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Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2012
(zum Ausdrucken s. Download) |
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Vorbemerkung
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Vorlesungen sind unverzichtbare Instrumente der Orientierung im Fach.
Die in ihnen behandelten Themen werden in Zukunft verstärkt bei
der Auswahl von Prüfungsstoffen berücksichtigt.
-
Der Besuch der Vorträge im Rahmen des Kolloquiums "Neue
archäologische Funde und Forschun-gen" sollte für
Hauptfachstudierende selbstverständlich sein. Hier besteht oft die
Gelegenheit, Themen und Methoden kennenzulernen, die im Rahmen des
Studiums nicht oder nur am Rande zur Sprache kommen, und
auswärtige Vortragende persönlich kennenzulernen.
- Bachelorstudiengang:
Mit Ende des Sommersemesters
2011/2012 wird der bisherige modularisierte Magisterstudiengang Klassische Archäologie für
Studienanfänger eingestellt. An dessen Stelle tritt für Neuimmatrikulierte der
Bachelorstudiengang Klassische
Archäologie. Das Lehrangebot für die Magisterstudiengänge wird weiterhin
aufrecht erhalten.
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Kolloquium Neue Archäologische Funde und Forschungen
für Hörer aller FB,
Di 18 Uhr c.t.,
Grüneburgplatz 1, Haupteingang (Q3), EG, Raum 311
Termine s. Aushang oder unter Vorträge
Die meist auswärtigen Gäste berichten über neue
Forschungsergebnisse. An die Vorträge schließen sich
Diskussionen an. |
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Kolloquium für Hauptfachstudierende
Aktuelle archäologische Themen, Neuerscheinungen und laufende Arbeiten
Mo 18-20 Uhr c.t., Raum 5.501 (s. Aushang)
Termine s. Aushang
Mod. MAG: Kolloquia KLA-MAG-HF-M13; alte MAG: Hauptstudium
In
dieser Veranstaltung sollen in Arbeit befindliche Forschungen aus dem
Kreis der Studierenden, Doktoranden und Mitarbeiter des Instituts, ggf.
auch auswärtiger Vortragender, vorgestellt und diskutiert werden.
Wenn die Zeit es erlaubt, werden außerdem wichtige
Neuerscheinungen aus dem Fach besprochen. Ein thematischer Rahmen
hierfür wird in der ersten Sitzung vereinbart.
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Einmalige Veranstaltung für Erstsemester
Studierende der
Klassischen Archäologie (‘Institutsgruppe’, stud. Hilfskräfte)
Mi 18. April 2012, 12:00 Uhr, Raum 5.551
Ziel der Veranstaltung ist es, dem Studienanfänger einen
ersten Einblick in die Gegebenheiten des Instituts und des Studiums zu geben.
Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt.
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Obligatorische Studienberatung für Erstsemester
Obligatorische
Studienberatung möglichst vor Semesterbeginn oder in der ersten
Vorlesungswoche: Alle Studienanfänger müssen zu Beginn des Grundstudiums
eine Studienberatung in Anspruch nehmen und sich bescheinigen lassen
(bei Dr. Burkhardt, Dr. Filges oder Dr. Mandel); das Gleiche gilt zu Beginn des Hauptstudiums.
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| B.A.-Studiengang |
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PROPAEDEUTIK
Prof. Dr. Fleur Kemmers u. a.
Propaedeuticum Archaeologicum II
Mo 18-20 Uhr, EG 311 (Beginn: 16.04.2012)
B.A.: Einführungsmodul KLA-BA-HF-M1
Ziel des Propädeutikums (und des begleitenden Tutoriums, s. dort)
ist es, Fragestellungen, Zielsetzungen, Arbeitstechniken und Methoden
der archäologischen Wissenschaften, soweit sie am Institut
für Archäologische Wissenschaften der Johann Wolfgang
Goethe-Universität vertreten sind, und der Archäometrie
kennen zu lernen. In den Veranstaltungen werden demzufolge die
folgenden Haupt- und Nebenfachstudiengänge vorgestellt:
Archäologie und Kulturgeschichte des Alten Orients;
Archäologie und Geschichte der Römischen Provinzen;
Archäologie von Münze, Geld und von Wirtschaft in der Antike;
Archäometrie; Klassische Archäologie; Vor- und
frühgeschichtliche Archäologie (s. Kommentierte
Vorlesungsverzeichnisse der Abt. II und III).
N.N.
Tutorium zum „Propaedeuticum Archaeologicum II“
Termine und Raum s. Aushang
B.A.: Einführungsmodul KLA-BA-HF-M1
Die das Propaedeuticum Archaeologicum (s. dort) begleitenden Tutorien
vertiefen die dort dargestellten Inhalte, geben Anleitungen zu ersten
wissenschaftlichen Arbeiten und führen in die fachspezifischen
Hilfsmittel ein. Aus diesem Grund wird dringend empfohlen, das Modul in
den ersten beiden Semestern zu belegen (Teil I jeweils im
Wintersemester, Teil II jeweils im Sommersemester).
VORLESUNG
Prof. Dr. Wulf Raeck
Die augusteische Epoche in archäologischer Perspektive
Mi 10-12 Uhr, Raum 311 (Beginn: 18.04.2012)
B.A.: Grundlagen III. Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4
Themen
aus der Lebens- und Regierungszeit des Augustus (63 v. Chr. – 14
n. Chr.) sind immer wieder und auch in den letzten Jahren Gegenstand
archäologischer Seminare gewesen. Diese können aber immer nur
einen kleinen Ausschnitt aus der Gesamtproblematik behandeln; der
Kontext, aus dem heraus die einzelnen Denkmäler und Themen
verständlich werden, ist allenfalls skizzenhaft deutlich. In der
Vorlesung sollen nun die wichtigsten archäologischen Fragen im
historischen und kulturellen Gesamtkontext beschrieben und der
jeweilige Forschungsstand skizziert werden. Die Kernfragen, die
über die augusteische Epoche hinaus von exemplarischer Bedeutung
sind, gelten z. B. der Funktion von Kunst als Träger politischer
Aussagen, der Kunst als Gegenstand obrigkeitlicher Reglementierung und
in diesem Zusammenhang besonders dem vielzitierten augusteischen
Klassizismus. Dabei stehen solche Bereiche im Vordergrund, die zum
Gegenstand der in diesem Semester anste-henden Lehrmodule gehören,
d. h. topographische und architektonische Themen sowie Malerei und
Reliefs aller Formate.
Die Vorlesung gehört zum Gegenstand der
Modulabschlussprüfungen. Zur Vorbereitung wird wieder eine
Zu-sammenfassung auf der Lehrplattform OLAT eingestellt.
Einführende Literatur:
P. Zanker, Augustus und die Macht der Bilder (München 1987); H.
von Hesberg, Römische Archäologie und Kunstgeschichte 1.8
Augustus, in: F. Graf (Hrsg.), Einleitung in die lateinische Philologie
(Stuttgart 1997) 621-626. – Zusammenfassend zur politischen
Geschichte: F. Bernstein, Der Anfang: Das vermeintliche Kaisertum des
Augustus, in: H. Leppin u. a. (Hrsg.), Kaisertum im ersten Jahrtausend
(Regensburg 2011) 17-54.
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PROSEMINARE
Dr. Nadin Burkhardt
Topographie Nordgriechenlands
Mi 14.15-15.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 11.04.2012)
B.A.: Grundlagen III. Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4
Das
Wissen um die Lage und das Aussehen antiker Ortschaften sowie um ihre
Entwicklung und Vernetzung innerhalb einer Region gehört zu den
für Archäologen wichtigen Orts- und
Denkmälerkenntnissen. Mit dem hier ausgewählten Bereich wird
ein wichtiger Teil des antiken Griechenland ins Auge gefasst.
Zu den frühesten wichtigen Fundorten gehören die
neolithischen Siedlungen Sesklo und Dimini nahe Volos, aus mykenischer
Zeit stammen die Überreste bei Iolkos, und für die archaische
und klassische Zeit liefern die Insel Thasos, Dodona und die Chalkidiki
mit Olynth und Stagiros reiche Funde. In Olynth können wir uns
zudem mit dem Phänomen der geplanten Stadterweiterung
beschäftigen. Im 4. und 3. Jh. v. Chr. prägen vor allem die
Residenzen des makedonischen Königshauses und der Nachfolger
Alexanders, der Diadochen, die Städtelandschaft Makedoniens und
Thessaliens wie in Aiani, Aigai/Edessa, Florina, Beroia, Pella,
Thessaloniki und Demetrias. In römischer Zeit führt eine der
wichtigsten Ost-West-Verbindungen, die Via Egnatia durchs Land, quer
durch Epirus, Makedonien und Thrakien. Die an ihr gelegenen Orte
erleben eine neue Blüte, vor allem in der Spätantike: Edessa,
Thessaloniki, Amphipolis und Philippi.
Wir werden in den Sitzungen nicht Ort für Ort behandeln, sondern
chronologisch vorgehen. So können wir uns zum einen die
Entwicklung Nordgriechenlands erarbeiten und zum anderen zugleich
jeweils zeittypische Bauten wie klassische Theater, hellenistische
Peristylhäuser oder Festungen, römische Ehrenbögen und
Palastanlagen und frühchristliche Basiliken kennenlernen.
Teilnahmebedingung: Studienberatung, Einführungsmodul
Studienleistungen: regelmäßige und aktive Teilnahme, eigenes
Kurzreferat mit Präsentation, einmaliges Stundenprotokoll
Einführende Literatur:
Chr. Mee – A. Spawforth, Greece: An Oxford Archaeological Guide
(Oxford 2001); M. H. Hansen – Th. H. Nielsen (Hrsg.), An
Inventory of Archaic and Classical Poleis (Oxford 2004); M. B.
Sakellariou, Macedonia. 4000 Years of Greek History (Athen 1983); P.
Valavanis (Hrsg.), Great Moments in Greek Archaeology (Athen 2007)
184-195. 256-271. 322-325.
F. Stählin, Das hellenische Thessalien (Stuttgart 1995); E.
Winter, Stadtspuren. Zeugnisse zur Siedlungs-geschichte der Chalkidiki
(Wiesbaden 2006).
Dr. Axel Filges
Antike Monumentalaltäre
Mo 10-12 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 16.04.2012)
B.A: Grundlagen III. Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4
Altäre als funktional und weniger typologisch definierte Bauform
markieren die Zentren von Opferhandlungen und sind feste Bestandteile
u. a. von Heiligtümern. In der Veranstaltung soll ein
Überblick über die gebräuch-lichen Altarformen von der
mykenischen Herdstelle im Megaron über geometrische
Aschenaltäre bis zu den Altartischen in frühbyzantinischen
Kirchen geboten werden. Schwerpunkt sind die architektonischen
Prunkaltäre im griechischen Raum, deren Vorläufer seit dem 6.
Jh. v. Chr. nachzuweisen sind (Samos, Ephesos, Kyrene), und die
besonders in der hellenistischen Zeit (Syrakus, Magnesia, Pergamon,
Priene) erstaunliche Ausmaße und skulpturale Dekorationselemente
aufweisen konnten. Auch in der römischen Kultur waren Altäre
seit dem 6./5. Jh. v. Chr. gebräuchlich (Ara Maxima Herculis);
bedeutende mit Reliefs verzierte Anlagen sind etwa die Domitius-Ara und
die Ara Pacis aus dem 1. Jh. v. Chr. Aus den östlichen
Provinzstädten der Kaiserzeit (Milet, Ephesos, Hierapolis) sind
ebenfalls zahlreiche Beispiele für Großaltäre erhalten.
Im Proseminar sollen in chronologischer Folge die wichtigen Altäre
in ihrer Ausstattung und im baulichen Kon-text vorgestellt werden. Dies
geschieht durch Gruppenreferate mit Bildpräsentationen und
aktivierenden Fragen an das Plenum. Lernziele sind die Erweiterung der
Denkmälerkenntnis, das Nachvollziehen von
Veränderungs-prozessen in der baulichen Ausgestaltung von
Heiligtümern sowie das Entwickeln von Fragen und Interpreta-tionen
zu den übergeordneten Botschaften dieser Monumentgruppe.
Literatur: Der
Neue Pauly 1 (Stuttgart, Weimar 1996) 550-555 s. v. Altar (Chr.
Höcker – F. Prayon); C. G. Yavis, Greek Altars (Saint
Louis/Mo. 1949); M. C. Şahin, Die Entwicklung der griechischen
Monumental-Altäre (Bonn 1972).
Prof. Dr. Wulf Raeck
Römische öffentliche Bauten
Do 14-16 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 19.04.2012)
B.A.: Grundlagen III. Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4
Im Proseminar sollen zum einen die Typologie und Terminologie von
Leitformen öffentlicher Architektur im römischen Reich (z. B.
von Tempeln, Thermen oder Amphitheatern) vermittelt und ferner nach der
Funktion der Bauten gefragt werden (was geschah in ihnen?).
Einführende Literatur: H. von Hesberg, Römische Baukunst (München 2005).
PD Dr. Eva Winter
Von Blüten und Blättern – Einführung in die antike Bauornamentik
Blockveranstaltung (Termine 20.4., 11.5., 25.5., 6.7. 2012), Fr 14-20 Uhr, Raum 5.501
B.A.: Grundlagen III. Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4
Architektonische Schmuckformen begegnen nicht nur in vielfältiger
Weise an zahlreichen Gebäudetypen der Antike, sondern werden auch
in anderen Objektgruppen, z. B. für Möbel und Gerät,
eingesetzt. Aufgrund der extrem hohen Anzahl und weiten Verbreitung
antiker Architekturdekoration eignet sich dieses Material besonders gut
zur Untersuchung von relativen zeit- und regionalspezifischen
Entwicklungen, von denen v. a. Rückschlüsse auf die Datierung
des Ornamentträgers abgeleitet werden.
Im Blockseminar sollen deshalb die grundlegenden Möglichkeiten und
Grenzen der form- und stilgeschicht-lichen Systematisierung an
ausgewählten Beispielen erprobt werden. Ziel der Veranstaltung
soll sein, den Teilnehmern einen Überblick im Umgang mit dieser
wichtigen Materialgruppe zu vermitteln, die der Forschung als
Ausgangspunkt für zahlreiche weiterführende
kulturgeschichtliche Fragestellungen dient.
In den einzelnen Sitzungen der Blockveranstaltung werden die
Themenkomplexe über Einzel- und Gruppen-referate mit
anschließender Diskussion vorgestellt; in einer Klausur am Ende
wird das gesamte Modul abgeprüft.
Literatur: S.
Altekamp, Zur griechischen Architekturornamentik im 6. und 5. Jh. v.
Chr. (Frankfurt am Main 1991); H. von Hesberg, Römische Baukunst
(München 2005); F. Mattern, Gesims und Ornament. Zur
stadt-römischen Architektur von der Republik bis Septimius Severus
(Münster 2001); W. Müller-Wiener, Griechisches Bauwesen in
der Antike (München 1988); F. Rumscheid, Untersuchungen zur
kleinasiatischen Bauornamentik des Hellenismus (Mainz 1994), A.
Schmidt-Colinet, Antike Architektur und Bauornamentik. Grundformen und
Grundbegriffe (Wien 2004).
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ÜBUNGEN
Dr. Axel Filges
Mit Pausanias durch Griechenland
Fr 8.30-10 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 20.04.2012)
B.A.: Grundlagen III. Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4
Die niedergeschriebenen Beobachtungen des Pausanias, der im 3. Viertel
des 2. Jhs. n. Chr. die griechischen Landschaften bereiste, stellen
noch heute eine wesentliche Informationsquelle für die Kenntnis
und Rekonstruktion griechischer Städte, Heiligtümer und
Monumente dar. Das Interesse des Pausanias an der Vergangenheit hilft,
nicht nur unsere Kenntnisse des kaiserzeitlichen Griechenland zu
vervollständigen, sondern mehr noch die früheren Zeiten mit
ihren Denkmälern, Personen und religiös-kultischen Praktiken
zu verstehen.
In der Übung werden Passagen der Beschreibung Griechenlands heute
noch existenten antiken Monumenten gegenüber gestellt; dabei
können sich Übereinstimmung oder Abweichungen ergeben. Am
ertragreichsten ist der Text-Objekt-Vergleich sicher bei positiven
Befunden. Hier soll im Einzelnen überprüft werden, mit
welchen Worten und Mitteln der Autor Stellungnahme bezieht, was
erwähnt wird, was übergangen wird.
So wird durch den Vergleich das Fundament für eine gute
archäologische Topographie- und Denkmälerkenntnis geschaffen,
gattungsimmanente Spezifika erhalten ihre Bedeutung und das
Hinterfragen antiker Quellen und ihrer Aussageabsichten wird als
Methode der Altertumswissenschaften verständlich.
Die Studierenden werden in Gruppen für einzelne Sitzungen
verantwortlich sein und das entsprechende Bildmaterial gemeinsam mit
dem Übungsleiter vorbereiten. Vorbereitende Leseaufgaben
gehören weiterhin zu den Studienleistungen.
Literatur:
Pausanias Reisen in Griechenland, 3 Bd., hrsg. von F. Eckstein
(Zürich/München 1986);Chr. Habicht, Pausanias und seine
“Beschreibung Griechenlands” (München 1985); Der Neue
Pauly 9 (2000) 445-449 s. v. Pausanias, der Perieget (A. A. Donohue);
K. W. Arafat, Pausanias’ Greece. Ancient Artists and Roman Rulers
(Cambridge 1996).
Ulrike Wolf M.A.
Griechische Architektur
Di 16-18 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 18.04.2012)
B.A.: Grundlagen III. Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4
Hört man den Begriff ‚Griechische Architektur‘, so
denkt man schnell an die großen Tempel der klassischen Zeit oder
auch an die bekannten antiken Theater. Doch wie gestaltete sich der Weg
dorthin? Wann begann eine funktionale Differenzierung von Bauwerken?
Welche Gebäudeformen sind uns aus der Antike bekannt und in
welchem Kontext stehen Sie? Lassen sich private, öffentliche und
sakrale Bauten im Befund immer eindeutig unterscheiden? Diese Fragen
werden die erste Hälfte der Übung bestimmen.
Im zweiten Teil werden einzelne öffentliche und sakrale Bauwerke
exemplarisch vorgestellt. Was sind Alleinstellungsmerkmale und was
Unterscheidungskriterien zu anderen Gebäuden desselben Kontexts?
Lassen sich funktionale Änderungen am veränderten Befund
ablesen, bzw. wie bestimmt die Funktion die Architektur?
Die Studienleistung ergibt sich durch vorbereitende Leseaufgaben und die schriftliche Beantwortung von Fragen als Hausaufgabe.
Literatur: T.
Hölscher (Hrsg.), Grundwissen Klassische Archäologie (2002);
W. Müller-Wiener, Griechisches Bauwesen in der Antike; F. Kolb,
Die Stadt im Altertum (2005).
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| MAG-Studiengang |
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VORLESUNG
Prof. Dr. Wulf Raeck
Die augusteische Epoche in archäologischer Perspektive
Mi 10-12 Uhr, Raum 311 (Beginn: 18.04.2012)
MAG: Grundlagen der antiken Architektur und Urbanistik KLA-MAG-HF-M4; KLA-MAG-NF-M4
Flächenkunst KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9
Themen aus der Lebens- und Regierungszeit des Augustus (63 v. Chr.
– 14 n. Chr.) sind immer wieder und auch in den letzten Jahren
Gegenstand archäologischer Seminare gewesen. Diese können
aber immer nur einen kleinen Ausschnitt aus der Gesamtproblematik
behandeln; der Kontext, aus dem heraus die einzelnen Denkmäler und
Themen verständlich werden, ist allenfalls skizzenhaft deutlich.
In der Vorlesung sollen nun die wichtigsten archäologischen Fragen
im historischen und kulturellen Gesamtkontext beschrieben und der
jeweilige Forschungsstand skizziert werden. Die Kernfragen, die
über die augusteische Epoche hinaus von exemplarischer Bedeutung
sind, gelten z. B. der Funktion von Kunst als Träger politischer
Aussagen, der Kunst als Gegenstand obrigkeitlicher Reglementierung und
in diesem Zusammenhang besonders dem vielzitierten augusteischen
Klassizismus. Dabei stehen solche Bereiche im Vordergrund, die zum
Gegenstand der in diesem Semester anste-henden Lehrmodule gehören,
d. h. topographische und architektonische Themen sowie Malerei und
Reliefs aller Formate.
Die Vorlesung gehört zum Gegenstand der
Modulabschlussprüfungen. Zur Vorbereitung wird wieder eine
Zu-sammenfassung auf der Lehrplattform OLAT eingestellt.
Einführende Literatur:
P. Zanker, Augustus und die Macht der Bilder (München 1987); H.
von Hesberg, Römische Archäologie und Kunstgeschichte 1.8
Augustus, in: F. Graf (Hrsg.), Einleitung in die lateinische Philologie
(Stuttgart 1997) 621-626. – Zusammenfassend zur politischen
Geschichte: F. Bernstein, Der Anfang: Das vermeintliche Kaisertum des
Augustus, in: H. Leppin u. a. (Hrsg.), Kaisertum im ersten Jahrtausend
(Regensburg 2011) 17-54.
PROSEMINARE
Dr. Nadin Burkhardt
Topographie Nordgriechenlands
Mi 14.15-15.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 11.04.2012)
MAG: Grundlagen der antiken Architektur und Urbanistik KLA-MAG-HF-M4; KLA-MAG-NF-M4
Das Wissen um die Lage und das Aussehen antiker Ortschaften sowie um
ihre Entwicklung und Vernetzung innerhalb einer Region gehört zu
den für Archäologen wichtigen Orts- und
Denkmälerkenntnissen. Mit dem hier ausgewählten Bereich wird
ein wichtiger Teil des antiken Griechenland ins Auge gefasst.
Zu den frühesten wichtigen Fundorten gehören die
neolithischen Siedlungen Sesklo und Dimini nahe Volos, aus mykenischer
Zeit stammen die Überreste bei Iolkos, und für die archaische
und klassische Zeit liefern die Insel Thasos, Dodona und die Chalkidiki
mit Olynth und Stagiros reiche Funde. In Olynth können wir uns
zudem mit dem Phänomen der geplanten Stadterweiterung
beschäftigen. Im 4. und 3. Jh. v. Chr. prägen vor allem die
Residenzen des makedonischen Königshauses und der Nachfolger
Alexanders, der Diadochen, die Städtelandschaft Makedoniens und
Thessaliens wie in Aiani, Aigai/Edessa, Florina, Beroia, Pella,
Thessaloniki und Demetrias. In römischer Zeit führt eine der
wichtigsten Ost-West-Verbindungen, die Via Egnatia durchs Land, quer
durch Epirus, Makedonien und Thrakien. Die an ihr gelegenen Orte
erleben eine neue Blüte, vor allem in der Spätantike: Edessa,
Thessaloniki, Amphipolis und Philippi.
Wir werden in den Sitzungen nicht Ort für Ort behandeln, sondern
chronologisch vorgehen. So können wir uns zum einen die
Entwicklung Nordgriechenlands erarbeiten und zum anderen zugleich
jeweils zeittypische Bauten wie klassische Theater, hellenistische
Peristylhäuser oder Festungen, römische Ehrenbögen und
Palastanlagen und frühchristliche Basiliken kennenlernen.
Teilnahmebedingung: Studienberatung, Einführungsmodul
Studienleistungen: regelmäßige und aktive Teilnahme, eigenes
Kurzreferat mit Präsentation, einmaliges Stundenprotokoll
Einführende Literatur:
Chr. Mee – A. Spawforth, Greece: An Oxford Archaeological Guide
(Oxford 2001); M. H. Hansen – Th. H. Nielsen (Hrsg.), An
Inventory of Archaic and Classical Poleis (Oxford 2004); M. B.
Sakellariou, Macedonia. 4000 Years of Greek History (Athen 1983); P.
Valavanis (Hrsg.), Great Moments in Greek Archaeology (Athen 2007)
184-195. 256-271. 322-325.
F. Stählin, Das hellenische Thessalien (Stuttgart 1995); E.
Winter, Stadtspuren. Zeugnisse zur Siedlungs-geschichte der Chalkidiki
(Wiesbaden 2006).
Dr. Axel Filges
Antike Monumentalaltäre
Mo 10-12 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 16.04.2012)
MAG: Grundlagen der antiken Architektur und Urbanistik KLA-MAG-HF-M4; KLA-MAG-NF-M4
Altäre als funktional und weniger typologisch definierte Bauform
markieren die Zentren von Opferhandlungen und sind feste Bestandteile
u. a. von Heiligtümern. In der Veranstaltung soll ein
Überblick über die gebräuch-lichen Altarformen von der
mykenischen Herdstelle im Megaron über geometrische
Aschenaltäre bis zu den Altartischen in frühbyzantinischen
Kirchen geboten werden. Schwerpunkt sind die architektonischen
Prunkaltäre im griechischen Raum, deren Vorläufer seit dem 6.
Jh. v. Chr. nachzuweisen sind (Samos, Ephesos, Kyrene), und die
besonders in der hellenistischen Zeit (Syrakus, Magnesia, Pergamon,
Priene) erstaunliche Ausmaße und skulpturale Dekorationselemente
aufweisen konnten. Auch in der römischen Kultur waren Altäre
seit dem 6./5. Jh. v. Chr. gebräuchlich (Ara Maxima Herculis);
bedeutende mit Reliefs verzierte Anlagen sind etwa die Domitius-Ara und
die Ara Pacis aus dem 1. Jh. v. Chr. Aus den östlichen
Provinzstädten der Kaiserzeit (Milet, Ephesos, Hierapolis) sind
ebenfalls zahlreiche Beispiele für Großaltäre erhalten.
Im Proseminar sollen in chronologischer Folge die wichtigen Altäre
in ihrer Ausstattung und im baulichen Kon-text vorgestellt werden. Dies
geschieht durch Gruppenreferate mit Bildpräsentationen und
aktivierenden Fragen an das Plenum. Lernziele sind die Erweiterung der
Denkmälerkenntnis, das Nachvollziehen von
Veränderungs-prozessen in der baulichen Ausgestaltung von
Heiligtümern sowie das Entwickeln von Fragen und Interpreta-tionen
zu den übergeordneten Botschaften dieser Monumentgruppe.
Literatur: Der
Neue Pauly 1 (Stuttgart, Weimar 1996) 550-555 s. v. Altar (Chr.
Höcker – F. Prayon); C. G. Yavis, Greek Altars (Saint
Louis/Mo. 1949); M. C. Şahin, Die Entwicklung der griechischen
Monumental-Altäre (Bonn 1972).
Prof. Dr. Wulf Raeck
Römische öffentliche Bauten
Do 14-16 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 19.04.2012)
MAG: Grundlagen der antiken Architektur und Urbanistik KLA-MAG-HF-M4; KLA-MAG-NF-M4
Im Proseminar sollen zum einen die Typologie und Terminologie von
Leitformen öffentlicher Architektur im römischen Reich (z. B.
von Tempeln, Thermen oder Amphitheatern) vermittelt und ferner nach der
Funktion der Bauten gefragt werden (was geschah in ihnen?).
Einführende Literatur: H. von Hesberg, Römische Baukunst (München 2005).
PD Dr. Eva Winter
Von Blüten und Blättern – Einführung in die antike Bauornamentik
Blockveranstaltung (Termine 20.4., 11.5., 25.5., 6.7. 2012), Fr 14-20 Uhr, Raum 5.501
MAG: Grundlagen der antiken Architektur und Urbanistik KLA-MAG-HF-M4; KLA-MAG-NF-M4
Architektonische Schmuckformen begegnen nicht nur in vielfältiger
Weise an zahlreichen Gebäudetypen der Antike, sondern werden auch
in anderen Objektgruppen, z. B. für Möbel und Gerät,
eingesetzt. Aufgrund der extrem hohen Anzahl und weiten Verbreitung
antiker Architekturdekoration eignet sich dieses Material besonders gut
zur Untersuchung von relativen zeit- und regionalspezifischen
Entwicklungen, von denen v. a. Rückschlüsse auf die Datierung
des Ornamentträgers abgeleitet werden.
Im Blockseminar sollen deshalb die grundlegenden Möglichkeiten und
Grenzen der form- und stilgeschicht-lichen Systematisierung an
ausgewählten Beispielen erprobt werden. Ziel der Veranstaltung
soll sein, den Teilnehmern einen Überblick im Umgang mit dieser
wichtigen Materialgruppe zu vermitteln, die der Forschung als
Ausgangspunkt für zahlreiche weiterführende
kulturgeschichtliche Fragestellungen dient.
In den einzelnen Sitzungen der Blockveranstaltung werden die
Themenkomplexe über Einzel- und Gruppen-referate mit
anschließender Diskussion vorgestellt; in einer Klausur am Ende
wird das gesamte Modul abgeprüft.
Literatur: S.
Altekamp, Zur griechischen Architekturornamentik im 6. und 5. Jh. v.
Chr. (Frankfurt am Main 1991); H. von Hesberg, Römische Baukunst
(München 2005); F. Mattern, Gesims und Ornament. Zur
stadt-römischen Architektur von der Republik bis Septimius Severus
(Münster 2001); W. Müller-Wiener, Griechisches Bauwesen in
der Antike (München 1988); F. Rumscheid, Untersuchungen zur
kleinasiatischen Bauornamentik des Hellenismus (Mainz 1994), A.
Schmidt-Colinet, Antike Architektur und Bauornamentik. Grundformen und
Grundbegriffe (Wien 2004).
Dr. Axel Filges
Vorbereitung der München-Exkursion
Do 12-14 Uhr, Raum 0.457 (Beginn: 19.04.2012)
MAG: KLA-MAG-HF-M6
Um die einwöchige Langexkursion im September 2012 nach
München (Glyptothek, Antikensammlung, Abguss-Sammlung) erfolgreich
durchführen zu können, sollen in dem vorbereitenden
Proseminar die wichtigsten Münchner Objekte der Gattungen
Skulptur, Porträt und Relief wie auch der Vasenmalerei und
Kleinkunst in Form von Einzelreferaten vorgestellt und in gemeinsamen
Diskussionen erschlossen werden. Vor Ort in München soll versucht
werden, aus der Kenntnis der Einzelstücke und ihrer
Charakteristika in individueller Auseinandersetzung und
Gruppengesprächen Grundzüge der Entwicklung von Formen,
Stilen, Typen und Inhalten der genannten Objektgattungen zu erarbeiten.
Literatur: D.
Ohly, Die Antikensammlungen am Königsplatz in München
(Waldsassen 1975); D. Ohly, Glyptothek München. Griechische und
römische Skulpturen (München 1977); M. Maaß,
Griechische und römischen Bronzewerke der Antikensammlungen
(München 1979); R. Wünsche, Glyptothek München.
Meisterwerke griechischer und römischer Skulptur (München
2005)
SEMINARE
Dr. Axel Filges
Antike Mosaike
Mi 16-18 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 18.04.2012)
MAG: Flächenkunst KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9
Mosaike sind in der Antike v. a. als luxuriöse Bodenbeläge
verwendet worden, die in Häusern einzelne Räume hervorhoben.
Die Entwicklung verlief von Böden aus Kieselsteinen
(frühestes bekanntes Beispiel Gordion, 8. Jh. v. Chr.) zu denen
mit zugeschnittenen Steinen (Tesserae). Auch andere Materialien wie
Ton, Glaspasten oder Muscheln wurden als trittfeste Bestandteile
verwendet. Wesentliche Unterscheidungskriterien sind neben den
Steinformen (Kiesel- und Tessellatböden) Motive und Farben:
Schwarzweiße Böden mit geometrischen oder floralen Mustern
waren in bestimmten Regionen und zu fixen Zeiten beliebter als
polychrome figürliche Varianten. Neben diesen formalen Aspekten
sind es besonders die Bilder aus Mythen und der Alltagswelt, die
Interesse wecken. In aktuellen Forschungen wurde der Zusammenhang von
Bildthemen und Raumkontexten verstärkt untersucht und erstmals
eine ambientale Wirkungsweise der Mosaikbilder postuliert, die als
Entwürfe von Ideenwelten und Mentalitäten bewertet und als
gliedernde Elemente innerhalb baulicher Strukturen angese-hen werden.
Im Seminar soll in jeder Sitzung eine geographische und zeitliche
Einheit (etwa Kieselböden Griechenland 4. Jh. v. Chr. oder
kaiserzeitliche Mosaike der Provinz Africa Proconsularis oder
spätantike Mythenbilder aus Klein-asien und Syrien) durch Referate
vorgestellt werden. So wird einerseits ein Gesamtüberblick
über die Gattung geboten, andererseits kommen Detailprobleme wie
Datierung, Themenwahl und Deutung sowie raumkontex-tuelle Verwendung
zur Sprache.
Die Präsentationen werden vorab mit dem Dozenten besprochen,
ferner ist eine Referatskritik obligatorisch. Eine Hausarbeit
einschließlich der Beantwortung von Fragen aus weiteren
Veranstaltungen des Moduls stellt die Prüfungsleistung dar.
Literatur: Der
Neue Pauly 8 (Stuttgart, Weimar 2000) 405-412 s. v. Mosaik (A. M.
Panayides); R. Ling, Ancient Mosaics (London 1998); S. Muth, Erleben
von Raum – Leben im Raum (Heidelberg 1998); K. M. Dunbabin,
Mosaics of the Greek and Roman World (Cambridge 1999); B. Andreae,
Antike Bildmosaiken (Mainz 2003).
Dr. Ursula Mandel
Griechische Wand- und Tafelmalerei
Fr 10-12 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 13.04.2012)
MAG: Flächenkunst KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9
Wand- und Tafelmalerei war eine gängige Bildgattung in der antiken
griechischen Kultur, die mit den künstlerischen Errungenschaften
der Klassik in den Rang großer Kunst aufstieg. Ihre
Überlieferung ist leider noch weit mehr von Verlusten betroffen
und mit Problemen behaftet als diejenige der griechischen Plastik und
Skulptur. Im Seminar werden wir versuchen, die Entwicklung der
griechischen Malerei von den Anfängen bis zum Hellenismus zu
überschauen, soweit sie aus den Resten und aus sekundären
Quellen zu rekonstruieren ist. Intensiv beschäftigen werden wir
uns mit den gut erhaltenen Originalen im spätklassischen und
hellenistischen Makedonien, die mit spektakulären Neufunden
unterirdischer Kammer- und Kistengräber bekannt geworden sind.
Die Themen im Einzelnen: Auf eine Einführung zur hochrangigen
minoischen Wandmalerei, die mit dem Fall der bronzezeitlichen
Palastkulturen vollständig verschwand, folgt eine Spurensuche nach
dem Wiederbeginn der Malerei auf schlichtem Niveau im frühen
Griechenland sowie nach den weitgehend verlorenen Werken des 5. Jhs. v.
Chr. Die makedonischen Gräber in Vergina,
(‚Philippsgrab‘; ‚Prinzengrab‘;
‚Persephone-Grab‘; ‚Eurydike-Grab‘; Grab im
Bella-Tumulus), bei Lefkadia (‚Großes Grab‘;
‚Palmettengrab‘; Grab des Lyson und Kallikles), bei Aghios
Athanasios, in Pella und Potideia werden in chronologischer Reihenfolge
behandelt.
Jedem Thema/ Objekt wird eine zweistündige Seminarsitzung mit
40-minütigem Referat (Studienleistung) und anschließender
gemeinsamer Diskussion gewidmet, wobei technische, funktionale,
inhaltliche und ästhetische Fragen erörtert werden. Die
Prüfungsleistungen bestehen in Hausarbeiten.
Literatur: I.
Scheibler, Griechische Malerei der Antike (München 1994); M. A.
Tiverios (Hrsg.), Color in Ancient Greece (Thessaloniki 2002); S.
Descamps-Lequime (Hrsg.), Peinture et couleur dans le monde grec
antique (Paris 2007); H. Brecoulaki, La peinture funéraire du
Macédonie. Emplois et fonctions de la couleur IVe-IIe s. av.
J.-C. (Paris 2006).
Prof. Dr. Wulf Raeck
„Politische“ Reliefs der Kaiserzeit in Rom und Kleinasien
Di 9.30-12 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 17.04.2012)
Mod. MAG: Flächenkunst KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9
Unter „politischen Reliefs“ werden hier solche
Denkmäler verstanden, die meistens unzutreffend als
„historische Reliefs“ oder „Staatsreliefs“
bezeichnet werden. Im Vergleich zwischen stadtrömischen und
italischen auf der einen sowie kleinasiatischen Beispielen auf der
anderen Seite soll das Seminar der Frage nachgehen, wie sich die
Gratwanderung zwischen lokaler Identitätssuche und Orientierung an
der Zentralmacht in Rom im Relief-schmuck öffentlicher Räume
des kaiserzeitlichen Kleinasien darstellt, z. B. durch die Auswahl der
dargestellten Themen. Ein weiterer Schwerpunkt soll ferner auf dem
Vergleich der stilistischen Ausdrucksmittel im Osten und im Zentrum des
Reiches liegen. An kleinasiatischen Denkmälerkomplexen werden u.
a. das Partherdenkmal aus Ephesos oder verschiedene Reliefensembles aus
Aphrodisias behandelt.
Literatur zur Vorbereitung:
Es existieren nur Einzelpublikationen. Zu den im engeren Sinne
römischen Staatsreliefs usw.: N. Hannestad, Roman Art and Imperial
Policy (Aarhus 1986). – Zur politischen Situation im
kaiserzeitlichen Kleinasien: E. Schwertheim, Kleinasien in der Antike
(München 2005) 104-110.
Dr. Nadin Burkhardt / Dr. Ursula Mandel
Vorbereitung der Kampanien-Exkursion
Di 14-16 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 17.04.2012)
MAG: KLA-MAG-HF-M12
In diesem Seminar werden wir uns gemeinsam auf eine Exkursion nach
Kampanien vorbereiten. Diese Landschaft Italiens bietet quer durch die
Zeiten reichhaltige archäologische Stätten und Funde. Kyme
und Dikaiarchaia/Puteoli stehen für den Beginn der griechischen
Kolonisation im Westen. In Poseidonia/Paestum stehen archaische und
klassische griechische Tempel noch weitgehend aufrecht. Hier treffen
wir aber auch auf Spuren und Einflüsse der Osker, Samniten und
Lukaner, z. B. in der spätklassischen Grabmalerei. Gleiches gilt
auch für das hellenistische Pompeji. Die Prägung der
Stadtkultur durch (die) Etrusker fassen wir in Capua, den Prozess der
Romanisierung in Puteoli. Herculaneum und Pompeji gewähren nicht
nur Einblicke in römische Haus- und Stadtstrukturen sowie
Wirtschaftsanlagen, sondern vor allem in die
(späthellenistisch-)römische Wohnkultur mit ihrer
Bilderausstattung in Wandmalerei und Plastik. Im gesamten Vesuvgebiet
können wir anhand ausgewählter Beispiele auch dem
Phänomen der römischen Villeggiatura nachgehen. Die Museen in
Neapel, in Baiae und in Paestum beherbergen eine Fülle von
bedeutenden Originalen aller Fundgattungen, mit denen wir gemeinsam
arbeiten werden.
Durch den Seminarbesuch und die Autopsie archäologischer
Denkmäler, Bauten und Grabungsplätze können Sie Ihre
Denkmäler- und Ortskenntnisse erweitern und vertiefen und auf eine
ganz neue Realitätsebene heben. Außerdem bekommen Sie in
einen Einblick in Aspekte der Denkmalpflege, der Restaurierung und der
Präsentation.
Teilnahmebedingung: abgeschlossenes Grundstudium einschließlich
Sprachnachweis bis zum Seminarbeginn, regelmäßige Teilnahme
und aktive Mitarbeit, Referat im Seminar und Referat vor Ort
Prüfungsleistung: Klausur
Einführende Literatur:
DNP 2 (Stuttgart, Weimar 1997) s. v. Campania S. 955-957 (U.
Pappalardo); P. G. Guzzo u. a. (Hrsg.), The National Archaeological
Museum of Naples Guide (Verona 2010); G. Pugliese Caratelli (Hrsg.),
Italia. Omnium terrarum alumna (Mailand 1988) 531-589.
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Exkursionen
Dr. Axel Filges
München-Exkursion
(s. Aushang)
MAG: KLA-MAG-HF-M6
Die Termine und Ziele der Lang-Exkursion als obligatorischem
Bestandteil des Grundstudiumsmoduls KLA-MAG-HF-M6 werden zu Beginn des
Sommersemesters bekanntgegeben (s. Aushänge!).
Dr. Nadin Burkhardt / Dr. Ursula Mandel
Kampanien-Exkursion
(s. Aushang)
MAG: KLA-MAG-HF-M12
Die Termine der Lang-Exkursion als obligatorischem Bestandteil des
Hauptstudiumsmoduls KLA-MAG-HF-M12 werden zu Beginn des Sommersemesters
bekanntgegeben (s. Aushänge!).
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BILDBESCHAFFUNG FÜR REFERATE$
Benutzung
der Bilddatenbank
- Digitale Bilder stehen über die Instituts-Bilddatenbank ArKuBiD zur Verfügung: http://archaeologie-bilder.uni-frankfurt.de
Sie bietet die Bildersuche, den Download und die Bestellung von neuen Abbildungen.
- Für die Benutzung ist der Browser Firefox notwendig!
- Vor Benutzung ist eine Anmeldung nötig: Die Registrierung
erfolgt auf der Startseite an einem Rechner in der Diathek oder bei
einem der Dozenten. Die Freischaltung kann ein bis zwei Tage dauern,
dann ist Suche und Download sofort möglich.
- Andere an der Goethe-Universität verfügbare Bilddatenbanken
sind PROMETHEUS (freier Zugang im Uni-Netz über die
Campuslizenz): http://prometheus.uni-koeln.de und ARACHNE (kostenfrei, Registrierung per e-Mail): http://www.arachne.uni-koeln.de
- Sollte das gesuchte Bild weder in ArKuBiD noch in den anderen
Bilddatenbanken vorhanden sein, kann man es anfertigen lassen: Das
entsprechende Buch muss herausgesucht, die Abbildungen im Buch durch
eingelegte beschriftete Zettel mit Seitenzahl und Abbildungsnummer
gekennzeichnet und ein Zettel mit Namen, Seminar und Referatstermin
hinzugelegt werden. Stammt das Buch aus der BzG-Bibliothek, wird es
dort ins Bildstellenregal (Raum 6.621) gelegt. Bei bibliotheksexternen
Werken oder UB-Büchern kann es in der Diathek (Raum 5.551)
abgegeben werden.
- Die Anfertigung und Einstellung in die Datenbank dauert ca. 2-3 Wochen; danach ist der Download aus ArKuBiD möglich.
Ausleihe von Dias
- Die Öffnungszeiten der Diathek Raum 5.551 sind dem HiWi-Dienstplan neben der Zimmertür zu entnehmen.
- Die Dias werden gemeinsam mit einer studentischen Hilfskraft ausgesucht.
- Sollten die gewünschten Dias noch nicht vorhanden sind, ist eine
rechtzeitige Bestellung und Neuanfertigungen notwendig:
schwarz-weiß Dias 2 Wochen vor Referatstermin; Farbdias 3 Wochen.
- Dias können nicht nach Hause ausgeliehen werden, sie verbleiben stets im Institut.
- Dias dürfen nicht mit Punkten beklebt oder gar beschriftet werden.
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