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- Mitarbeiter(innen)
- Literatur
Die Forschung zu Stress bei den Berufsfeuerwehren, welche dem Teilgebiet Arbeitspsychologie zuzuordnen ist, ist international mittlerweile relativ umfangreich. Meistens sind Umgebungsbelastungen wie Rauch, Witterungseinflüsse untersucht worden. Viele Berichte befassen sich auch mit dem Thema physikalische Belastungen durch körperliche Anstrengungen. Psychische Belastungen werden im Zusammenhang mit dem Posttraumatischen Belastungssyndrom untersucht. Untersuchungen der Berufsfeuerwehrleute konzentrieren sich fast ausschließlich auf das Einsatzgeschehen. Keine wissenschaftliche Untersuchung bedenkt, dass die Feuerwehrleute zwei Arbeitsplätze auszufüllen haben: den klassischen Feuerwehrmann im Einsatz und einen Arbeitsplatz auf der Wache. Die in Deutschland zum ersten Mal durchgeführte Untersuchung beobachtet den Wachalltag im Vergleich mit dem Einsatzgeschehen. An der Längsschnittuntersuchung nehmen die Berufsfeuerwehren Aachen, Bamberg, Bochum, Bremerhaven, Dortmund, Hamburg und München teil. An drei Erhebungszeitpunkten wurden ca. 1.450 Feuerwehrleute mit einem umfangreichen Fragebogen befragt. Dabei werden nach dem Instrument zur stressbezogenen Tätigkeitsanalyse (ISTA) Stressoren, Ressourcen und Belastungen unterschieden. Die Stressoren werden mit kurzfristigen und langfristigen Befindlichkeitsstörungen, mit Depressivität und Arbeitszufriedenheit in Zusammenhang gebracht. Eine neu entwickelte Skala zur Zumutbarkeit von Arbeitssituationen wird erstmals eingesetzt. Diese Längsschnittuntersuchung wird zeigen können, ob ein empirisch gefundener Zusammenhang in dem Sinn interpretiert werden kann, dass die Stressoren tatsächlich Belastungen hervorrufen. Auszuschließen wäre somit, dass stark belastete Personen auch vermehrt Stressoren wahrnehmen, die Ursache-Wirkungs-Beziehung also genau andersherum als vermutet verläuft. Neuere Entwicklungen, an denen wir seit längerer Zeit arbeiten, zeigen, dass sich in Längsschnittuntersuchungen auch ungemessene Drittvariablen als Verursacher von Zusammenhängen zwischen Stressoren, Ressourcen und Belastungen ausschließen lassen. Des weiteren wird getestet, in welche Richtung der Zusammenhang zwischen den unterschiedlichen Variablen verläuft. Somit werden Aspekte, die bei Querschnittuntersuchungen unklar bleiben, geklärt. Von Längsschnittuntersuchungen dieser Art gibt es weltweit heute immer noch weniger als 50.
- Zusammenfassung (Abstract) der inzwischen abgeschlossenen Längsschnittuntersuchung
- Buchveröffentlichung der Arbeit im Verlag Dr. Kovac
Mitarbeiter(innen)
Literatur
- Gorißen, B. (2003). Psychische Belastungen im Wachalltag von Berufsfeuerwehrleuten. Ein arbeitspsychologischer Vergleich von Wachalltag und Einsatz. Eine Längsschnittstudie. Hamburg: Dr. Kovac.
- Gorißen, B. (2001). La garde et le stress psychique. Le Sapeur-Pompier, No 925, 06/2001, S. 60-63.
- Gorißen, B. (2000a). Duty Calls - Keeping a watchful eye on stress at the fire station. Fire International, No. 180, pp. 17-18.
- Gorißen, B. (2000b). Psychological stress: a factor in fire station duty. Fire Engineering, 12/2000, pp. 28-29.
- Gorißen, B. (1999a). Zum Einfluss von psychischen Belastungen von Feuerwehrleuten auf der Wache und im Einsatz auf das psychische Befinden. Diplomarbeit im Fachbereich Psychologie - Arbeits- und Organisationspsychologie - der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.
- Gorißen, B. (1999b). Psychischer Stress. Belastung der Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehren. BRANDSchutz / Deutsche Feuerwehrzeitung, Heft 3/1999, S. 197-205.
- Gorißen, B. (1999c). Unbeachtete Gefahren. Wachalltag beeinträchtigt die Gesundheit der Feuerwehrleute. DGB Information für Beamtinnen und Beamte, Heft 12/1999, S. 3.
- Gorißen, B. & Zapf, D. (1999). Psychischer Stress bei den Berufsfeuerwehrleuten im Einsatz und im Wachalltag - Argumente, Erhebungen, Konsequenzen. Stuttgart: Eigendruck der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV), Bereich Gemeinden, Abteilung Feuerwehr.
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