Ebene I/ DidaktikerInnen/ Prof Dr. Gerold Scholz

Zur Person:

Professor Dr. Gerold Scholz, geboren 1944

Tätigkeit:

Professor an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fachbereich Erziehungswissenschaften
Institut für Pädagogik der Elementar- und Primarstufe

Ausbildung:

Studium an der Universität Hamburg und der Pädagogischen Hochschule in Bremen. Abschluss: Grund-Haupt- und Realschullehrer. Diplompädagogik an der Universität Bremen. Unterrichtserfahrung in Bremen, Niedersachsen und Hessen in Grundschulen und Hauptschulen. Mitherausgeber beziehungsweise Redakteur pädagogischer Zeitschriften. Promotion 1983 mit einer Arbeit über Lehrerfortbildung. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am "Institut für Allgemeine und Vergleichende Erziehungswissenschaft" der Freien Universität Berlin. Habilitation 1992 in Frankfurt. Seit 1995 in Frankfurt am Main.

Forschungsschwerpunkte:

  • Theorie der Didaktik des Sachunterrichts

  • Erforschung kindlicher Perspektiven

  • Qualitative Forschungsmethoden

  • Erziehungswissenschaftliche Lerntheorie (Lernzentrum)

  • Kinder und Computer

 
  • Theorie der Didaktik des Sachunterrichts:
    Der Sachunterricht als interdisziplinäres nicht propädeutisches Schulfach der Grundschule stellt die Didaktik vor zwei Aufgaben: Erstens: Das, was im Sachunterricht als "Sache" erscheint, kann nicht nur in dem Bezug auf seine Repräsentation von Weltwissen betrachtet werden. Vielmehr ist auch zu fragen, wie dieses zu repräsentierende Wissen generiert wird. Zweitens: "Vermittlung" kann in einer modernen selbstreflexiven Gesellschaft nur verstanden werden als Mediationsprozeß unter spezifischen, historisch bestimmten Bedingungen. Von daher ist ein Wissen über die Formen der Weltaneignung von Grundschulkindern Voraussetzung für didaktisches Handeln und didaktische Reflexion.


Theorie der Didaktik des Sachunterrichts

  • Erforschung kindlicher Perspektiven:
    Dieser Forschungsschwerpunkt ist im Kontext der "Neuen Kindheitsforschung" angesiedelt. Sie versucht, das Leben von Kindern unter den Kategorien des "Hier" und "Jetzt" zu betrachten und fragt nach den Deutungs- und Handlungsmustern von Kindern, mit denen sie leben und die ihre Entwicklung beeinflussen,


Erforschung kindlicher Perspektiven

  • Qualitative Forschungsmethoden:
    Hier liegt der Schwerpunkt, entsprechend der inhaltlichen Fragestellung auf ethnographischen Methoden (Fallstudie, Teilnehmende Beobachtung etc.), wobei als Rahmentheorie ethnologische Ansätze herangezogen werden.


Qualitative Forschungsmethoden

  • Erziehungswissenschaftliche Lerntheorien:
    Unter der Annahme, dass Lernen ein aktiver Akt ist und kein passiver, geht es um das Verstehen der Lernprozesse des Subjektes als eine Voraussetzung für eine Reflexion der Beziehung von Lehren und Lernen.


Erziehungs-
wissenschaftliche Lerntheorien

  • Kinder und Computer:
    Die laufende Computerisierung der Alltagswelt der Erwachsenen verändert die Sozialisationsbedingungen von Kindern. Es geht um die Frage, welche Bedeutung die Computerisierung für das Selbst- und Weltbild von Kindern hat.


Kinder und Computer

Kontakt:

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fachbereich Erziehungswissenschaften
Inst. f. Pädagogik der Elementar- und Primarstufe
Senckenberganlage 15
D - 60054 Frankfurt am Main
@-mail: G. Scholz@em.uni-frankfurt.de

 

Auswahl aus Veröffentlichungen:

  • Die Konstruktion des Kindes. Über Kinder und Kindheit,
    Westdeutscher Verlag, Wiesbaden/Opladen 1994.
 
  • Beobachten im Schulalltag. Ein Studien- und Praxisbuch,
    Cornelsen/Scriptor 1995 (gemeinsam mit Gertrud Beck)
 
  • Soziales Lernen. Kinder in der Grundschule,
    Rowohlt Verlag 1995 (gemeinsam mit Gertrud Beck)
 
  • Kinder lernen von Kindern,
    Schneider Verlag Hohengehren 1996
 
  • Sachen des Sachunterrichts. Dokumentation einer Tagungsreihe 1997 - 2000.
    Herausgabe mit G. Beck, M. Rauterberg, K. Westphal. Fachbereich Erziehungswissenschaften, Johann Wolfgang Goethe-Universität. Reihe Kolloqiuen (4) Frankfurt am Main 2001
 
  • Perspektiven auf Kindheit und Kinder.
    Herausgabe mit Alexander Ruhl. Leske + Budrich, Opladen 2001
 
  • "Fragezeichen". Unterrichtswerk für den Heimat- und Sachunterricht.
    Baden-Württemberg.1.-4. Klasse. Ernst Klett Grundschulverlag, Leipzig, Stuttgart, Düsseldorf 1998- 2002 (gemeinsam mit H. Krekeler, A. Windisch)
 
  • Kind und Computer - Mehr Fragen als Antworten.
    In: Christian Büttner/Elke Schwichtenberg (Hrsg.): Grundschule digital. Möglichkeiten und Grenzen der neuen Informationstechnologien. Weinheim und Basel (Beltz Taschenbuch) 2001, S. 32 - 78.
 
  • Die Dinge haben Namen - zum Verhältnis von Sache und Sprache im Sachunterricht. Sache(n) des Sachunterrichts II.
    Herausgabe mit Marcus Rauterberg. Hohengehren: Schneider 2004
 

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