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Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2012

(zum Ausdrucken s. Download)
   

Vorbemerkung

  • Vorlesungen sind unverzichtbare Instrumente der Orientierung im Fach. Die in ihnen behandelten Themen werden in Zukunft verstärkt bei der Auswahl von Prüfungsstoffen berücksichtigt.
  • Der Besuch der Vorträge im Rahmen des Kolloquiums "Neue archäologische Funde und Forschun-gen" sollte für Hauptfachstudierende selbstverständlich sein. Hier besteht oft die Gelegenheit, Themen und Methoden kennenzulernen, die im Rahmen des Studiums nicht oder nur am Rande zur Sprache kommen, und auswärtige Vortragende persönlich kennenzulernen. 
  • Bachelorstudiengang: Mit Ende des Sommersemesters 2011/2012 wird der bisherige modularisierte Magisterstudiengang Klassische Archäologie für Studienanfänger eingestellt. An dessen Stelle tritt für Neuimmatrikulierte der Bachelorstudiengang Klassische Archäologie. Das Lehrangebot für die Magisterstudiengänge wird weiterhin aufrecht erhalten.
Priene. Rekonstruktion des Ephebensaales im Gymnasion von F. Krischen

 

Kolloquium Neue Archäologische Funde und Forschungen

für Hörer aller FB,
Di 18 Uhr c.t.,
Grüneburgplatz 1, Haupteingang (Q3), EG, Raum 311
Termine s. Aushang oder unter Vorträge

Die meist auswärtigen Gäste berichten über neue Forschungsergebnisse. An die Vorträge schließen sich Diskussionen an.
 
   

Kolloquium für Hauptfachstudierende


Aktuelle archäologische Themen, Neuerscheinungen und laufende Arbeiten

Mo 18-20 Uhr c.t., Raum 5.501 (s. Aushang)
Termine s. Aushang

Mod. MAG: Kolloquia KLA-MAG-HF-M13; alte MAG: Hauptstudium

In dieser Veranstaltung sollen in Arbeit befindliche Forschungen aus dem Kreis der Studierenden, Doktoranden und Mitarbeiter des Instituts, ggf. auch auswärtiger Vortragender, vorgestellt und diskutiert werden. Wenn die Zeit es erlaubt, werden außerdem wichtige Neuerscheinungen aus dem Fach besprochen. Ein thematischer Rahmen hierfür wird in der ersten Sitzung vereinbart.

 
 
 

Einmalige Veranstaltung für Erstsemester


Studierende der Klassischen Archäologie (‘Institutsgruppe’, stud. Hilfskräfte)
Mi 18. April 2012, 12:00 Uhr, Raum 5.551 

Ziel der Veranstaltung ist es, dem Studienanfänger einen ersten Einblick in die Gegebenheiten des Instituts und des Studiums zu geben. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt.


 

Obligatorische Studienberatung für Erstsemester

Obligatorische Studienberatung möglichst vor Semesterbeginn oder in der ersten Vorlesungswoche: Alle Studienanfänger müssen zu Beginn des Grundstudiums eine Studienberatung in Anspruch nehmen und sich bescheinigen lassen (bei Dr. Burkhardt, Dr. Filges oder Dr. Mandel); das Gleiche gilt zu Beginn des Hauptstudiums.

 

 
B.A.-Studiengang

PROPAEDEUTIK


Prof. Dr. Fleur Kemmers u. a.
Propaedeuticum Archaeologicum II
Mo 18-20 Uhr, EG 311 (Beginn: 16.04.2012)

B.A.: Einführungsmodul KLA-BA-HF-M1

Ziel des Propädeutikums (und des begleitenden Tutoriums, s. dort) ist es, Fragestellungen, Zielsetzungen, Arbeitstechniken und Methoden der archäologischen Wissenschaften, soweit sie am Institut für Archäologische Wissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität vertreten sind, und der Archäometrie kennen zu lernen. In den Veranstaltungen werden demzufolge die folgenden Haupt- und Nebenfachstudiengänge vorgestellt: Archäologie und Kulturgeschichte des Alten Orients; Archäologie und Geschichte der Römischen Provinzen; Archäologie von Münze, Geld und von Wirtschaft in der Antike; Archäometrie; Klassische Archäologie; Vor- und frühgeschichtliche Archäologie (s. Kommentierte Vorlesungsverzeichnisse der Abt. II und III).

N.N.
Tutorium zum „Propaedeuticum Archaeologicum II“
Termine und Raum s. Aushang

B.A.: Einführungsmodul KLA-BA-HF-M1

Die das Propaedeuticum Archaeologicum (s. dort) begleitenden Tutorien vertiefen die dort dargestellten Inhalte, geben Anleitungen zu ersten wissenschaftlichen Arbeiten und führen in die fachspezifischen Hilfsmittel ein. Aus diesem Grund wird dringend empfohlen, das Modul in den ersten beiden Semestern zu belegen (Teil I jeweils im Wintersemester, Teil II jeweils im Sommersemester).


VORLESUNG

Prof. Dr. Wulf Raeck
Die augusteische Epoche in archäologischer Perspektive
Mi 10-12 Uhr, Raum 311 (Beginn: 18.04.2012)

B.A.: Grundlagen III. Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Themen aus der Lebens- und Regierungszeit des Augustus (63 v. Chr. – 14 n. Chr.) sind immer wieder und auch in den letzten Jahren Gegenstand archäologischer Seminare gewesen. Diese können aber immer nur einen kleinen Ausschnitt aus der Gesamtproblematik behandeln; der Kontext, aus dem heraus die einzelnen Denkmäler und Themen verständlich werden, ist allenfalls skizzenhaft deutlich. In der Vorlesung sollen nun die wichtigsten archäologischen Fragen im historischen und kulturellen Gesamtkontext beschrieben und der jeweilige Forschungsstand skizziert werden. Die Kernfragen, die über die augusteische Epoche hinaus von exemplarischer Bedeutung sind, gelten z. B. der Funktion von Kunst als Träger politischer Aussagen, der Kunst als Gegenstand obrigkeitlicher Reglementierung und in diesem Zusammenhang besonders dem vielzitierten augusteischen Klassizismus. Dabei stehen solche Bereiche im Vordergrund, die zum Gegenstand der in diesem Semester anste-henden Lehrmodule gehören, d. h. topographische und architektonische Themen sowie Malerei und Reliefs aller Formate.
Die Vorlesung gehört zum Gegenstand der Modulabschlussprüfungen. Zur Vorbereitung wird wieder eine Zu-sammenfassung auf der Lehrplattform OLAT eingestellt.

Einführende Literatur: P. Zanker, Augustus und die Macht der Bilder (München 1987); H. von Hesberg, Römische Archäologie und Kunstgeschichte 1.8 Augustus, in: F. Graf (Hrsg.), Einleitung in die lateinische Philologie (Stuttgart 1997) 621-626. – Zusammenfassend zur politischen Geschichte: F. Bernstein, Der Anfang: Das vermeintliche Kaisertum des Augustus, in: H. Leppin u. a. (Hrsg.), Kaisertum im ersten Jahrtausend (Regensburg 2011) 17-54.


 


 

PROSEMINARE

Dr. Nadin Burkhardt
Topographie Nordgriechenlands
Mi 14.15-15.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 11.04.2012)

B.A.: Grundlagen III. Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Das Wissen um die Lage und das Aussehen antiker Ortschaften sowie um ihre Entwicklung und Vernetzung innerhalb einer Region gehört zu den für Archäologen wichtigen Orts- und Denkmälerkenntnissen. Mit dem hier ausgewählten Bereich wird ein wichtiger Teil des antiken Griechenland ins Auge gefasst.
Zu den frühesten wichtigen Fundorten gehören die neolithischen Siedlungen Sesklo und Dimini nahe Volos, aus mykenischer Zeit stammen die Überreste bei Iolkos, und für die archaische und klassische Zeit liefern die Insel Thasos, Dodona und die Chalkidiki mit Olynth und Stagiros reiche Funde. In Olynth können wir uns zudem mit dem Phänomen der geplanten Stadterweiterung beschäftigen. Im 4. und 3. Jh. v. Chr. prägen vor allem die Residenzen des makedonischen Königshauses und der Nachfolger Alexanders, der Diadochen, die Städtelandschaft Makedoniens und Thessaliens wie in Aiani, Aigai/Edessa, Florina, Beroia, Pella, Thessaloniki und Demetrias. In römischer Zeit führt eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen, die Via Egnatia durchs Land, quer durch Epirus, Makedonien und Thrakien. Die an ihr gelegenen Orte erleben eine neue Blüte, vor allem in der Spätantike: Edessa, Thessaloniki, Amphipolis und Philippi.
Wir werden in den Sitzungen nicht Ort für Ort behandeln, sondern chronologisch vorgehen. So können wir uns zum einen die Entwicklung Nordgriechenlands erarbeiten und zum anderen zugleich jeweils zeittypische Bauten wie klassische Theater, hellenistische Peristylhäuser oder Festungen, römische Ehrenbögen und Palastanlagen und frühchristliche Basiliken kennenlernen.
Teilnahmebedingung: Studienberatung, Einführungsmodul
Studienleistungen: regelmäßige und aktive Teilnahme, eigenes Kurzreferat mit Präsentation, einmaliges Stundenprotokoll

Einführende Literatur: Chr. Mee – A. Spawforth, Greece: An Oxford Archaeological Guide (Oxford 2001); M. H. Hansen – Th. H. Nielsen (Hrsg.), An Inventory of Archaic and Classical Poleis (Oxford 2004); M. B. Sakellariou, Macedonia. 4000 Years of Greek History (Athen 1983); P. Valavanis (Hrsg.), Great Moments in Greek Archaeology (Athen 2007) 184-195. 256-271. 322-325.
F. Stählin, Das hellenische Thessalien (Stuttgart 1995); E. Winter, Stadtspuren. Zeugnisse zur Siedlungs-geschichte der Chalkidiki (Wiesbaden 2006).

Dr. Axel Filges
Antike Monumentalaltäre
Mo 10-12 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 16.04.2012)

B.A: Grundlagen III. Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Altäre als funktional und weniger typologisch definierte Bauform markieren die Zentren von Opferhandlungen und sind feste Bestandteile u. a. von Heiligtümern. In der Veranstaltung soll ein Überblick über die gebräuch-lichen Altarformen von der mykenischen Herdstelle im Megaron über geometrische Aschenaltäre bis zu den Altartischen in frühbyzantinischen Kirchen geboten werden. Schwerpunkt sind die architektonischen Prunkaltäre im griechischen Raum, deren Vorläufer seit dem 6. Jh. v. Chr. nachzuweisen sind (Samos, Ephesos, Kyrene), und die besonders in der hellenistischen Zeit (Syrakus, Magnesia, Pergamon, Priene) erstaunliche Ausmaße und skulpturale Dekorationselemente aufweisen konnten. Auch in der römischen Kultur waren Altäre seit dem 6./5. Jh. v. Chr. gebräuchlich (Ara Maxima Herculis); bedeutende mit Reliefs verzierte Anlagen sind etwa die Domitius-Ara und die Ara Pacis aus dem 1. Jh. v. Chr. Aus den östlichen Provinzstädten der Kaiserzeit (Milet, Ephesos, Hierapolis) sind ebenfalls zahlreiche Beispiele für Großaltäre erhalten.
Im Proseminar sollen in chronologischer Folge die wichtigen Altäre in ihrer Ausstattung und im baulichen Kon-text vorgestellt werden. Dies geschieht durch Gruppenreferate mit Bildpräsentationen und aktivierenden Fragen an das Plenum. Lernziele sind die Erweiterung der Denkmälerkenntnis, das Nachvollziehen von Veränderungs-prozessen in der baulichen Ausgestaltung von Heiligtümern sowie das Entwickeln von Fragen und Interpreta-tionen zu den übergeordneten Botschaften dieser Monumentgruppe.

Literatur: Der Neue Pauly 1 (Stuttgart, Weimar 1996) 550-555 s. v. Altar (Chr. Höcker – F. Prayon); C. G. Yavis, Greek Altars (Saint Louis/Mo. 1949); M. C. Şahin, Die Entwicklung der griechischen Monumental-Altäre (Bonn 1972).

Prof. Dr. Wulf Raeck
Römische öffentliche Bauten
Do 14-16 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 19.04.2012)

B.A.: Grundlagen III. Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Im Proseminar sollen zum einen die Typologie und Terminologie von Leitformen öffentlicher Architektur im römischen Reich (z. B. von Tempeln, Thermen oder Amphitheatern) vermittelt und ferner nach der Funktion der Bauten gefragt werden (was geschah in ihnen?).

Einführende Literatur: H. von Hesberg, Römische Baukunst (München 2005).

PD Dr. Eva Winter
Von Blüten und Blättern – Einführung in die antike Bauornamentik
Blockveranstaltung (Termine 20.4., 11.5., 25.5., 6.7. 2012), Fr 14-20 Uhr, Raum 5.501

B.A.: Grundlagen III. Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Architektonische Schmuckformen begegnen nicht nur in vielfältiger Weise an zahlreichen Gebäudetypen der Antike, sondern werden auch in anderen Objektgruppen, z. B. für Möbel und Gerät, eingesetzt. Aufgrund der extrem hohen Anzahl und weiten Verbreitung antiker Architekturdekoration eignet sich dieses Material besonders gut zur Untersuchung von relativen zeit- und regionalspezifischen Entwicklungen, von denen v. a. Rückschlüsse auf die Datierung des Ornamentträgers abgeleitet werden.
Im Blockseminar sollen deshalb die grundlegenden Möglichkeiten und Grenzen der form- und stilgeschicht-lichen Systematisierung an ausgewählten Beispielen erprobt werden. Ziel der Veranstaltung soll sein, den Teilnehmern einen Überblick im Umgang mit dieser wichtigen Materialgruppe zu vermitteln, die der Forschung als Ausgangspunkt für zahlreiche weiterführende kulturgeschichtliche Fragestellungen dient.
In den einzelnen Sitzungen der Blockveranstaltung werden die Themenkomplexe über Einzel- und Gruppen-referate mit anschließender Diskussion vorgestellt; in einer Klausur am Ende wird das gesamte Modul abgeprüft.

Literatur: S. Altekamp, Zur griechischen Architekturornamentik im 6. und 5. Jh. v. Chr. (Frankfurt am Main 1991); H. von Hesberg, Römische Baukunst (München 2005); F. Mattern, Gesims und Ornament. Zur stadt-römischen Architektur von der Republik bis Septimius Severus (Münster 2001); W. Müller-Wiener, Griechisches Bauwesen in der Antike (München 1988); F. Rumscheid, Untersuchungen zur kleinasiatischen Bauornamentik des Hellenismus (Mainz 1994), A. Schmidt-Colinet, Antike Architektur und Bauornamentik. Grundformen und Grundbegriffe (Wien 2004).


ÜBUNGEN


Dr. Axel Filges
Mit Pausanias durch Griechenland
Fr 8.30-10 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 20.04.2012)

B.A.: Grundlagen III. Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Die niedergeschriebenen Beobachtungen des Pausanias, der im 3. Viertel des 2. Jhs. n. Chr. die griechischen Landschaften bereiste, stellen noch heute eine wesentliche Informationsquelle für die Kenntnis und Rekonstruktion griechischer Städte, Heiligtümer und Monumente dar. Das Interesse des Pausanias an der Vergangenheit hilft, nicht nur unsere Kenntnisse des kaiserzeitlichen Griechenland zu vervollständigen, sondern mehr noch die früheren Zeiten mit ihren Denkmälern, Personen und religiös-kultischen Praktiken zu verstehen.
In der Übung werden Passagen der Beschreibung Griechenlands heute noch existenten antiken Monumenten gegenüber gestellt; dabei können sich Übereinstimmung oder Abweichungen ergeben. Am ertragreichsten ist der Text-Objekt-Vergleich sicher bei positiven Befunden. Hier soll im Einzelnen überprüft werden, mit welchen Worten und Mitteln der Autor Stellungnahme bezieht, was erwähnt wird, was übergangen wird.
So wird durch den Vergleich das Fundament für eine gute archäologische Topographie- und Denkmälerkenntnis geschaffen, gattungsimmanente Spezifika erhalten ihre Bedeutung und das Hinterfragen antiker Quellen und ihrer Aussageabsichten wird als Methode der Altertumswissenschaften verständlich.
Die Studierenden werden in Gruppen für einzelne Sitzungen verantwortlich sein und das entsprechende Bildmaterial gemeinsam mit dem Übungsleiter vorbereiten. Vorbereitende Leseaufgaben gehören weiterhin zu den Studienleistungen.

Literatur: Pausanias Reisen in Griechenland, 3 Bd., hrsg. von F. Eckstein (Zürich/München 1986);Chr. Habicht, Pausanias und seine “Beschreibung Griechenlands” (München 1985); Der Neue Pauly 9 (2000) 445-449 s. v. Pausanias, der Perieget (A. A. Donohue); K. W. Arafat, Pausanias’ Greece. Ancient Artists and Roman Rulers (Cambridge 1996).


Ulrike Wolf M.A.
Griechische Architektur
Di 16-18 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 18.04.2012)

B.A.: Grundlagen III. Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Hört man den Begriff ‚Griechische Architektur‘, so denkt man schnell an die großen Tempel der klassischen Zeit oder auch an die bekannten antiken Theater. Doch wie gestaltete sich der Weg dorthin? Wann begann eine funktionale Differenzierung von Bauwerken? Welche Gebäudeformen sind uns aus der Antike bekannt und in welchem Kontext stehen Sie? Lassen sich private, öffentliche und sakrale Bauten im Befund immer eindeutig unterscheiden? Diese Fragen werden die erste Hälfte der Übung bestimmen.
Im zweiten Teil werden einzelne öffentliche und sakrale Bauwerke exemplarisch vorgestellt. Was sind Alleinstellungsmerkmale und was Unterscheidungskriterien zu anderen Gebäuden desselben Kontexts? Lassen sich funktionale Änderungen am veränderten Befund ablesen, bzw. wie bestimmt die Funktion die Architektur?
Die Studienleistung ergibt sich durch vorbereitende Leseaufgaben und die schriftliche Beantwortung von Fragen als Hausaufgabe.

Literatur: T. Hölscher (Hrsg.), Grundwissen Klassische Archäologie (2002); W. Müller-Wiener, Griechisches Bauwesen in der Antike; F. Kolb, Die Stadt im Altertum (2005).





MAG-Studiengang

VORLESUNG

Prof. Dr. Wulf Raeck
Die augusteische Epoche in archäologischer Perspektive
Mi 10-12 Uhr, Raum 311 (Beginn: 18.04.2012)

MAG: Grundlagen der antiken Architektur und Urbanistik KLA-MAG-HF-M4; KLA-MAG-NF-M4
Flächenkunst KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9

Themen aus der Lebens- und Regierungszeit des Augustus (63 v. Chr. – 14 n. Chr.) sind immer wieder und auch in den letzten Jahren Gegenstand archäologischer Seminare gewesen. Diese können aber immer nur einen kleinen Ausschnitt aus der Gesamtproblematik behandeln; der Kontext, aus dem heraus die einzelnen Denkmäler und Themen verständlich werden, ist allenfalls skizzenhaft deutlich. In der Vorlesung sollen nun die wichtigsten archäologischen Fragen im historischen und kulturellen Gesamtkontext beschrieben und der jeweilige Forschungsstand skizziert werden. Die Kernfragen, die über die augusteische Epoche hinaus von exemplarischer Bedeutung sind, gelten z. B. der Funktion von Kunst als Träger politischer Aussagen, der Kunst als Gegenstand obrigkeitlicher Reglementierung und in diesem Zusammenhang besonders dem vielzitierten augusteischen Klassizismus. Dabei stehen solche Bereiche im Vordergrund, die zum Gegenstand der in diesem Semester anste-henden Lehrmodule gehören, d. h. topographische und architektonische Themen sowie Malerei und Reliefs aller Formate.
Die Vorlesung gehört zum Gegenstand der Modulabschlussprüfungen. Zur Vorbereitung wird wieder eine Zu-sammenfassung auf der Lehrplattform OLAT eingestellt.

Einführende Literatur: P. Zanker, Augustus und die Macht der Bilder (München 1987); H. von Hesberg, Römische Archäologie und Kunstgeschichte 1.8 Augustus, in: F. Graf (Hrsg.), Einleitung in die lateinische Philologie (Stuttgart 1997) 621-626. – Zusammenfassend zur politischen Geschichte: F. Bernstein, Der Anfang: Das vermeintliche Kaisertum des Augustus, in: H. Leppin u. a. (Hrsg.), Kaisertum im ersten Jahrtausend (Regensburg 2011) 17-54.


PROSEMINARE


Dr. Nadin Burkhardt
Topographie Nordgriechenlands
Mi 14.15-15.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 11.04.2012)

MAG: Grundlagen der antiken Architektur und Urbanistik KLA-MAG-HF-M4; KLA-MAG-NF-M4

Das Wissen um die Lage und das Aussehen antiker Ortschaften sowie um ihre Entwicklung und Vernetzung innerhalb einer Region gehört zu den für Archäologen wichtigen Orts- und Denkmälerkenntnissen. Mit dem hier ausgewählten Bereich wird ein wichtiger Teil des antiken Griechenland ins Auge gefasst.
Zu den frühesten wichtigen Fundorten gehören die neolithischen Siedlungen Sesklo und Dimini nahe Volos, aus mykenischer Zeit stammen die Überreste bei Iolkos, und für die archaische und klassische Zeit liefern die Insel Thasos, Dodona und die Chalkidiki mit Olynth und Stagiros reiche Funde. In Olynth können wir uns zudem mit dem Phänomen der geplanten Stadterweiterung beschäftigen. Im 4. und 3. Jh. v. Chr. prägen vor allem die Residenzen des makedonischen Königshauses und der Nachfolger Alexanders, der Diadochen, die Städtelandschaft Makedoniens und Thessaliens wie in Aiani, Aigai/Edessa, Florina, Beroia, Pella, Thessaloniki und Demetrias. In römischer Zeit führt eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen, die Via Egnatia durchs Land, quer durch Epirus, Makedonien und Thrakien. Die an ihr gelegenen Orte erleben eine neue Blüte, vor allem in der Spätantike: Edessa, Thessaloniki, Amphipolis und Philippi.
Wir werden in den Sitzungen nicht Ort für Ort behandeln, sondern chronologisch vorgehen. So können wir uns zum einen die Entwicklung Nordgriechenlands erarbeiten und zum anderen zugleich jeweils zeittypische Bauten wie klassische Theater, hellenistische Peristylhäuser oder Festungen, römische Ehrenbögen und Palastanlagen und frühchristliche Basiliken kennenlernen.
Teilnahmebedingung: Studienberatung, Einführungsmodul
Studienleistungen: regelmäßige und aktive Teilnahme, eigenes Kurzreferat mit Präsentation, einmaliges Stundenprotokoll

Einführende Literatur: Chr. Mee – A. Spawforth, Greece: An Oxford Archaeological Guide (Oxford 2001); M. H. Hansen – Th. H. Nielsen (Hrsg.), An Inventory of Archaic and Classical Poleis (Oxford 2004); M. B. Sakellariou, Macedonia. 4000 Years of Greek History (Athen 1983); P. Valavanis (Hrsg.), Great Moments in Greek Archaeology (Athen 2007) 184-195. 256-271. 322-325.
F. Stählin, Das hellenische Thessalien (Stuttgart 1995); E. Winter, Stadtspuren. Zeugnisse zur Siedlungs-geschichte der Chalkidiki (Wiesbaden 2006).


Dr. Axel Filges
Antike Monumentalaltäre
Mo 10-12 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 16.04.2012)

MAG: Grundlagen der antiken Architektur und Urbanistik KLA-MAG-HF-M4; KLA-MAG-NF-M4

Altäre als funktional und weniger typologisch definierte Bauform markieren die Zentren von Opferhandlungen und sind feste Bestandteile u. a. von Heiligtümern. In der Veranstaltung soll ein Überblick über die gebräuch-lichen Altarformen von der mykenischen Herdstelle im Megaron über geometrische Aschenaltäre bis zu den Altartischen in frühbyzantinischen Kirchen geboten werden. Schwerpunkt sind die architektonischen Prunkaltäre im griechischen Raum, deren Vorläufer seit dem 6. Jh. v. Chr. nachzuweisen sind (Samos, Ephesos, Kyrene), und die besonders in der hellenistischen Zeit (Syrakus, Magnesia, Pergamon, Priene) erstaunliche Ausmaße und skulpturale Dekorationselemente aufweisen konnten. Auch in der römischen Kultur waren Altäre seit dem 6./5. Jh. v. Chr. gebräuchlich (Ara Maxima Herculis); bedeutende mit Reliefs verzierte Anlagen sind etwa die Domitius-Ara und die Ara Pacis aus dem 1. Jh. v. Chr. Aus den östlichen Provinzstädten der Kaiserzeit (Milet, Ephesos, Hierapolis) sind ebenfalls zahlreiche Beispiele für Großaltäre erhalten.
Im Proseminar sollen in chronologischer Folge die wichtigen Altäre in ihrer Ausstattung und im baulichen Kon-text vorgestellt werden. Dies geschieht durch Gruppenreferate mit Bildpräsentationen und aktivierenden Fragen an das Plenum. Lernziele sind die Erweiterung der Denkmälerkenntnis, das Nachvollziehen von Veränderungs-prozessen in der baulichen Ausgestaltung von Heiligtümern sowie das Entwickeln von Fragen und Interpreta-tionen zu den übergeordneten Botschaften dieser Monumentgruppe.

Literatur: Der Neue Pauly 1 (Stuttgart, Weimar 1996) 550-555 s. v. Altar (Chr. Höcker – F. Prayon); C. G. Yavis, Greek Altars (Saint Louis/Mo. 1949); M. C. Şahin, Die Entwicklung der griechischen Monumental-Altäre (Bonn 1972).


Prof. Dr. Wulf Raeck
Römische öffentliche Bauten
Do 14-16 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 19.04.2012)

MAG: Grundlagen der antiken Architektur und Urbanistik KLA-MAG-HF-M4; KLA-MAG-NF-M4

Im Proseminar sollen zum einen die Typologie und Terminologie von Leitformen öffentlicher Architektur im römischen Reich (z. B. von Tempeln, Thermen oder Amphitheatern) vermittelt und ferner nach der Funktion der Bauten gefragt werden (was geschah in ihnen?).

Einführende Literatur: H. von Hesberg, Römische Baukunst (München 2005).

PD Dr. Eva Winter
Von Blüten und Blättern – Einführung in die antike Bauornamentik
Blockveranstaltung (Termine 20.4., 11.5., 25.5., 6.7. 2012), Fr 14-20 Uhr, Raum 5.501

MAG: Grundlagen der antiken Architektur und Urbanistik KLA-MAG-HF-M4; KLA-MAG-NF-M4

Architektonische Schmuckformen begegnen nicht nur in vielfältiger Weise an zahlreichen Gebäudetypen der Antike, sondern werden auch in anderen Objektgruppen, z. B. für Möbel und Gerät, eingesetzt. Aufgrund der extrem hohen Anzahl und weiten Verbreitung antiker Architekturdekoration eignet sich dieses Material besonders gut zur Untersuchung von relativen zeit- und regionalspezifischen Entwicklungen, von denen v. a. Rückschlüsse auf die Datierung des Ornamentträgers abgeleitet werden.
Im Blockseminar sollen deshalb die grundlegenden Möglichkeiten und Grenzen der form- und stilgeschicht-lichen Systematisierung an ausgewählten Beispielen erprobt werden. Ziel der Veranstaltung soll sein, den Teilnehmern einen Überblick im Umgang mit dieser wichtigen Materialgruppe zu vermitteln, die der Forschung als Ausgangspunkt für zahlreiche weiterführende kulturgeschichtliche Fragestellungen dient.
In den einzelnen Sitzungen der Blockveranstaltung werden die Themenkomplexe über Einzel- und Gruppen-referate mit anschließender Diskussion vorgestellt; in einer Klausur am Ende wird das gesamte Modul abgeprüft.

Literatur: S. Altekamp, Zur griechischen Architekturornamentik im 6. und 5. Jh. v. Chr. (Frankfurt am Main 1991); H. von Hesberg, Römische Baukunst (München 2005); F. Mattern, Gesims und Ornament. Zur stadt-römischen Architektur von der Republik bis Septimius Severus (Münster 2001); W. Müller-Wiener, Griechisches Bauwesen in der Antike (München 1988); F. Rumscheid, Untersuchungen zur kleinasiatischen Bauornamentik des Hellenismus (Mainz 1994), A. Schmidt-Colinet, Antike Architektur und Bauornamentik. Grundformen und Grundbegriffe (Wien 2004).


Dr. Axel Filges
Vorbereitung der München-Exkursion
Do 12-14 Uhr, Raum 0.457 (Beginn: 19.04.2012)

MAG: KLA-MAG-HF-M6

Um die einwöchige Langexkursion im September 2012 nach München (Glyptothek, Antikensammlung, Abguss-Sammlung) erfolgreich durchführen zu können, sollen in dem vorbereitenden Proseminar die wichtigsten Münchner Objekte der Gattungen Skulptur, Porträt und Relief wie auch der Vasenmalerei und Kleinkunst in Form von Einzelreferaten vorgestellt und in gemeinsamen Diskussionen erschlossen werden. Vor Ort in München soll versucht werden, aus der Kenntnis der Einzelstücke und ihrer Charakteristika in individueller Auseinandersetzung und Gruppengesprächen Grundzüge der Entwicklung von Formen, Stilen, Typen und Inhalten der genannten Objektgattungen zu erarbeiten.

Literatur: D. Ohly, Die Antikensammlungen am Königsplatz in München (Waldsassen 1975); D. Ohly, Glyptothek München. Griechische und römische Skulpturen (München 1977); M. Maaß, Griechische und römischen Bronzewerke der Antikensammlungen (München 1979); R. Wünsche, Glyptothek München. Meisterwerke griechischer und römischer Skulptur (München 2005)


SEMINARE


Dr. Axel Filges
Antike Mosaike
Mi 16-18 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 18.04.2012)

MAG: Flächenkunst KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9

Mosaike sind in der Antike v. a. als luxuriöse Bodenbeläge verwendet worden, die in Häusern einzelne Räume hervorhoben. Die Entwicklung verlief von Böden aus Kieselsteinen (frühestes bekanntes Beispiel Gordion, 8. Jh. v. Chr.) zu denen mit zugeschnittenen Steinen (Tesserae). Auch andere Materialien wie Ton, Glaspasten oder Muscheln wurden als trittfeste Bestandteile verwendet. Wesentliche Unterscheidungskriterien sind neben den Steinformen (Kiesel- und Tessellatböden) Motive und Farben: Schwarzweiße Böden mit geometrischen oder floralen Mustern waren in bestimmten Regionen und zu fixen Zeiten beliebter als polychrome figürliche Varianten. Neben diesen formalen Aspekten sind es besonders die Bilder aus Mythen und der Alltagswelt, die Interesse wecken. In aktuellen Forschungen wurde der Zusammenhang von Bildthemen und Raumkontexten verstärkt untersucht und erstmals eine ambientale Wirkungsweise der Mosaikbilder postuliert, die als Entwürfe von Ideenwelten und Mentalitäten bewertet und als gliedernde Elemente innerhalb baulicher Strukturen angese-hen werden.
Im Seminar soll in jeder Sitzung eine geographische und zeitliche Einheit (etwa Kieselböden Griechenland 4. Jh. v. Chr. oder kaiserzeitliche Mosaike der Provinz Africa Proconsularis oder spätantike Mythenbilder aus Klein-asien und Syrien) durch Referate vorgestellt werden. So wird einerseits ein Gesamtüberblick über die Gattung geboten, andererseits kommen Detailprobleme wie Datierung, Themenwahl und Deutung sowie raumkontex-tuelle Verwendung zur Sprache.
Die Präsentationen werden vorab mit dem Dozenten besprochen, ferner ist eine Referatskritik obligatorisch. Eine Hausarbeit einschließlich der Beantwortung von Fragen aus weiteren Veranstaltungen des Moduls stellt die Prüfungsleistung dar.

Literatur: Der Neue Pauly 8 (Stuttgart, Weimar 2000) 405-412 s. v. Mosaik (A. M. Panayides); R. Ling, Ancient Mosaics (London 1998); S. Muth, Erleben von Raum – Leben im Raum (Heidelberg 1998); K. M. Dunbabin, Mosaics of the Greek and Roman World (Cambridge 1999); B. Andreae, Antike Bildmosaiken (Mainz 2003).


Dr. Ursula Mandel
Griechische Wand- und Tafelmalerei
Fr 10-12 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 13.04.2012)

MAG: Flächenkunst KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9

Wand- und Tafelmalerei war eine gängige Bildgattung in der antiken griechischen Kultur, die mit den künstlerischen Errungenschaften der Klassik in den Rang großer Kunst aufstieg. Ihre Überlieferung ist leider noch weit mehr von Verlusten betroffen und mit Problemen behaftet als diejenige der griechischen Plastik und Skulptur. Im Seminar werden wir versuchen, die Entwicklung der griechischen Malerei von den Anfängen bis zum Hellenismus zu überschauen, soweit sie aus den Resten und aus sekundären Quellen zu rekonstruieren ist. Intensiv beschäftigen werden wir uns mit den gut erhaltenen Originalen im spätklassischen und hellenistischen Makedonien, die mit spektakulären Neufunden unterirdischer Kammer- und Kistengräber bekannt geworden sind.
Die Themen im Einzelnen: Auf eine Einführung zur hochrangigen minoischen Wandmalerei, die mit dem Fall der bronzezeitlichen Palastkulturen vollständig verschwand, folgt eine Spurensuche nach dem Wiederbeginn der Malerei auf schlichtem Niveau im frühen Griechenland sowie nach den weitgehend verlorenen Werken des 5. Jhs. v. Chr. Die makedonischen Gräber in Vergina, (‚Philippsgrab‘; ‚Prinzengrab‘; ‚Persephone-Grab‘; ‚Eurydike-Grab‘; Grab im Bella-Tumulus), bei Lefkadia (‚Großes Grab‘; ‚Palmettengrab‘; Grab des Lyson und Kallikles), bei Aghios Athanasios, in Pella und Potideia werden in chronologischer Reihenfolge behandelt.
Jedem Thema/ Objekt wird eine zweistündige Seminarsitzung mit 40-minütigem Referat (Studienleistung) und anschließender gemeinsamer Diskussion gewidmet, wobei technische, funktionale, inhaltliche und ästhetische Fragen erörtert werden. Die Prüfungsleistungen bestehen in Hausarbeiten.

Literatur: I. Scheibler, Griechische Malerei der Antike (München 1994); M. A. Tiverios (Hrsg.), Color in Ancient Greece (Thessaloniki 2002); S. Descamps-Lequime (Hrsg.), Peinture et couleur dans le monde grec antique (Paris 2007); H. Brecoulaki, La peinture funéraire du Macédonie. Emplois et fonctions de la couleur IVe-IIe s. av. J.-C. (Paris 2006).


Prof. Dr. Wulf Raeck
„Politische“ Reliefs der Kaiserzeit in Rom und Kleinasien
Di 9.30-12 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 17.04.2012)

Mod. MAG: Flächenkunst KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9

Unter „politischen Reliefs“ werden hier solche Denkmäler verstanden, die meistens unzutreffend als „historische Reliefs“ oder „Staatsreliefs“ bezeichnet werden. Im Vergleich zwischen stadtrömischen und italischen auf der einen sowie kleinasiatischen Beispielen auf der anderen Seite soll das Seminar der Frage nachgehen, wie sich die Gratwanderung zwischen lokaler Identitätssuche und Orientierung an der Zentralmacht in Rom im Relief-schmuck öffentlicher Räume des kaiserzeitlichen Kleinasien darstellt, z. B. durch die Auswahl der dargestellten Themen. Ein weiterer Schwerpunkt soll ferner auf dem Vergleich der stilistischen Ausdrucksmittel im Osten und im Zentrum des Reiches liegen. An kleinasiatischen Denkmälerkomplexen werden u. a. das Partherdenkmal aus Ephesos oder verschiedene Reliefensembles aus Aphrodisias behandelt.

Literatur zur Vorbereitung: Es existieren nur Einzelpublikationen. Zu den im engeren Sinne römischen Staatsreliefs usw.: N. Hannestad, Roman Art and Imperial Policy (Aarhus 1986). – Zur politischen Situation im kaiserzeitlichen Kleinasien: E. Schwertheim, Kleinasien in der Antike (München 2005) 104-110.


Dr. Nadin Burkhardt / Dr. Ursula Mandel
Vorbereitung der Kampanien-Exkursion
Di 14-16 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 17.04.2012)

MAG: KLA-MAG-HF-M12

In diesem Seminar werden wir uns gemeinsam auf eine Exkursion nach Kampanien vorbereiten. Diese Landschaft Italiens bietet quer durch die Zeiten reichhaltige archäologische Stätten und Funde. Kyme und Dikaiarchaia/Puteoli stehen für den Beginn der griechischen Kolonisation im Westen. In Poseidonia/Paestum stehen archaische und klassische griechische Tempel noch weitgehend aufrecht. Hier treffen wir aber auch auf Spuren und Einflüsse der Osker, Samniten und Lukaner, z. B. in der spätklassischen Grabmalerei. Gleiches gilt auch für das hellenistische Pompeji. Die Prägung der Stadtkultur durch (die) Etrusker fassen wir in Capua, den Prozess der Romanisierung in Puteoli. Herculaneum und Pompeji gewähren nicht nur Einblicke in römische Haus- und Stadtstrukturen sowie Wirtschaftsanlagen, sondern vor allem in die (späthellenistisch-)römische Wohnkultur mit ihrer Bilderausstattung in Wandmalerei und Plastik. Im gesamten Vesuvgebiet können wir anhand ausgewählter Beispiele auch dem Phänomen der römischen Villeggiatura nachgehen. Die Museen in Neapel, in Baiae und in Paestum beherbergen eine Fülle von bedeutenden Originalen aller Fundgattungen, mit denen wir gemeinsam arbeiten werden.
Durch den Seminarbesuch und die Autopsie archäologischer Denkmäler, Bauten und Grabungsplätze können Sie Ihre Denkmäler- und Ortskenntnisse erweitern und vertiefen und auf eine ganz neue Realitätsebene heben. Außerdem bekommen Sie in einen Einblick in Aspekte der Denkmalpflege, der Restaurierung und der Präsentation.
Teilnahmebedingung: abgeschlossenes Grundstudium einschließlich Sprachnachweis bis zum Seminarbeginn, regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit, Referat im Seminar und Referat vor Ort
Prüfungsleistung: Klausur

Einführende Literatur: DNP 2 (Stuttgart, Weimar 1997) s. v. Campania S. 955-957 (U. Pappalardo); P. G. Guzzo u. a. (Hrsg.), The National Archaeological Museum of Naples Guide (Verona 2010); G. Pugliese Caratelli (Hrsg.), Italia. Omnium terrarum alumna (Mailand 1988) 531-589.

 

 

Exkursionen


Dr. Axel Filges
München-Exkursion
(s. Aushang)

MAG: KLA-MAG-HF-M6

Die Termine und Ziele der Lang-Exkursion als obligatorischem Bestandteil des Grundstudiumsmoduls KLA-MAG-HF-M6 werden zu Beginn des Sommersemesters bekanntgegeben (s. Aushänge!).


Dr. Nadin Burkhardt / Dr. Ursula Mandel
Kampanien-Exkursion
(s. Aushang)

MAG: KLA-MAG-HF-M12

Die Termine der Lang-Exkursion als obligatorischem Bestandteil des Hauptstudiumsmoduls KLA-MAG-HF-M12 werden zu Beginn des Sommersemesters bekanntgegeben (s. Aushänge!).


 

 

   
   
 

BILDBESCHAFFUNG FÜR REFERATE$

Benutzung der Bilddatenbank


- Digitale Bilder stehen über die Instituts-Bilddatenbank ArKuBiD zur Verfügung: http://archaeologie-bilder.uni-frankfurt.de
 Sie bietet die Bildersuche, den Download und die Bestellung von neuen Abbildungen.
- Für die Benutzung ist der Browser Firefox notwendig!
- Vor Benutzung ist eine Anmeldung nötig: Die Registrierung erfolgt auf der Startseite an einem Rechner in der Diathek oder bei einem der Dozenten. Die Freischaltung kann ein bis zwei Tage dauern, dann ist Suche und Download sofort möglich.
- Andere an der Goethe-Universität verfügbare Bilddatenbanken sind PROMETHEUS (freier Zugang im Uni-Netz über die Campuslizenz): http://prometheus.uni-koeln.de und ARACHNE (kostenfrei, Registrierung per e-Mail): http://www.arachne.uni-koeln.de
- Sollte das gesuchte Bild weder in ArKuBiD noch in den anderen Bilddatenbanken vorhanden sein, kann man es anfertigen lassen: Das entsprechende Buch muss herausgesucht, die Abbildungen im Buch durch eingelegte beschriftete Zettel mit Seitenzahl und Abbildungsnummer gekennzeichnet und ein Zettel mit Namen, Seminar und Referatstermin hinzugelegt werden. Stammt das Buch aus der BzG-Bibliothek, wird es dort ins Bildstellenregal (Raum 6.621) gelegt. Bei bibliotheksexternen Werken oder UB-Büchern kann es in der Diathek (Raum 5.551) abgegeben werden.
- Die Anfertigung und Einstellung in die Datenbank dauert ca. 2-3 Wochen; danach ist der Download aus ArKuBiD möglich.

Ausleihe von Dias

- Die Öffnungszeiten der Diathek Raum 5.551 sind dem HiWi-Dienstplan neben der Zimmertür zu entnehmen.
- Die Dias werden gemeinsam mit einer studentischen Hilfskraft ausgesucht.
- Sollten die gewünschten Dias noch nicht vorhanden sind, ist eine rechtzeitige Bestellung und Neuanfertigungen notwendig: schwarz-weiß Dias 2 Wochen vor Referatstermin; Farbdias 3 Wochen.
- Dias können nicht nach Hause ausgeliehen werden, sie verbleiben stets im Institut.
- Dias dürfen nicht mit Punkten beklebt oder gar beschriftet werden.

 

 

 
     

 

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