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Einrichtungen des Instituts
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Bibliothek
Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 8 - 22 Uhr, Sa. 10 - 18 Uhr.
Integriert in das Bibliothekszentrum für Geisteswissenschaften (BzG), Q6.
Standort der Bücher:
Klassische Archäologie 6. Stock.
Frau Dr. Pekridou: Zimmer Q6, 4.615, Tel. 798 32490
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Gipsabgußsammlung
Den Grundstock der Sammlung bildete die städtische Sammlung von
Gipsabgüssen antiker Statuen aus dem Besitz des Städelschen
Kunstinstitutes der Universität. Hans Schrader als erster
Vertreter der Archäologie konnte erreichen, daß die
Abgüsse in einem Oberlichtsaal des Hauptgebäudes der
Universität untergebracht wurde. Universität und Stadt
schrieben einen Etat zu deren Unterhalt und Vermehrung fest. In
Schraders Konzept zum Ausbau der Sammlung zeigen sich deutlich die
ästhetischen Maßstäbe seiner
Archäologen-Generation: Der durch die Parthenonskulpturen erweckte
und durch die Funde der großen Ausgrabungen des späten 19.
Jhs. geförderte Sinn für `Originale´ setzte sich seit
Beginn des 20. Jhs. bei den klassischen Archäologen durch.
Schrader, der selbst in Athen an der Veröffentlichung der
archaischen Marmorplastik von der Akropolis mitwirkte, schaffte
überwiegend Abgüsse von griechischen Originalen der Archaik,
des Strengen Stils und der Hochklassik an.
Seine lange Abwesenheit jedoch, führte dazu, daß die
Sammlung in kurzer Zeit durch konkurrierende Interessen aus ihren
Räumen gedrängt wurde. Die Universität reklamierte 1931
die Stellfläche der Abgüsse für sich und ordnete den
Umzug in angemietete Räume der Unionsdruckerei an. Nachdem Ernst
Langlotz 1933 die Nachfolge Schraders angetreten hatte, wurden
zunächst die in der Universität verteilten Gipse in die
Sammlung zurückgebracht.
Dort ist dann eine der reichsten Abgußsammlungen Deutschlands bei
dem schweren Bombardement 1944 zugrunde gegangen. Erhalten blieben
lediglich Teile des Parthenonfrieses, die nachdem sie der Obhut des
Archäologischen Instituts entzogen waren, durch mehrfache
Übertünchung ihren archäologischen Wert inzwischen
eingebüßt haben. Guido von Kaschnitz Weinberg hat sich nach
dem Krieg für den Aufbau einer neuen Abgußsammlung
eingesetzt.
Seit 1956 hat Gerhard Kleiner die Sammlung insbesondere durch Beispiele
archaisch-milesischer Plastik ergänzt. Unter der Obhut der
Kustodin Dr. Ursula Mandel ist die Sammlung bis heute auf 200
Stücke angewachsen. Da das Institut seit den Kriegsjahren keinen
Etat mehr zur Vermehrung einer Abgußsammlung zur Verfügung
hat, sind es neben der Vereinigung von Freunden und Förderern der
Universität vor allem private Spender, die diesen Zuwachs
ermöglichen. Seit dem Umzug in das IG Farben-Gebäude 2001
sind die Abgüsse in einem großzügigen Skulpturensaal
mit Oberlicht für die Öffentlichkeit zugänglich.
Führungen in der Gipssammlung nach Anmeldung:
Dr. Ursula Mandel, Archäologisches Institut,
Grüneburgplatz 1,
Zimmer 5.514, Tel. 069/798 32300
E-mail: U.Mandel@em.uni-frankfurt.de
Literatur:
U. Mandel, Begegnungen: Frankfurt und die Antike (1994) S. 243 ff.
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Originalsammlung
Zum Grundstock der Sammlung wurden 58 Scherben aus Griechenland: 30
Scherben erhielt Hans Schrader 1918 aus dem Akademischen Kunstmuseum in
Bonn; 28 Scherben sandte W. Weber dem ehemaligen Frankfurter Kollegen.
Die ersten bedeutenden Stücke kamen 1924 in die Sammlung, zwei
attische weißgrundige Lekythen von der Hand des Achilleusmalers
und eines Schülers, die Schrader aus persönlichen Mitteln und
mit Hilfe von Spenden gekauft hatte.
Bis in die mittleren fünfziger Jahre wurde die Sammlung um eine
bunte Reihe von Terrakotten, Kleinbronzen, Gefäßen, weiteren
Scherben, Lampen und kleineren Skulpturenfragmenten bereichert. Aus dem
Besitz Felix Böltes, dessen Nachlaß nach dem Krieg ans
Althistorische Seminar gegangen war, kam eine Sammlung griechischer
Scherben hinzu, die er von seinen Reisen mitgebracht hatte.
Mit dem Amtsantritt Gerhard Kleiners 1956 setzten wichtige und gezielte
Ankäufe, z.T. mit Hilfe von Berufungsgeldern, ein. Zusammen mit K.
Parlasca und P. Hommel gelang es Kleiner, den weißgrundigen
Lekythen qualitätvolle und repräsentative Beispiele
geometrischer, archaisch-schwarzfiguriger, klassisch-rotfiguriger und
hellenistischer Keramik an die Seite zu stellen. Im Hinblick auf die
Forschungen in Milet wurden außerdem kleinasiatische Objekte
erworben, von der orientalischen Bronzeschale bis zur hellenistischen
Formschüssel. In Kleiners Zeit fiel die Veröffentlichung
eines Teils der Vasensammlung des Instituts im ersten Frankfurter Band
des Corpus Vasorum Antiquorum durch K. Deppert. Kurz vor Kleiners
Emeritierung erhielt das Institut von dem Historiker Otto Vossler eine
reiche Sammlung mykenischer Gefäßscherben und
Terrakottafragmente aus Böotien als Geschenk.
Unter Hans von Steuben schließlich gelang eine Bereicherung der
kleinen Skulpturensammlung um zwei bedeutende Kopffragmente: das
Gesichtsfragment eines griechischen Philosophenportraits in
römischer Kopie und das Fragment eines kolossalen Bidnisses
vielleicht des Oktavian aus Kleinasien. Diese Skulpturen konnte das
Archäologische Institut zusammen mit einer Auswahl an Kleinkunst
und Keramik 1991 im Liebieghaus, Museum Alter Plastik, in Frankfurt
zeigen; zur Ausstellung erschien ein Katalog von P. Hommel.
Führungen in der Originalsammlung nach Anmeldung:
Dr. Ursula Mandel, Archäologisches Institut,
Grüneburgplatz 1,
Zimmer 5.514, Tel. 069/798 32300
E-mail: U.Mandel@em.uni-frankfurt.de
Literatur:
P. Hommel, Antike Kleinkunst aus der Sammlung des Archäologischen
Instituts der Universität Frankfurt (1991);
U. Mandel in:
Begegnungen: Frankfurt und die Antike (1994) S. 389 ff.; K. Deppert,
Corpus Vasorum Antiquorum Frankfurt 1 (1964);
S. Mayer-Emmerling - A.
von Mettenheim, Corpus Vasorum Antiquorum Frankfurt 4 (1994);
P.A. Mountjoy, The Johann Wolfgang Goethe University Collections: The Mycenean and the Minoan Pottery (2008)
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