen.Techno setzt die TänzerInnen für den Außenstehende extrem erscheinenden Bedingungen aus, die die Anhänger des Stils nicht als außergewöhnlich erachten. Dies ist die ernste Seite des Trainings für neue Wahrnehmungswelten. Die andere ist die Fun-Seite in Form von  Pappmaché-PanzernSie stellen mit Camouflage (Tarnfarben), Wasser-Pumpguns (Supersoaker) einen überkommenen Bereich des Militärischen dar. Blinkende Elemente an der Kleidung, und Laserpointer zeigen die Richtung der Transformation des Militärischen an: Diese Form der sichtbaren Waffen ist zu Spielzeug geworden, die Waffen der Zukunft werden nicht mehr wahrnehmbar sein.